Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1777023
van 
Rembrandt 
Ryn, 
Paul. 
430 
derselben. Ja selbst ausgezeichnete und seltene erste Abdrücke 
wurden bei einer Gelegenheit um einen geringen Preis er- 
worben, bei einer anderen um das Fünßaehe überboten. 
Die Auctionen geben daher nie den einzi richtigen Mass- 
stnb-an, nach welchem sich der Preis des glattes bestimmen 
lässt. Die Seltenheit und die Curiosität haben namentlich 
bei Rembrandt einen grossen Spielraum, und diesen Zufällig- 
keiten werden oft grosse Summen geopfert. 
I. Ilembrandüs eigene Bildnissetß). 
i) (B. u- Cl. 1.) Büste eines jungen Mannes mit kurzen krausen. 
Haaren (aux cheveux crepus), Rembrandt gleichend, der 
Kopf von vorne, etwas nach links gerichtet. Er trägt einen 
weissen Halskragen. Der Grund ist weiss bis auf einen leicht 
angedeuteten Schatten rechts unten, über welchem in sehr 
kleinen Charakteren Kt; steht. Dieses Bildniss ist in gutem 
Abdrucke sehr selten. H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 10 L. Chevf 
Claussin sah einen Prqhedruek, wo die Platte etwas grösser 
und der Band rauh war. 
2) (B. u. Cl. 2.) Rembrandt mit getheiltem Schnurr- und Knebel- 
bart (aux trois moustaches), von vorn gesehen, nur der Kopf 
allein. Er trägt eine niedere Mütze, die auf das rechte Ohr 
herabsitzt. Auf der linken Seite sind seine Haare kurz, rechts 
hängen sie aber herab. H. 1 Z- 11 L., Br. 1 Z. 7 L. 
Von diesem vorzüglichen und zarten Blättchen beschreibt 
Chev. Claussin zweierlei Abdrücke: 
I. Das linke Ohr ist zu klein, und nicht ausgearbeitet. 
II. Dasselbe grösser gezeichnet, Mütze und Haare leicht 
retouchirt. 
3) (B. u. Cl. 5.) Rembrandt mit einem Falken. (Portrait ä l'ai- 
seau de proie). Er ist en face zu sehen, mit krausen Haaren, 
mit der gewöhnlichen Mütze auf dem Kopfe, der Körper 
nach links gerichtet, der Rock ist mit zwei Reihen Knöpfen 
versehen, und der offene Aermel auf ähnliche Weise ausge- 
putzt, Dies-s ist das seltenste der Bildnisse Rembrandfs. da 
der Künstler selbst die Platte vernichtet zu haben scheint. 
Es gelang ihm die Operation mit dem Scheidewasser nicht, 
wesswegen er die Platte mit ganz groben Strichen retouchirte, 
wodurch das Ganze hart und trocken wurde. H. lt Z. 8 L., 
Br. 3 Z. 7 L.  
lt) (B. u. "Cl. 4.) Büste eines jungen Mannes, unter dem Namen 
Rembrandt mit der breiten Nase (au nez large) bekannt, 
weil die Nase unten besonders breit erscheint. Er ist in 
blossem Kopfe en face zu sehen, in den Mantel gehüllt. 
Der Grund ist hell, nur links mit doppelter Taille be- 
schattet. Diess ist eines der seltensten Bildnisse des Künst- 
lers.' H. 2 Z. 1' L., Br. 2 Z- 2 L"   
5) (B. u. Cl. 5.) Rembrandt mit dem runden Gesichte (an visage 
ronde). Der liopf dieser Büste ist blass, las! V01! vom dar- 
gestellt. Sein Gesicht ist rund, woher das Blatt den Namen 
hat, und die Nase dick; die Augen sind beschattet, die 
 
 Rembrandt ist durch sein rundes volles Gesicht, durch seine 
Ziemlich grosse, breite Nase, durch seine dicken Lippen. und 
dann durch seine krausen und manchmal struppigen Haare 
kenntlich. Folgende Bildnisse erklärt man desswegen mit 
einigem Grunde für jene Rembrandt":-
        

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