Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1779477
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Ricci , 
Filippo. 
- Bicci , 
Giovanni 
Batista; 
mien. die an Paolo erinnern, nur etwas minder fleischign sind, wie 
Lanzi bemerkt. In den Kirchen Veruna's sind viele seier Arbei- 
ten, lauter Oelbilder, da er sich mit der Freskomalerei nicht be. 
fasste. In de Sahristei von St. Anastasia ist eines seiner besten 
Werke: Mar. in der Glorie, von Anna und mehreren Heiligen 
umgeben im oberen Theile, in der unteren Ahtheiluizg mehrere 
Ordenslieilige. Lanzi hält das Bild der heil. Helene in der Iiir- 
che derselben für das schönste. Ein bedeutendes Werk ist auch 
das Wunder des Maxmaregens in der Kirche des heil. Georg, wel- 
ches seine Schüler Ottiui und Orbettu vollendeten, da der Meister 
über der Arbeit starb. Dann finden sich auch kleine Staffeleibil- 
der, heiligen-und profanen Inhalts. öfter auf dunklem Marmor 
gemalt, den er selbst zu den Schatten brauchte. Auch seine Bild- 
nisse werden geschätzt, so wie überhaupt die Brusasorci zu Ve- 
rona in hohem Ansehen stehen. Starb 1005 im 65. Jahre. 
Das Mannasainmeln hat G. Zancon schön irn Umriss gestochen. 
Das Wunder mit den Brodeu und Fischern in der Wuste stach 
P. Farinuti. 
BXCCI, FIIIPPO, Iiupferstecher aus Fermo, ein wenig bekannter Künst- 
ler, der desswegen Füssly u. a. entging. Wir kennen folgendes 
Blatt von ihm: 
1) Nlaria mit dem Jesukinde, welchem der rechtsstelnende Jo- 
 hyannes die Schriftrolle reicht. Egu dllecto etc. Cant. 6. 2. 
' Titianus Inv. et pinxit- Philip Ricci Firmapus sculp. B0- 
mae. gr. 4. 
RIGCI oder RIGCIO, Giovannx Bausta, ggnannt musasorci, Ma- 
ler, Felice's Bruder. war Schüler P. CagliarPs, ularf aber nicht mit 
dem folgenden Künstler verwechselt werden. Lanzi sagt, dass m 
Verona liebliche Bilder von ihm seyen. Später ging aber der Künst- 
ler als kaiserlicher Hofmaler nach Deutschland. und starb in (llC- 
sein Amte. So sagt Lanzi, bestimmt aber Ort und Zeit nicht. Der 
Kaiser, in dessen Dienst er stand, war Rudolph Il., der in Prag 
residirte. 
B-ICOI, Giovanni BfltlSiZa, Maler von Novara, und daher Pticci 
Novarese oder Novarensis genannt. gehört der riitnischen Schule an. 
Er kam in jungen Jahren nach Rum, und machte sich da zuerst 
durch seine Malereien an der lateranischen Treppe und in der Bi- 
bliothek iles Vatikans bekannt. Diese Arbeiten gefielen dem Palist 
Sixtus V. so wuhl, dass er den liiinstler zum Aufseher über die 
im Quirinnl zu liefernden Malereien machte. Auch Clemens Vlll. 
achtete diesen Meister. Im Pontililsate dieses Pabstes, der 1592 
den Stuhl St. Petri bestieg, malte er in St. Ginvanizi Lateruno die 
Weihung dieser Basilica. Baglione meint, dass tiieci hier besser 
gearbeitet habe, als in anderen Bildern zu liom und anderwärts. 
Allein auch dieses Werk besteht nur durch eine gewisse Leichtig- 
keit und Frische; es ist fern von der Tüchtigkeit jener Nleister, 
die in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zzun Ruhme der Iiunst 
lebten. Desswegen sagt auch schon Lanzi. dass Ricci, Paroni und 
Nuppi in Ruin mehr die Zahl der Gemälde, als die Zier der Stadt 
förderten. Sixtus V. fand aber an diesen Schnellxnalern Leute. die 
seiner Eile zusagten, und besunders war ihm Ricci ein willkom- 
mener Wandmaler. Dieser deckte seine Gehaltlusigkeit durch eine 
ungewöhnliche Praktik. Eines seiner Hauptwerlte dürfte der Streit 
des Erzengels mit dem Drachen, oder der Engelsturz seyn, eine 
äusserst reiche und grosse Composition, von kühn gezeichneten
        

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