Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777918
Rembrandt. 
KVE! I1 
Byn , 
Paul. 
der in der Mitte des Blattes erscheint. Unten rechts steht: 
Rembrandt 1650- Oben abgerundet. H. 5 Z. 5 L., Br. 5 Z. 
9    
Dieses Blatt ist geätzt und niit der kalten Nadel sehr 
sorgfältig vollendet. Bartsch und Claussin beschreiben zwei- 
erlei Abdriicke, letzterer aber genauer. 
I. Das Dach des Hauses rechts gegen den Thurm ist fast 
ganz weiss, so wie dasjenige vor dem Thurme, das nach 
links hin verlängert ist. Oben auf den Bäumen zur 
Rechten sind weisse; Stellen, so wie über dem Namen 
Bembrandfs ein Theil weiss ist. Die Platte wurde des 
Bartes nichtlberaubt, und so haben diese Abdrücke im 
Allgemeinen einen kräftigen Tun. 
ll. Die weissen Stellen sind mit der kalten Nadel überarbei- 
tet, so mit ist die Platte gleiclimiissig behandelt, und die 
kräftigen Tinten, welche der Bart verursachte, sind noch 
ungeschwächt. Man könnte mit den guten Abdrücken 
dieser Art, welche sammtartiger Schwärze sind, und im 
Grunde unrein erscheinen, die Reihe beginnen. Die 
 snäteren Abdrücke sind weniger brillant. (Ein sehr gu- 
ter zweiter Druck. Bei Aretin 19 fl.) 
327) (B. 21g. C. 216.) Die Lefndsehaft mit dem Zeichner (au des- 
sinateur), rechts vorn an einen Hügel gelehnt. Nach links 
hin sind zwei Strohhiitten und auf der Heide einiges Vieh- 
 
Dieses Blatt ist leicht und geistreich radirt, aber von kei- 
ner grossen Wirkung. (Bei Aretin 10 fl.; bei Sternberg 7 
Thlr. 18 gr.) 
528) (B. 220. G. 217.) Der Iilirt und seine Familie. Er steht mit 
dem Stock in der Rechten, und den 'l'0pf in der anderen 
hinter seinem Weib, welches in der Mitte unten mit dem 
Kinde auf dem Schoosse sitzt. Nach links hinsieht man 
 mehrere Schaafe. und in der Ferne einen Fluss mit Bäu- 
men, und ein Haus auf dem Berge. Links oben sehr fein 
geschrieben: Rembrandt f. 1641. n. 5 z. 6 L., m. 2 z. 
O L. 
Dieses geschmackvoll behandelte Blatt zeigt im Grunde 
immer unreine Stellen und Ritzen, weil die Platte nie rein 
polirt wurde. (Bei Aretin 18 fl.) 
52g) (B. 221. C. 218.) Der Canal (lecanal), so gebannt, weil im 
Vorgrunde ein Canal gezogen ist. In der lYlittc sind einige 
 Hütten mit Bäumen, rechts zeigt sich ein breiter Weg, und 
eine Brücke über einen zweiten Canal, in der Ferne sieht 
man ein Dorf. Links bemerkt man durch zwei Bäuuie hin- 
durch eine Barke mit Segel. H. rechts: 5 Z. links: 2 Z. 
9;- L., Br. 7 'l..1o L. 
Dieses sehr seltene Blatt ist ganz mit der kalten Nadel 
behandelt, und dann im ersten Drucke vorhanden, wenn 
es von irischer und sammtartiger Schwärze ist. Später ver- 
schwand der Bart der Platte und damit auch die kräftige 
Wirkung. Die Abdrücke dieser letzteren Zeit sind schwach 
und grauliclt, und selbst die Gegenstände erscheinen ver- 
wischt. Die Copie von B. Wilson ist ebenfalls von de? 
Origiualseite. 
550) (B. 222. C. 219.) Die Baumgruppe (le bouquet de boxs.) 
Links sind zwei grosso Biiume skizzenartig behandelt, und
        

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