Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777225
Rembrandt 
van 
Byn , 
Paul. 
459 
Bartsch beschreibt zwei und Claussin drei verschiedene 
Abdrücke von diesem Blüllß, letzterer unterscheidet sie aber 
genauer.     
I. Ohne Namen HembrandVs und des Bürgermeisters, und 
mit einer llrnstmaucr am Fenster, wL-llchß bis an die 
Ilülfte des Armes reicht. Der obere Plattenrnnd ist thcil- 
 weise unrein: Auf chines. Papier und von äusserster 
Seltenheit. B. IVC. I.    
II. Die Bruslinauer unterdrückt, im Bande rechts steht: 
Rembrandt f. 16W, diebeiden mittleren Zeichen ver- 
lsehrt." Dieser zweite Druck ist aber so kräftig und 
snnnntnrtig von Ton, wie der erste, wenn des Blatt 
gut erhalten ist. (Stei1gel'sche' Auetion 01 fl. 12 km, 
Aretixfsche A-uction U0 ll. 30 lsr.).   
III. im Rande links steht: Jan Six. AB." 29. und in derEclte 
 Yßchlä: lißllllllnflßll li- JÖZIT, die Zeichen in gehöriger 
 Ordnung. Auch die dritten Abdrücke sind in guten 
Exemplaren nricb von grusser Lebhaftigkeit des Tuns 
"und snmnitartig.   
IV. Die Abdriirlae von der abgeniitzten Platte, sehr schwach 
"und blass. Es gibt aber Exemplare, die mit dem Pinsel 
 und mit Tusch retouchirt sind, um ihnen einen kräfti- 
geren Ton zu geben. Auch ist der Name Zlan Six aus- 
gelsratzt, um solche" Abdrücke fiir zweite auszugeben.  
V. Von "den Kbdriiclaen der letzten Art sind einige aus 
neuerer Zeit, denn die Platte ist nicht zu Grunde ge- 
gangen, wie man über 100 Jahre geglaubt hat. Gegen 
linde-des vorigen Jahrhunderts besass sie Boydell in 
 London. J     I 
Das Bildniss des Bürgermeisters "Jan Six ist eines der 
schönsten Blätter des Meisters, in Hinsicht des Hell- 
Vdunkels ein wahres Gemälde. Dazu kommt die ausser- 
ordentliche Seltenheit der guten" Abdrücke, nnd so wurde 
diese Zierde eines Cabinets oft zu enormen Preisen be- 
zahlt. Der Abdrucl; auf der kaiserlichen Bibliothek in 
Wien, zur zweitenßßlasse gehörig, wurde 1732 mit 500 
 Gulden bezahlt. ßDiesesiExamplar ist aber vollkommen: 
  in allenirThcilen, selbst mit breitem Bande versehen, 
(w was selten vorkommt, da-ßdiewßlätter Rexnbrandüs ge- 
wöhnlich bis an den Plattenrnndvbesehnitteu sind. Diesen 
 Abdruck ltautte-Gersaint-in EFullan-d für den Abbe Fleury 
und bei der Versteigerung der Sammlung dieses Cano- 
  inicusserwvarb 'ihn"det "Prinz Conti, um das Blatt dem 
Mr. Servat zuzhlGesehenlteizü- machen. 'V0n diesem er- 
 fbielt es Basan, welcher es-"dem liuxisthiintller Artaria in 
  {Wien iibepliasiaywund dieser verlaaiifte den schon in Paris 
  bgfühmtguußgßdrljökTiIlIWSÜOEilQ- an (llevllblißllliulllelä da- 
;   selbst."  am "1154 veranstalteten Auetion der Samm- 
lung" debiuHs Tonneman zu Amsterdam wurde dieses 
.'Blatt mit A516 iflwbezalili; 1829 gßlt" i" München ein 
  ziemliehguterlAbdruckviiäü fl-r mmvlmääälge vhngefiibr 
Q Louisdbr und selbst ganz blasse noch 15 _ 20 f], 
Von den Cnpien, welche von (llßäem berühmten Blaue 
 existiren , lsonunt die von 13- 535"" gßtßrtigte dem Origi- 
 nal am niicihsten, uhglclCl) iie_,deinselben an Geist und 
Zartheit der Behandlupgßn, der Harmonie des Ganzen, 
und in jenem salnmtartigen ATone ebenfalls weit nach- 
ateht. Der Name JAN SIX. AE. 29 sich: nicht darauf,
        

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