Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777083
VüIl 
Rembrandt 
445 
II. Die Schnur ist verlängert, aber das Blatt weniger ge- 
schätzt, wenn die Platte stark überarbeitet ist. (Der gute 
zweite Druck circa {t  5  
Ch. Errard hat dieses Blatt copirt. Es gibt auch eine 
andere Cupie von Th. Worlidge, der die Darstellung von 
der Gegenseite nahm, und eine solche von F. Nowxelli. 
Eine vierte originalseitige Copie ist anonym. Dann haben 
 auch Denon, Bartsch und W. Gumppenberg davon CoPien 
geliefert.    
(B. u. Cuaz.) Rembrandt als Zeichner. Er sitzt, mit einem 
schlnalkrämpigen Hute auf dem Kopfe, en face hinter dem 
Tische, und zeichnet auf ein Blatt Papier, dem ein Buch 
zur Unterlage dient. Den linken Arm legt er auf den 'l'isch. 
Zur Linken ist ein offener Iireuzstoelsl durch welchen man 
auf eine Landschaft sieht. Auf dem Schriftzettel über dem 
Iireuzstoclse steht: Rembrandt f. 1648. Dieses Bild ist sehr 
zart behandelt, in einem der Scliwarzhunst ähnlichen Tone, 
und eines der schönsten dieser Art. Es ist desswegen auch 
vor allen geschätzt. H. 5 Z. 11 L., Br. lt Z. 9 L.- 
Bartsch beschreibt (t, Claussin 10 verschiedene Abdrücke, 
sechs vor, und drei mit der Landschaft. Diese Variationen 
beweisen indessen nur die stufenweise Vollendung der Platte, 
und Rembrandt machte anfangs sicher nur Eiusserst wenige 
Abdrücke, um die Couiposition und den Effekt zu schauen. 
I. Eine leichte Skizze, mit einer einfachen Strichlage 
schattirt, ohne Effekt. Diess ist vielleicht ein Unicuin. 
 C. I.  
II. VVeun auch etwas ausgeführter, dodh nur eine unvoll- 
ltommene Skizze. Das Gesicht hat nur eine grauliche 
"Tinte, ist ohne Iiraft. Die Iirausti der linhen Hand 
und die beiden Hände sind weiss. Das Innere des 
Iireuzstoches ist hell, und die Tafel mit dem Namen 
fehlt. Aeusserst selten. B. 1., C- II. (Bei Aretin fiil. 
(18 hin).  K  
III. Die Gesichtszüge sind besser ausgedrückt, und die 
Schatten mit mehr Gefühl gegeben. Die Hände und 
die Manschette sind weiss, das Innere des Iireuzstoclaes 
ist aber nach oben mehr beschattet. Die 'I'afcl mit 
dem Namen fehlt noch immer. Der allgemeine Ton 
 geht mehr ins Schwarze, die Wirkung ist aber nicht 
sehr malerisch. Sehr selten. C. Ill. 
IV." Die innere Flache des Iireuzstockes ist leicht beschattet, 
man sieht die Schrifttafel, aber ohne Namen und Jahr- 
zahl. Die Hände und die Manschette sind noch vveiss. 
lxu Uebrigen ist die Platte ziemlich vollendet, von 
kräftigem samintartigen Ton, und von bewunderungs- 
würdiger Wirkung des I-lelldunkels. Sehr schwer zu 
finden. C. IV.   
V. Die Hände und die Handkrause sind noch 1m früheren 
Zustande, im Uebrigen ist aber der Effekt noch voll- 
lsorninener und bewunderungswurtiig die sainnitartige 
Schwärze. Name und Jahr sind auf der Tafel. C. V. 
VI. Uuterseheidet sich von dem obigen Abdrucke dadurch, 
 dass die linhe l-land mit einlachenStrichen bedeckt ist, so 
wie die Schrifttafel mit dem Namen und der Jahrzahl, die 
Landschaft ist aber nicht sichtbar, an tieren Stelle nur 
 das Glas ausgedrückt. Die NVirlaung ist in ituhcm 
Grade harmonisch. C. VI. B. 11.? 
        

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