Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1773521
Valerius. 
Profondavalle", 
Prokop , Philipp. 
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17. Jahrhunderts zu München, gewöhnlich in Holz. In der St. 
Peterskirche daselbst sind neun Apostel an den Pfeilern sein Werk. 
Der Apostel Paulus istkvon Ableitner. und die beiden ersten von 
Faistenberger. Diese lebensgrossen Figuren gehören zu den be- 
sten Arbeiten damaliger Zeit, sie verloren aber durch die neuere 
Uebermalung und Vergoldung sehr viel an Bestimmtheit. In der 
heil. Geistkirehe zu München ist das Tabernackcl und der engli- 
sche Gruss von ihm gefertiget. 
Prßfündavallea Valerlus, Maler von Löwen in Brabanty liess 
sich um 1550 zu Mailand nieder, und arbeitete daselbst die ganze 
Hälfte des Jahrhunderts durch. Er malte auf Glas, auch in Oel 
und Fresco, besonders im Auftrage des Mailändischen Hofes. Starb 
IÖOO im 67. Jahre. 
Seine Tochter Prudentia malte ebenfalls historische Darstel- 
lungen, mit nicht minclerem Beifalle. Bliihte um 1590. 
Provondavalle, Prudentia, s, den obigen Anikei, 
Proger, GlllCh Hihan, Kupferstecher, verrnuthlich Goldschmid, 
arbeitete in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Er stach Or- 
namente zum Gebrauche der Goldschmide in Kupfer, und bezeich- 
nete dieselben gewöhnlich mit einem Monogramme. Bartsch, P. 
gr. IX. p. 33, beschreibt neun Blätter mit diesem Monogramme, 
-er kannte aber den Stecher nicht namentlich. Sein Name, nebst 
dem Monogramme, findet sich aber auf einem Blatte, welches 
Bartsch nicht kannte. Es stellt den Deckel einer Tabaclisdose dar, 
wo man in der Mitte einen Schild mit folgender Inschrift sieht: 
Gilich Iiilian Prager mit Anno 1640. 
Prohaska, s. Prochaska. 
Prolioff, 
Broläoff. 
Prol-top, Philipp, Bildhauer, wurde 1740 zu Rohberg im König. 
grätzer Kreise geboren, und schon als zarter Knabe hatte er nichts 
sehnlicher zu thun, als Bilder in Thon zu modelliren. Doch 
musste er bis in sein neunzehntes Jahr bei seinem Vater das Schuh- 
macherhandwerk treiben, und als er endlich glaubte, sich der 
Kunst widmen zu können, war es wieder nur ein Tischler, der 
ihn einige Handgriffe im Schnitzen lehrte. In seinem vier und 
zwanzigsten Jahre kam er als Tischlergeselle nach Wien, hatte 
aber das Gliick, zu dcrn Bildhauer Joseph Schrott zu kommen, 
bei welchem er in kurzer Zeit ein tüchtiger Arbeiter wurde. Schrott 
hatte damals für den Fürsten Esterhazy mehrere Werke auszufüh- 
ren , da dieser seinen Sommerpallast Estcrhas verzieren liess, und 
später fand Prolßop bei dem Hofbildhauer B. Moll Arbeit, der ihm 
Jetzt auch in der Behandlung des Marmors und des weichen Me- 
talls Anweisung gab. Nebenbei besuchte er die k. k. Akademie 
der Iiiinste, und obgleich er nur des Abends anwesend seyn 
künßlß, so wagte er es doch um den Preis zu concuniren. Es 
wurde ihm der zweite zu Theil , und was für ihn noch wichtiger 
W313 er Erhielt jetzt auch nicht unbedeutende Aufträge. Zu seinen 
ersteren Werken von Bedeutung gehören die Sculpturen im der 
FaQade der Residenz des Fürsten Primas Batliianv in Presshurg, 
und besßndßrs die Gruppe des Aeneas mit seinem- Vater Anchises 
auf den Schaltern im Garten zu Schönbrunn. Maria Theresia be-
        

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