Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777090
VII. Beide Hände sind einfach schraffirt, nur die Hand- 
lirause ist weiss. Die Unterlage, auf welcher er 
zeichnet, ist stark beschattet, sowie der vordere Theil 
 des Gewandes zur Linken des Portraits. Die schönen 
Abdrücke sind jene, auf welchen sich die Eindrücke 
des Plattenbartes zwischen den Strichlagen des Kleides 
zeigt, und wenn der Bart von der mit der kalten Nadel 
geschnittenen Schrift noch nicht ganz genommen ist. 
VIII. Durch das Fenster bemerkt man eine mit der kalten 
Nadel leicht gezeichnete Landschaft. Die Handkraiise 
ist mit einer sehr zarten Taille bedeckt, auf der linken 
Hand ist eine sehr feine zweite Strichlage bemerkbar. 
Die Abdrücke iinfSeidenpapier sind von griisster Frische 
der sammtartigen Schwärze. B. Ill., C. VIII. 
IX. Der Iiopt" ist mit iiusserster Geschicklichkeit etwas re- 
toucliirt, ohne den Charakter zu ändern, das Gewand 
ist dunkler, und man bemerkt daran rechts vorn sehr 
starke, fast horizontale Lagen mit den Spuren des 
Plattenbartes. Der obere Theil der Unterlage, auf 
welcher er zeichnet, ist ganz mit Strichen bedeckt, so 
wie der Bücken des Bundes. Der Schriftzettel ist eben- 
falls stärker beschattet, und daher Name und Jahrzahl 
weniger sichtbar. C. IX., B. IIL? 
X. Ganz retouchirt, oder vielmehr verunstaltet. Die Fein- 
heit der Arbeit und das Snmmtartige der Schatten ist 
 verschwunden. Sie sind hart und vermischen sich mit 
den Halbtinten, was besondersam Hute bemerkbar 
wird, der von fast gleicher Farbe ist, während er in 
den anderen Ahdriiclsen viel heller erscheint, als der 
Rand. Das Gesicht, ganz unkenntlich, ist von gleichem 
Tone. Die Falte des Tisclituches ist nicht mehr zu 
sehen. Name und Jahrzahl ist fast nicht mehr zu 
lesen. 
B. u. C. 25.) Rembrandts Bildniss im Ovale. Er ist in per- 
sischer Tracht dargestellt und mit dem Körper nach rechti 
gewendet, woher das Lieht kommt. Der Mantel _ist vorn. 
mit einer Agralle geziert. Der I'i0pi' ist blos, die Haare 
lang und kraus. Rechts liest man: Rembrandt f. 165i. H. 
4 Z. 10 L., Br. 4 Z. (Bei Aretin im vorzüglichen Drucke 
  
9 Bartsch und Claussin unterscheiden dreierlei Abdrücke: 
I. Das Portrait ist Kniestiick, während es in den folgen- 
den Abdriicken nur als Brustbild vorkommt. Ferner 
hält Rembrandt in der linken Hand einen Säbel, und 
die Platte ist viereckig, 7 Z. 5 L. hoch und Ö Z- 1 L- 
breit. Dieser erste Abdruck, genannt das Portrait mit 
dem Säbel, ist von der grössten Seltenheit. Claussin 
kannte nur vier Exemplare; eines auf der Bibliothek zu 
Amsterdam, das zweite auf der Bibliülhßli 111 Paris. 335 
dritte in England, und_ das vierte in DCIIOIVS Sammlung- 
Il. Die Platte ist verkleinert und in eine ovale Form ge- 
schnitten, welche aber an den vier Bauchungen deS 
Ovals vier Becken hat. Sehr selten. 
III. Ein vollkommenes Oval. _ 
Es finden sich auch Copien von diesem Blatte. V0]! 
zwei originalseitigen ist die eine von G. L. Harte], die 
andere anonyme nach dem Abdrucke 1., die dritte V0" 
der Gegenseite.
        

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