Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777492
Rembrandt 
van Byn , 
Paul. 
165) (B. 58. C. 62.) Die Ruhe in Aegylwten. Maria sitzt mit dem 
schlafenden Iiindc auf dem Schuusse neben Joseph, der in 
der Linken eine Frucht und in der Rechten das Messer 
hält. Links unten: Rembrandt f. 1645. Diese Darstellung 
ist nur im einfachen Umrisse radirt, aber ganz schwach, da 
das Seheidewasser nicht gewirkt hat. Auch ist das Blatt 
äusserst selten im guten Drucke. H. [t Z. 10 L., Br. d. Z. 
5 L. (Bei Aretin g fl. 48 kr., bei Sternberg 5 Thlr.) 
166) (B. 59. C. 63.) Die Ruhe in Aegylaten, ein Blatt von größte;- 
Seltenheit. vielleicht als einzig zu betrachten. St. Joseph 
sitzt rechts auf dem Boden mit einem 'l'upfe zwischen den 
Beinen. und einen Napf in der Rechten haltend, aus wel- 
chem die heil. Jungfrau dem liinde zu essen gibt. Neben 
dem Esel steht ein Iiurb mit verschiedenen Utensilien. Die- 
ses Blatt ist fast nur im einfachen Umrisse radiit, wahr- 
scheinlich einer seiner ersten Versuche. Als ein Werk Rem- 
brandVs erklärt man ihn desswegcn, weil das Blatt in der 
Sammlung des Iiupfersteehers J. Houbracisen sieh befand, 
welche jene Blätter enthielt, die der Bürgermeister Six un- 
mittelbar von Rembrandt erhielt. Später kam das Blatt in 
den Besitz des J. Bernard, aus dessen Sammlung Mehreres 
in das brittische Museum gelangte. H. 3 Z., Br. ÖZ. 1 L- 
167) (B. 60. C.  Die Rückkehr aus Aegypten. Maria und 
Joseph fiihren (nach rechts) das Jesuskinti an der Hand, vor 
ihnen läuft der Hund, und im Grunde ist bergige Land- 
schaft. Rechts unten: Rembrandt f. 165i H. 5 Z. 6 L., 
BP. 5 Z. 4- I4. 
Die ersten Ahdriiclte kommen von der Platte, ehe sie mit 
dem Schaber übergangen wurde. Die Eindrücke des Grates 
verursachten einen an die Schwvarzkunst erinnernden Ton, 
welcher später ziemlich verschwand. Die schönen alten Ab- 
drücke sind sehr selten. 
Es gibt eine Copie. 
168) (B. 61. C. 65.) Die heil. Jungfrau mit dem Hinde auf Wol- 
ken, die Augen nach dem Himmel gerichtet. In den VVol- 
Ren sieht man einen umgekehrten Iiupf, der mit der Hand- 
lung in keiner Beziehung zu stehen scheint, und darunter 
steht: Rembrandt f. 1641. H. 6 Z. 5 L., Br. 3 Z. 11 L. 
P. Yver sagt im Supplemente, dass von diesem Blatte 
zwei verschiedene Abdrücke existiren, die sich besonders am 
Mundeder heil. Jungfrau unterscheiden diirfteh. Claussin 
fand diess bestiitiget, bemerkte aber ein untrüglicheres 
Zeichen. 
In den friihen Abdriicken findet man die Spuren des 
Grates, und diese Exemplare sind viel glänzender, als div 
geirvillmlichen, die nie sehr kräftig erscheinen. Sehr selten- 
166) 
167) 
169) 
(B. 62. C. 66.) Die heil. Familie mit Joseph. der im Grunclß 
links in einem Buche "liest. Maria sitzt rechts, und reicht 
dem Kinde die Brust. Rechts unten an der Stufe steht: Hß 
Dieses Blatt ist leicht und geistreich raclirt und selten. H- 
2 Z. 7 L., B122 Z. 3 L. 
Bartsch und Claussin kennen folgende Abdrücke: 
I. iVIan sieht in der Mitte eine ofTcne Arkade. 
U. Der Grund ist mil Strichen bedeckt. (Bei Aretinzö 3- r 
Slcrnberg 2 "Fhlr. 3 gin).  
Denouk Cepiviat von der Gegenseite.
        

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