Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rhenghiero, Rhenghieri. - Rubens, P. P.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778235
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1778391
Bäniy; 
Guäao; 
     
melei genannteyverden,"undeuph dielnichtininder gepriesenen Nlag- 
(hießen. in denener "sich ätnziungern'esseh' die Niobe zumiwor- 
bilde gewählt habe, diirftenäieine ganifattfrichtige Reue verrntihen. 
Dass ei-"in der Zelehntxng" des Nackten dem Dominichino in Hin- 
sicht der Strenge] und Gründlichkeit nicht gleich komme, sei 'ver- 
muthlich nur seiner Nachlässigkeit und seinem minder ernsten-Stu- 
dium zuzuschreiben. Doch iihertrel-Fe er durch die Ueberleiqerilici: 
seines natürlichen Talcntes jenen bei weitem in den Gewändern, 
wenigstens m seinen bessern Werken, und seine Oelgemiiltfieiei- 
gen eine ungleich leichtere und geschicktere Bßlliifllilülllßlleä'Plll- 
sels, als die des Dominiclninn. IhrColurit sei sehr veii-schieilen; 
Guido huldige in seinen lriiheren Werken der (lunklenlVInnicr 
des Carravaggin, und dann habe er einen leichteren und aiieeneh- 
1x1ereni'l'r.zn der Farbe gesucht; wie in seinenzu liiom befindaliilshci: 
Werk-Y"! de? Streit des heil. Michael milii dem Satan ieigei  Die 
Bilder 1'115, Seiner letztern Zeit seien in einem schwachen ,i erauen 
und grünlichen Tone gemalt, und gehen dadurch die Äunwlüzjglich- 
sie lYlanier (zu erlienncnj" in die" ein Maler in der  
yertlallen könne, weil sie anstatt des Wusdruclfs des L-ebens-iilen 
Charakter des 'I'udcs'trnge'. Was die Freshomalerei anbetreITe, so 
könne vielleicht die üben erwähnte Aurora von Seite des Culnriiliä ßlS 
das vurziiglichste (iemiilde auf nassen) Iiitllx betrachtet werden, wel- 
ches seit denlZeiten RnfacPs und Michel Angela's in Ronf yßerferti- 
get v-vurden. IUUSbBSOUClGPI: zeige dieses Werk eine  
"Zeitalter ungewvöhnliche Schlöniheilfiü der Ztisamntenstiälllmjw schä- 
_'x1er und munterer Farben: Die übrigen von diesem: Iiünztltip in 
Rom vnrltanrlenen Erresliogernälde liiiinen demselben in der Fall"! 
so'_we11xg, wie in; anderer Hinsieht gleich. Den "ausgezeichneten 
Hut, den Guido lYlS zufden ietztverflossehen Jnhrzehnten- behaup- 
fccte, habe der Künstler Wohl vornehmlich einer gewisiggnßhynuih 
'2u verdanken, die allerdings oft in das Mütte undUebel-t-l-igbenf, 
falle, aber ebenvilelleieht desswegen dem verweichliehtgn Gesdhma- 
ehe, derspäteren zeir-mn so besser entslirochexrhätterß i 1:, 
I Jhlclrliugler äGescgi.'dä'Mallerei' I.  ibeurthei-lt"säent-Iqünst- 
er von einem an ern tan un in aus','a' s nie ä teren Sßhfriihsßel. 
ler, besonders Lanzi, deriiiberall Vollkommenheit-und "diefßöch. 
"sie Anmuth in seinen Werlienäzrkönht."liugler sagt ebenfalls, Guido 
sei mit einenrltohcn Gefühle im SChÖnllGiT; sowohl was "die ein- 
Wlne FUND. als die harmonische Gruppirung des Ganzenv-änlze- 
lirliffl , "begabt gewesen, und hätte in Meiner freieren: Zeif vielleicht 
des Hoehste geleistetf aber gerade in seinen  sich 
 Bßlälllßcnheit jener Zeit ein dedtllicltsten. MDas Ideal; welches 
ei- sich seltiufr sei nicht "sowohl die schöne Nühlfiilql einem erhöh- 
      
ieeresmßtlrstrahtürn, dem es'an der individuellen Belebunggaü dem 
lpersönlieherrx "Ihseresäd fehle; dex-"Sühönheit seiner Fax-raten; vor- 
nehmlihhYler Köpfe (die meistrnach dem Muster der berühmtesten 
Antiken; nanientlieh nach denen der Niobiden, gebildet seien). 
Fläl" Grüppiiilngiilm "seinen Bildern merlie man die kalte Bei-ech- 
.n'llpg.lidessivexistaitidqs alhlllnd nicht eben häufig ringe sich- ein lö- 
jaengllges Gefuhlhihrläirelf;  ß   i"  7  ' 
" {Ein zindeireriSchriftsteller" W  " u Vaxrwenieen 
Jehräi) dielriunstschiitze EnglandlsigihggtdiiiieiigiisriindeiitalliensIdurzh- 
ferseht, der Gallerie- Direktor Wenigen?" Berlin, ne-nnttdeh Guidu 
lienilliiinstsverlte und Künstler im. III. 495)" ein Talent von sel- 
ffcnef Leichtigkeit der Erfindung, aber ohne grosee "Tiefe, von 
vielem Sinn für Suhönhcit der Phi-m und Anmuth dervßewagxxxlg.
        

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