Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777541
Rembrandt van Byn, Paul. 491 
Ü 
dass die kleinen Figuren im Grunrle- zur Rechten des 
erschruckencn lWannes hurt retuuchirt sind. C. IV. 
V. Der erschrockc-ne Mann zur Rechten ist mit einer Haube 
bedeckt, und der Mann mit dem grussen Barte hat ein 
sehr niederes Häppchen _auf, das die Stirne frei lässt. 
Das YVeib, welches den Lazzirus ansieht, hat einen ganz 
anderscharakterisirten Kopf, als in den beiden vorher- 
gehenden Abdriicken. C. V., B. III. 
VI. Der Alte mit dem grcssen Barte, welcher im obigen, 
Drucke ein niederes Itiiippcheu auf hat, ist mit einer 
turbnnartigen Haube bedeckt. Auch seine Gesichtszüge 
sind anders. Die zwei Iiöpfe unter dem rechten Arm 
des crschrockenen Mannes sind scharf umrissen, und 
der Iiopf, welcher dem Greise mit dem grossen Barte 
am nächsten steht, ist mit einer Haube bedeckt. C. VL, 
 B. IV. 
Die alten Abdrücke mit der Haube kennt man an 
einem schwiirzlichen Flecken unter der Nase der er- 
schrockenen Frau, im Grunde rechts. Er bildet einen 
Schnurrbart, und je scbwvärzer dieser ist, desto älter ist 
der Abdruck. (In der Sternbergßchen Auction wurde 
ein ansserurdentlich lträftiger Abdruck mit 5 'l'hlr. 20 gr. 
bezahlt).  
VII. Ganz retouchirt. Man unterscheidet diesen Abdruck 
 von dem obigen durch den Schatten, der unter dem 
Kopfe des Greises mit dem grossen Barte ist, und wel- 
cher sich bis zu dem Gesichtsumrisse "desjenigen, der 
dem Greise am nächsten ist, erstreckt, statt dass im vor- 
hergehenden Abdrucke zwischen diesem Iiupfe und dem 
erwähnten Schatten eine weisse Stelleist. C. VIL, B. V. 
D, V. Denon hat dieses Blatt copirt, nach dem Ab- 
drucke VI. Diese Copie ist bis zur Verwechslung genau, 
nur am Buchstaben f. nach dem Namen Rembranclfs zu 
erkennen. Rembrandt setzte nach dem f nur einen ein- 
fachen Punkt, Denon setzt aber noch einen perpendi- 
kuliiren, unten nach links gebogenen Strich bei. 
In einer gegenseitiger] Cupie erscheint Christus rechts 
und unten steht: Lazare veni forzis. M. ltiiisell sc. gr. 
fol. Schöner ist Cumano's Copie von der Gegenseite. 
181) (B. 7d. G. 78.) Das Hundertgulclenblatt, Christus vorstellend, 
wie er die Kranken heilt. Jesus steht in lYIitte des Blattes 
mit erhobener Hand; und spricht zum Volke. Irn Vorgrunde 
liegt ein krankes Weib auf dem Buden, und__fleht, so wie 
mehrere andere Leidcnde, den Herrn um Hulfe an. Man 
sieht rechts deren viele, und links eine Anzahl von Zu- 
scheuern. Die ganze rechte Seite ist im Schatten, die linke 
llCll. u. 10 z. s L.. Br- 14 Z. 8 L- 
Diess ist unstreitig das schönste Blatt Rembrandfs, aber 
im guten Drucke nur zu selten und zu theuer, alS dass 
weniger hemittclte Iiunstliebhaber selbes erwerben könnten. 
Die Benennung "Ilundertguldenblatt" soll schon zur Zeit 
des Meisters geschöpft wurden seynhbci Gelegenheit, els 
ihm ein italienischer Iiunsthändler für iOO Gulden Kupfer- 
stiche anbct, wogegen ihm Rembrandt einen Abdruck seiner 
Platte mit der Heilung der Lahmen versprach. 0b das Blatt; 
den Namen wirklich daher habe, lassen wir (lahingestellt 
scyn", dass es aber gleich antengs theucr bezahlt wurde, ist
        

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