Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1773389
Prince , 
Angran d 
Princä , 
Jean 
Baptist. 
75 
nahm Gemälde von Rafael, Dürer, Giulio Romano und anderen 
berühmten Meistern zum Vorbilde, und copirte sie mit grusser Far- 
benpracht auf Glas. In der Cathedrale zu Beauvais ist ein Chri- 
slusbilcl nach Dürer von ihm gemalt. Dann ist er der Maler der: 
prachtvollen Fenster v_0n St. Etienne de Beauvais, wo er die Bild- 
nisse Carl IX. und seiner Familie darstellte. Der König erscheint 
als St. Eustach. mit seiner Frau und zwcien Kindern. Dieses 
Werk ist in Muntfauconk Ixlonumens de la Monarchie franqaise 
V. pl. 25 gßälüßhen, und in Willemixfs Monumens lrauqaiä inädllS. 
A- L9 PYinCC Starb 1550 im hohen Alter. 
PIIIICG , Jean BDPIZISIZ, Maler und Iiupferstecher. geboren zu Metz 
1755, gestorben zu Lagny 1781. Dieser, als Erfinder der Tusch- 
manier bekannte Bünstler, war Schüler von F. ßoucher und von 
Vien, und so wie viele andere Iiünstler seiner Zeit," so huldigte 
auch er der {lauen Weise jener Meister. Im Jahre 1757 begab er 
sich nach St. Petersburg, um die nationalen Sitten und Charakter- 
züge jenes Landes kennen zu lernen. Le Prince entwarf da zahl- 
reiche Zeichnungen, welche Costums und häusliche Scenen der 
Bussen und Tataren vorstellen, und der Künstler hat hierin das 
Charakteristische jenes Volkes öfter glücklich erfasst. Diderot wid- 
met dem damals noch jungeh le Prince in seinem Essais sur la pein- 
ture p. 194 eine besondere Betrachtung, und meinte, aus dem Iiünst- 
ler dürfte etwas Tüchtiges werden, weil er einen guten _Gruud ge- 
legt habe, sehr gut zeichnen könne. Durch seine Zeichnungen, 
und durch seine Blätter in Tuschmanier hat le Prince auch immer 
{die meiste Aufmerksamkeit erregt. Doch auch seine Gemälde wur- 
den mit grossem Beifalle aufgenommen , und viele derselben 
von den besten Stecher-n damaliger Zeit gestochen, von St. 
Aubin, J. P. le Bas , Masquelier, Godefroi, Dcsmarteau, de Lau- 
nay, Gaillard, le"Veau, Helman, Parizeau, de Longueil, le Mire, 
Dßvid, Dllßloßgßenxjlßiuel, LiÖnard, Marin, Tilliard, Dequevau- 
 viller u. a, Es sind dies Genrestücke und Studien. Anonym ist eine 
grosse radirte Ansicht des Hafens von St. Petersburg, eine Begräb- 
nissfeierlichkeit, das Innere eines Bades, und zwei landschaftliche 
Ansichten aus Russland. Leprince hat aber auch Bildnisse gemalt, 
und Costüms, besonders russische. In der 'I'uschmanier hat der Iiünst- 
ler Epoche gemacht, und die Sache zu höherer Praktik gebracht, als 
Le Blond, A. Schweikard und P. A. Barabö. Houcl und Prcstel ha- 
ben bekanntlich das le Princäsche Verfahren noch mehr vervoll- 
kommnet. Seine Platterrbelicfen sich über 160 Stücke, welche von 
den Iiußnsthändlern Basan und Chereau gekauft wurden. Die Abdrü- 
cke erschienen unter dem Titel: Oeuvre de J. B. Le Prince etc. 
A Paris chez ßasan Freze MDXXLXXXIL. roy. fol. Er schrieb 
auch eine eigene Abhandlung über sein Verfahren, unter dem Ti- 
tel: Traite de la gravure au Lavis. Le Prince war Mitglied der 
 Akademie von St. Petersburg und Paris. 
Badirungen. 
Le Printenlps; PHzver, 2 Blätter, 8. 
Le colurnbier; 1a basse-cour; lel marchand de cowasse; 1c 
römouleur, 4 Blätter, qu. 8. 
Le cabaret livonien; la cuisine livonicnne, 2 Blätter, qu. 4. 
Le chariot; le joueur de halalayß, 2 Bliillßr, lil. 8. 
La promenade en hiver; La cumplaisancc; Betuur de la pru- 
mßnildß; La femme mariöe et ses enfans, 4 Blätter, bezeich- 
net: Le Priuce 1764,  und qu. 1b]. w
        

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