Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1779302
Bibaltn , 
Juan 
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als tüchtiger Meister im Vaterlande angekommen. Er eilte in das 
Haus Don Vicente's, den er nicht traf, aber um ihm zu zeigen, 
wie weit er es gebracht habe, vollendete er ein eben auf der Staf. 
felei stehendes Gemälde desselben, und zwar mit solcher Meister- 
schaft, dass Jnanez in Staunen gerieth und ihm augenblicklich die 
Tochter zur Frau gab. Von nun an blieb er im Vaterlande, und 
es verbreitete siclrschnell sein Piuf durch dasselbe. nicht nur durch 
seine Werke, sondern auch durch tüchtige Schüler. Unter letz- 
teren ist sein Suhn einer der vorziiglichsten, dessen Werke sogar 
mit jenen des Vaters verwechselt werden könnten. Als Hauptbil- 
der erklärt Berniundez den hl. Franziscus bei den Iiapuzinern und 
die Madonna mit St. Bernhard im Kloster S. Miguel des los lleyes 
zu Valeneia. Geriihuit sind auch seine Malereien in der. grossen 
Capelle des Iilosters St. Catarina de Sena, und die Gemälde aller 
Altäre des Cullegiums del Senner Patriarclia, so wie die Gemälde 
des Altares aller Heiligen und des Altares St. Mena in der Parochial- 
liirchc von St. Martin zu Valencia, woran auch Juan Theil hatte. 
Zu Madrid sind zwei grosse Bilder, beide Christum am Iireuze vor- 
stellen, das eine im Cullcgio der Donna Maria de Aragon, das an- 
dere im Iiloster St. Philipp Augustiner Ordens. Diese Bilder sah 
man wenigstens noch vor dein Ausbruehe des Bürgerkrieges in 
Spanien. [In HUSPiUJl von Montserrate zu Madrid war eine Kreuz- 
abnehmung, Christus in der Vurhiille und die Gelangennehmung 
Christi. Das letztere dieser drei trefflichen Gemälde hat die rüth- 
selhafte Untersehrilt; 
Fra Sebastianus del Piombo invenit. 
Franciseus Ribalta Valentiae traduxit. 
Einige haben (lesswegen diese drei Bilder als VVerk des Se- 
bastiano erklärt, die demnach Rilialta nach Valencia gebracht ha- 
ben musste, wozu aber nVnleniiaee nicht passt. Don Francisco 
lsiinnte sich aber einer Zeichnung Piomhifs bedient haben. llnls. 
Museum zu llvlatlricl ist ein sehr bedeutendes Bild , welches 
den (IllIPiSIUSlBlClITIITIIXI zwischen zvfei Engeln vnrstellt. Dann wer- 
den ihin da zwei grossartige Bilder der Evangelisten Matthäus 
und Juhannes in einer Landschaft zugeschrieben, die aber mehr 
noch an Spagnoletto erinnern. i 
Iiii Anslande sind seine VVerke äusserst seltene, "wenn nicht 
vielleicht die letzten liriegsunrulien der Ilulnstbeute" gunstig gewe- 
sen sind. Im kgl. spanischen Museum lJPllHllPl sich eine lircuz- 
tragung. In der kgl. Eremitage m2]  ffeierslburg werden ihm vier 
Gemälde ZIJWGSClIPlGlJGII die im. "a eriewerse von [aheusliy um- 
rissen sind. n Das vorziilglicliste darunter stellt Christmiin iin Grabe 
vor , ein kleines enthält eine Scene aus dem Leben Joacliiiifs, das 
dritte die Befreiung der heil. Cuthariiia, und das vierte zeigt die 
Landschaft, wo das lircuz Christi errichtet ist. Ein fünftes Bild, 
dl? Opferung der 'l'nchter Jephtas, kann ebenfalls von einem der 
beiden Rlbalta herrühren. 
 Francisco de Ribalta stfu-b im Jänner 1623 zü Valencia, und 
in deriwsßlblin Jaläfe fulgge ihm auch sein Suhii nach. Palouiino 
zisst lin 5c iun 1 Q0 ster cn. 
Pubalta, Jlläln (10, Hislorienmaler, geb. zu Valencia 1597, war 
Schüler semes Vateiis Francisco, und mit solchem Talente begabt, 
dass er schon alsjungling von 18 Jahren ein Werk lieferte, {wel- 
ches zu den Meistcrslüclaen der spanischen Schule gezählt wird. 
Es ist diess ein grusses Gemälde in der Klosterkirche S. Miguel
        

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