Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1773283
Prieur. 
Primaiiccio , 
Francesco. 
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fein, 
sehr 
Ihrnisch, von gelblichem Alabaster. Die Auffassung ist nicht 
hat aber etwas sehr Lebendiges, und die Ausführung ist 
sorgfältig. 
Pflellf, Emailmgler, dessen Lebensverhältnisse unbekannt sind, der 
mit dem folgenden Adrian vielleicht Eine Porsuxl isl". In der [sö- 
nigl. liunstkummer zu Berlin ist von ihm ein kleines Purtraiune- 
daillon, mit der Inschrift auf der iliicliseite: Prieur fecit 1645. Es 
ist das Bildniss eines Feldherrn mit dem goldenen Vliesse. S. liug- 
lcr's Beschreibung der Iiunstlsanuner S. 155. 
Prieura Adnan 1er Maler, ein Franzose von Geburt, wird unter 
die Schiller des L1. Higaud gezählt, was unrichtig ist, wenn es 
nicht noch einen jüngeren Hiinstler dies-es Namens gegeben hat. 
A. le Pl'iCL1l' arbeitete schon 1666 in Cupenhagen, und wahrschein- 
lich in Paris uder anderviiirts uuch früher, während 11. Piiguud erst 
165g geboren wurde. Er blieb bis 1087 in Copexihagvn, und malte 
viele Bildnisse in Miniatur; auch- König Friedrich III. P. Drevet 
stach nach ihrn das Bilduiss des Ministers Claude le Blanc; C1. 
Drevet jenes von P. Calvariac; C. Duflos das Portrait eines Iiriegs- 
cuntrolleur etc. 
Prillwitz, Ferdinand, Zeichner und Bildhauer, bildete sich um 
1820 auf der Alsaclemie der liiinste in Berlin, und lebte auch noch 
die nächstfolgenden Jahre in LllBSCP Stadt. Er modclliite verschie- 
dene Reliefs und andere Bildwverlie. Seine Zciclnnxlngul sind in 
Iireide und Tusch, auch in Sepia und Aquarell ausgeführt. 
. . . 
Primaticcio, Francesco, Maler und Stuecatorer, auch Abbas de 
San Martina, Abbe de St. Martin, il Bologna und F. Bolognese 
genannt, wurde 1490 zu Bologna gebureu, und sein strebender 
Geist warf sich schon frühe auf die bildende Iiunst, worin er un- 
ter Innocenzo da Iniula und Bagnaeavallo glänzende Fortschritte 
machte. Später zog ihn der Ruf des Giulio Ruine o nach Mantua, 
wo er selbst den Ruhm eines hochbegabten GESLgtiChiSIU-Qlßlß und 
Stuccuarbcilers griintletc. (iiuliu bediente sich seiner Beihiilfe 
bei Älläätlltllliitilkllllg des Palazzu de] Te, und da sind daher seine 
früheren Arbeiten zu suchen. "Eines seiner Hnuptwerhe ist der 
nach Giuliifs Angabe ausgeliihrte TE-iuniphzug , dessen wir im Ar- 
tikel des letzteren bereits erwiilint haben. In dem an den Saal 
der Psyche stussenden Cabiiaete sind ebenfalls die Arbeiten in 
Stncco vun Priinaticcio, und clie vier herrlicher: Adler, welche den 
Frir-s des folgenden Zimmers zieren. Alle Curie hatte Priinaticciu 
zwei praclitvulle Friese mit Victuricn und andern Gestalten in Stuccu 
gebildet. Sechs volle Jahre brachte der liiinsller in lYlantua zu, 
bis endlich der Huf der inantuunischen NVerlie in liiiiiig Franz l. 
vnn Frankreich die [Segierde erregte, sein Luslsehlussfnntaine- 
bleau iin gleichen Sinne verherrlichet zu sehen. Der litimg hatte 
1528 nach Serliifs Pliinen dieser. berühmte Schloss bauen lassen, 
und zur malerischen Ausschmiicknng desselben den Rnssu aus Ita- 
lien berufen. VVas dieser Hiinstlei- daselbst gearbeitet, und von 
wein er dabei unterstiizt wurde, haben wir in ilossifs Biographie 
auseinander gesetzt, später kam aber durch Yerniittlung des drede- 
rigw Gvülßgu Primaticciu in Dienste des liimigs. Franz von krank- 
reicli. Doch beginnt dessen volle malerische VVlFliSnHtltGil erst un- 
ter Heinrich IL, dem Sohne Franzens, der als Beschützer und 
Freund der bildenden Iiünste in die Fussstapfcn seines Vaters trat. 
lYr-iglcfs liiilzsiler-Lca-x. Bd. XII. 5 
        

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