Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777198
Rembrandt 
van 
Byn , 
Paul. 
auf welchem das Buch und mehrere Geldsäche liegen. Er 
hält die Feder in der Rechten, und reicht mit der anderen 
einem Commis den'Geldsack. Ueher dem Haupthuchc be- 
merkt man die Waage, woher die dargestellte Person (un- 
eigentlicht den Namen des Goldwiegers hat. Links vorn 
ist die massive Geldhasse und drei Fässer. Im Grunde der- 
selben Seite ist ein Mann mit einem Sache. und ausserlialb 
der Thüre ein Weib. An dcr Mauer bemerkt man ein Ge- 
mälde, welches die eherne Schlange vorstellt. Links unten: 
Rembrandt f. 1659- ll. 9 Z. 5 L.. Br. 7 Z. 7 L. WVurde 
in der 1754 veräusserten Sammlung von H. Tonneman in 
Amsterdam mit 137 fl. bezahlt. Bei Aretin (1827) auf chines. 
Papier 55 fl.) 
l. Der-Kopf des Einnehmers ist nur im Umrisse; von 
Bartsch und Claussin als erster und äusserst seltener 
Abdruck erklärt, aber sicher nur ein Probedrucls, deren 
es vielleicht ein Paar gibt. (Angeblich ein erster Druck 
auf chines. Papier 55  
lI.' Der liupf ist vollendet und auch die Geldstiicke im 
Fasse sind deutlicher. B. II. C. II. (Stengefsche Auctiun 
(u) fl. [43 km).  
Diess sind die eigentlichen ersten, vorzüglichen Ah- 
driiclte, aber! auch sie sind sehr selten mit jenem samnit- 
artigen, an die Scliablsunst erinnernden Ton, besonders 
am Pelzwerlte des Buches, welches nicht mit dem Schaber 
übergangen ist. 
III. Ganz retouchirt, ohne Spur der früheren Zartheit der 
Nadel-und der Frische des Tons, welche dieses superhe 
Blatt so anziehend machen. Die Platte zeig! sich im 
(icgentheil hart, und theilweise schmutzig, besonders im 
Pelzwerhe. Die Abdrücke sind auch gewöhnlich auf 
neues indisches Papiergemacht, welches das alle japani- 
sche nachahmt, mit dem Unterschiede, dass jenes, dessen 
sich Reinbrandtbediente, aus Seide bereitet ist, und 
nicht leicht zerreisst, während das indische der retou- 
chirten Abdrücke sehr gebrechlich ist. C. lll. 
IV. Die neuen Abdrücke; denn die Platte ist nioit verloren, 
wie man lauge geglaubt hat. Boydell in London Iiess 
zu Ende "des vorigen Jahrhunderts A-bdriiclve machen. 
W. Baillie hat dieses Blatt sehr gut copirt, und rechts 
mit dem Monogramm W. B. "bezeichnet. Findet man 
aber von dieser Copie Abdrücke vor den Zeichen, so 
kennt man sie an dem Geldsacke, welchen Utenbogaerd 
dem lmieenden Gummis reicht. Im Originale bemerkt 
man über der Hand eine Falterdes Sache,- welche einer 
verkehrt geschriebenen, geneigten 5 gleitht, während sie 
in der Copie einer 5 ähnelt. Bartsch bi'det diesen Theil 
auf tab. 2 unter fig. 21 ab. Die Cuyie hat dann im 
 unteren Rande auch Schrift: 
     Scilicet improbue 
Crescunt divitiae.  
Jacques Hazard hat dieses Blatt ebenfalls täuschend 
copirt. Dieses Blatt unterscheidet sich vom Original und 
der Copiß Bailliffs. dass sich im Hauptbuche keine Schrift 
zeigt. Dann haben wir eine Copie von P. le Bas, und 
eine in schwarzer Manier von J. van Bruggan. 
(B. 282. C. 27g.) Der kleine Coppenol, berühmter 
Schreibmeister, so genannt, weil die Platte lalcner ist, als
        

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