Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1779463
Bicci, 
Domenico. 
Bicei 
0 der 
Biccio , 
Felice. 
M1 
Bigßi, DOITIGDIGO, genannt Brusasorci und il Riccio, Male,- 
vmi Verona, oder, wie Quaclrio angibt, von Chiavenna im Veltlin, 
wal- in ersterer Stadt Schiiler von N. Giollino, blieb aber nicht 
knlge unter dessen Leitung, sondern ging nach Venedig, um Gier- 
gioneß. und Titiaifs Werke zu studiren. Diese beiden Meister 
blieben auch stets seine Vorbilder, aber ohne sie zu erreichen. 
Lanzi sagt, ein an die ureigenen besten Venediger Werke gewöhn- 
teS Auge unterscheide die Werlie des Veroners leicht von jenen Ti- 
tian's, dessen VViirine der Tinten Ilicci nicht erreichte. Er steht 
aber auch unterfiitirgione und Purmegianino, und Iiugler (Gesch. 
d- M. I. 320) behauptet sogar, Brusasorci sei mehr ein mittelmäs- 
siger Maler, nur in der Ülfechnils meist tüchtig. In Verona ist 
er aber noch immer gcriihmt, was indessen jenes Urtheil nicht 
strhwiicht. Auch Lanzi erhebt den Künstler. besonders der Fres- 
lten wegen, womit er Landhäuser und Palläste schmückte. Als 
sein Meisterstiiels erklärt dieser Schriftsteller den Ritt Clemens Vlll. 
und CarPsV. zu Bologna, in einem Saale des Hauses Ridolfi zu 
Verunn dargestellt, und auch (lureh Iiupferstich bekannt. Lanzi 
sagt, man könne lsein herrlicheres Schauspiel sehen, als dieses, 
und wie viele niusterltafte Darstellungen dieser und ähnlicher Gegen- 
stände in Horn, zu "Venedig und Florenz seien, so überraschen doch 
, keine so: eine grosse Volltsinexige, schöne Vcrtheilung der Figuren, 
Lebhaftigkeit der Bildnisse, schone Bewegungen der [Vlenschen und 
Pferde, hlzmnicltlaltiglseit der Trachten, Pracht, Glanz, Würde, 
Freude, und was Lanzi noch alles herausfand. Dieses Bild wett- 
eitert mit einem andern YVandbilde im Pallaste Murari a Ponte 
Nuovo, und es wird von Iiunstverständigen dem des Hauses Ri- 
dolli noch vorgezogen. Auch in Mantua sind Werke von ihm, "die 
bewundert wurden. Er wurde vom Cardinal Gonzaga mit Paolo 
Veronese u. a. dahin eingeladen, u-m den herzoglichen Pallast zu 
verzieren. Er malte da die Fabel des Phaeton, worin Lanzi, trotz 
den Beschädigungen durch die Zeit, doch die Seltsamlteit, Lebhaf- 
tigkeit und Fülle der Bilder und schwierigen Verlsiirzungen be- 
wunderte. Dann finden sich auch in Kirchen Bilder von ihm, wie 
der heil. Rochus bei den Augustincrn zu Verona, im Geschmacke 
Titian's. ln italienischen Gallerien lsoinmen Stalfeleibilder vor, öfter 
die Liebesgöttiti und Nymphen. Einige sind auf Schiefer und Mar- 
mor gemalt. In den Hauptgallerien des Auslandes räumt man ihm 
keine Stelle ein. Dieser Liünstler starb 1507 im 73- Jahre- 
Gregori stach sein in der Galleräe zu Florepz befindliches Bild- 
niss. Sadeler stach die Stigmausatxun des hell. Franz, Ourtman 
eine heil. Familie mit St. Ursula- 
PliCCi, Eduardo, Arbhitekturmaler, 
zierte Kirchen und Pallüste. 
lebte um 
in Mailand. Ver- 
1660 
Blßßlpder PuCClO, Fehce, genannt Brusasorci jum, nach dem 
Spitznamen seines Grossvaters, der die Gewohnheit hatte, Mäuse 
K zu verbrennen. Sein Vater Domenico gab ihm den ersten Unter- 
richt, aber schon in den Lehrjahren verwaieet, musste er seine 
Studien in Florenz bei Ligozzi fortsetzen. Er hielt. sich da einige 
Zeit auf, eifrig bemüht, in der Iiunst fortzuschreiten. Der jüngere 
Brusasorci iiheru-iift anch hierin den Vater, und ist im Style von 
jenem so weit vergchiedßn, Ciags nicht leicht eine Vesweckiselung 
vorgehen kann. Seine Qompositioneil sind so gefällig undeben so 
lubcnswerth in der Zeichnung, wie im Colorite. iVIan sieht von 
ihm lYIadunuen mit lieblichen Rindern und Engeln, Physiugnu-
        

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