Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777189
Rembrandt 
Villl 
Byn , 
Paul. 
455 
Bartsch und Claussin erwähnen zwei verschiedene Ab- 
drücke von diesem seltenen Blatte, der letztere beschreibt sie 
aber genauer.  
I. Die Finger der rechten Hand sind weniger ausgeführt, 
und der Ring am Zeigefinger ist ganz schwarz, was der 
Eindruck des Grates verursachte. Am Ende der Falte in 
Mitte des Mantels ist eine weisse Stelle, und das Ge- 
liinder weniger sclirallirt. (Aretidsche Auctiun 44 fl. 50 kr.) 
II. Die Hand ist mehr ausgearbeitet, und der Ring heller, 
die weisse Stelle der Falte bedeckt, und das Geländer 
bestimmter ausgedrückt. Die guten Abdrücke haben einen 
sehr kräftigen sannntartigen Tun, besonders auch in den 
mit der kalten Nadel retouehirten Geländersäulen. 
{I'll (B. 279. C. 276-) Wtenhogardus, holländischer Prediger, 
ini Ovale dargestellt, auf einer achtechigen Platte. Er sitzt, 
das Itiiippchen auf dem Kopfe, und die Halskrause um, im 
IJChÜStLIhiB vor dem Buche auf dem Tische , und berührt 
selbesünit der Linken. Im Grunde rechts liegen mehrere 
andere Bücher aufeinander. Links oben: Rembrandt f. 1635. 
llll Rande stehen Vier lateinische Verse von Hugo Grotius: 
Qucin praeniirari plcbes etc, H. 8 Z. [L L., Br. 6 Z. 10 L. 
Bartsch beschreibt zwei, Claussin drei verschiedene Ab- 
ilriiclie. 
I. Die Platte ist viereckig und grösser, Q Z. 5 L. hoch, 
und 6 Z. 9 L. breit. Auch ist sie nicht so vollendet, 
und die lateinischen Verseifehlen. Von der grössten 
Seltenheit. B. I. C. I. 
Il. Das Octogon zeigt an den äussern Ecken rechts und 
links eine Art von Ohren. Die Arbeit ist sehr zart und 
glänzend von Ton. Claussin nennt diesen Abdruck sehr 
selten, sagt aber nicht, ob sich die Verse darauf finden. 
Bartsch erklärt die Abdrücke mit den Versen als die 
zweiten. (Ein ähnlicher Abdruck 11 fl. und einige Kreuzer.) 
llI. Die Ohren sind weggenommen, wodurch das Achtecle 
regelniiissiger wurde, die Abdrücke dieser _Art sind nicht 
mehr von so kräftigem Ton, wie die zweiten.  
Die Copie von F. Bause ist von der Gegenseite und 
sehr schön. 
(S3) (B-280- C.'277.) Johannes Silvius, Prediger, in einem 
Ovale dargestellt, um welches man liest: Spes mea Christus. 
Johannes Cornely Silvius. Amstelodamo hat. functus S. S. 
MinÄst. annos45 et 6 nienses. -   obiit anno 1658. 
Im interen Rande stehen auch 16 lateinische Verse: Cuius 
adoraidum decuit Facundia Christum etc. H. 10 Z. 5 L., 
Br. TZ. '   
Diass ist eines der schönsten Bildnisse Rembrandts aber 
in gmeu Abdriicken sehr selten. Letztere_zeichnen sich 
durch jenen sainmtartigen Ton aus, der all all? Sßhilbekunst 
erinnert. Es ist der Grat nicht abgennmmen, in den Ecken 
des Grundes sind unreine und stark gefärbte Stellen. (In 
der Aretin'schen Auctioii ein schöner zweiter Druck 11 fl- 
[2 kr.) 
49) 1B- 281. c. 273.) Uienbogaerd, unter dem Namen des 
Goldiviegers und des Bunquier bekannt, Ontfanger van Hol- 
lint over het Quartier van Amsterdam, Protektor der Künste, 
der im Pelzrucke und mit der Haube vor dem" Tische sitztb.
        

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