Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1773561
Protarchus. 
Protogenes. 
93 
Alexandra Berthier, Duc de Neufchaiel, in ganzer Figur, 
mit dem Commandostabe in einer Landschaft mitliriegssco- 
neu, nach Berlier, punktirt, 1806, gr. roy. fol. 
Im ersten Drucke vor der Schrift. 
Der Besuch der Maria. La reconnaissance ouvre etc. C" 
deL, punktirt, qu. roy. fol. 
Naufrage de M. M. de Laborde sur Ies canots de la Pey- 
rouse, nach Crepin m1t Dissart gestochen, gr. qu. roy. ful. 
L'Amour fäit passer le temps, und Les Anges ä Pdglise et 
les Aumurs ä 1a maison, zwei Blätter nach Mallet, 1807 mit 
Dissart gestochen. 
L'Instiuct de 1a Musique, und I] ne dansera jamais si heu- 
reux, beide nach Mallet. 
PTÜtQTCIIT-IS, Edelsteinschneider, der Urheber einer berühmten Gemme 
im florentinischen Museum. Sie stellt den Eros dar, wie er durch 
Iiitharspiel den Löwen besänftiget, mit Protarchos Namen, der 
aber früher Plotarchos gelesen wurde. Abgebildet, Galeria di Fi- 
renze, Gemme 2. 1.; A. Malfei, Giunte alle Gemme dell" Agostini 
 III. N0. 12. 
PFOIOgBIIGS, Maler und Erzgiesser von Caunus, berühmter Zeitge- 
nosse des Apelles, der aber länger lebte, als dieser Meister, zwi- 
schen Q1, 191i  120. Von armen Eltern geboren, war er sein 
eigener Meister, lebte aber bei aller Geschicklichkeit bis in sein 
füiifzigstes Jahr in uliverdienter Dunkelheit. Bis dahin soll er 
sich vom Bemalen der Schiffe genährt haben, und vielleicht goss 
er auch manchmal eine Statue; denn Plinius setzt ihn zur Classe 
derjenigen liiinstler, die Athleten, Jäger, Bewaffnete und Opfernde 
bildeten. Zum Ruhme gelangte er endlich durch Apelles, dessen 
Genie über jede niedrige Gesinnung erhaben war. Apelles sehiiite 
sich seinetwegen nach Pihodus ein, wo Prom enes wohnte, fand 
ihn aber nicht zu Hause, sondern nur ein aites Miitterchen und 
eine grosse 'I'al'el, die zum Bemalen hingestellt war. Auf die 
Frage, wessen Besuch sie dem Prutogenes ankündigen sollte, sagte 
Apelles nur: Dessen, indem er einen Pinsel ergriff und eine Li- 
nie von der höchsten Feinheit über die Tafel (per tabulum) zog. 
Protogenes, zurückgekehrt und die Linie sehend, rief sogleich, 
Apelles sei angekommen, denn kein anderer vermöge etwas so 
Vollkomiiienes zu machen. Er ergrilf daher einen Pinsel, und zog 
mit einer anderen Farbe eine noch feinere Linie in jener Linie, 
flnd befahl, dem Fremden, wenn er wieder komme, zu sagen, der- 
]enige, den er suche, habe diese Linie gezogen. Apelles kam wie- 
der, und erröthend sich iilzertroden zu sehen, ergriff er zum zwei- 
ieflmale den Pinsel, und theilte mit einer dritten Farbe die Linien 
mit solcher Feinheit, dass kein Baum mehr übrig blieb. Prctoge- 
"PS eilte jetzt nach dem Haveii, um den Gast aufzusuchen, und 
ßfch als überwunden zu bekennen. Von dieser Zeit an verbreitete 
ßlfih der Ruhm des Protogenes, denn Apelles bot ihm selbst für 
eines seiner Gemälde 50 Talente, zunächst uui die Rhodier auf 
das Verdienst des Meisters aufmerksam zu machen. Die Tafel mit 
den drei Linien wurde nach Pliiiius als ein Wunder betrachtet, 
SH! soll aber beim Brande im Hause des Kaisers auf dem Palatin 
111 Grunde gegangen seyn, mit den Werken vieler anderer grosser 
Meister. unter welchen die leere Tafel des Protugenes den ersten 
Pfimg behauptete. Die Stelle, an welcher Pliuius von dem Wett- 
elter 591d" Meister spricht, hat indessen zu mancherlei Vermu- 
thungen Anlass gegeben. Einige nahmen die drei Linien für nichts
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.