Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777394
Rembrandt 
van 
Byn, 
Paul. 
135) (B. 361. C. 551.) Die lesende Frau,_in halber Figur sitzend, 
den Kopf auf die rechte Hand geneigt, und mit der anderen 
ein Blatt des Buches fassende Die Arbeit ist geringe, aus 
RembrandVs frühester Zeit, aber sehr selten. H. 5 Z. 11 L, 
Br.-5 Z. 9 L.  
1511) (B. 562. C- 352.) Halbe Figur-einer alten Frau, mit einer 
länglichten Haube, und die Brille auf der Nase, da sie mit 
Eifer in dem Buche liest. Sie ist links angebracht und nach 
rechts gerichtet, auf vveissem Grunde, bis auf einen leichten 
Schatten in der Höhe des Gesichtes. H. 2 Z. 10 L, Br. 
'2 "Z. 6 L. 
Claussin nennt irn Supplementbande einen Abdruck, wo 
in der Richtung des Kopfes Flecken im Kupfer sind. Auch 
der Band ist uneben und rauh. Letzteres deutet wohl nur 
auf einen Prohedruck. 
V. Darstellungen aus dem alten Testamente. 
155) (B. 28. C. 54.) Adam und Eva im Paradiese. Letztere, in 
 Mitte des Blattes sitzend, sucht den Mann an ihrer linken 
Seite zu überreden, von der verbotenen Frucht zu essen. 
Rechts sieht man den geflügelten Dämon auf dem verhäng- 
 nissvollen Baume. In der lYlitte unten, im kleinen Rande: 
Rembrandt f. 1658.   
Rembrandt hat hier das erste Menschenpaar hässlich dar- 
gestellt, und geringe Iienntniss der Form des Nackten be- 
wiesen. Dagegen herrscht aber in diesem Blatte jene ange- 
nehme Wirkung, welche wir in den VVerken dieses grnsscu 
Meisters im Allgemeinen bewundern. H. 6 Z. 2 L. mit dem 
Unterrancle; Br. 4 Z. 4 L.  
 Bartsch und Claussin kennen zweierlei Abdrücke. 
I. Mit einem Lichtreflex auf Evens dicherem Theil des 
rechten Schenkels. (Bei Aretin 15 (l. in sehr schönem 
Drucke.)  
II. Dieser Lichttheil ist zugedeckt. 
Es gibt eine'Copie von diesem Blatte, die schön und 
täuschend ist.  
156) (B. 29. C. 55.) Abraham mit den drei Engeln am Gästtisclw 
von der Sara belauscht, die links hinter der halbgeöllne- 
ten Thiire sichtbar wird, und uber die verkündenden Worte 
der himmlischen Boten lacht. Einer der letzteren sitzt auf 
dem Tische. Links unten steht ganz schwach der Name Rem- 
hrandfs und die Jahr-zahl 1656, was auf die letzte Zeit des 
Künstlers deutet. Dennoch erscheint dieses Blatt im guten 
Drucke tredlich gearbeitet. H. 6 Z., Br. 4 Z. 10 L. 
I. Vdn einem, an' die Mezzotinto-Manier erinnernden 
 4 Ton, indem Rembrandt die Schneidnade] angewendet, 
und den Grat nicht abgenommen hat. (Bei Aretin ein 
sehr schöner Druck 4 fl. 5 kr. 
II. Der sammtartige Ton ist verschwunden. sei es, dass die 
Platte mit dem Schaber übergangen, odervielmehr ganz 
t ausgedruckt wurde. Diese Abdrucke sind hart, von un- 
angenehmem Eindruck, und nicht" von Werth. 
137) (B. 30, C. 57.) Abraham verstösst die l-Iagar; ersterer steht in 
orientalischer Kleidung in Mitte des Blattes vor der Hausthiire; 
und rechts entfernt sich die "Hager unter Thränen. Den 1s- 
 mael sieht man vom Bücken rechts zur Seite des Patriarchen,
        

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