Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1776981
Rembrandt 
van 
Byn , 
Paul. 
435 
lerie. Historien, Genrebilder, Portraite und die zahlreichen 
Landschaften erfreuen gleich sehr durch die wunderbare 
Originalität der Erfindung unl das echt malerische Gefühl. 
Die meisten sind mit der Feher gezeichnet und mit Bister 
angetuscht. lioinmt hierzu noch eine Aufhühung von Weiss, 
so ist die, Wirkung eines Bildes oft ganz erreicht. Diese 
Zeichnungen kaufte 1856 der Banquier Esdaile. 
1m brittischen Museum sind ebenfalls mehrere Zeich- 
nungen, Studien nach Modellen von ausserordentlicher 
Wahrheit, mehrere Landschaften von schöner Wirkung, da- 
von zwei nur mit dem Pinsel gezeichnet. 
Viele Zeichnungen dieses Künstlers sind gestochen, theil- 
weise als Facsimiles. A. Bartsch stach 1782 12 historische 
Zeichnungen aus der kk. Bibliothek zu Wien und anderen 
Sammlungen. 
B. Picart stach verschiedene historische Gegenstände und 
Studien, theils nach Gemälden, theils nach Zeichnungen für 
die unter dem Namen "Impnstures innucentes" bekannte 
Sammlung, so wie 12 Blätter mit Löwen: llecueil des lions, 
dess. d'apres nature par Rembrandt, 1728. 
Jos. Schmidt stach wenigstens 15 sehr täuschende Fac- 
similes von biblischen und historischen Scenen, einzelnen 
Studien Figuren, Landschaften mit Hütten u. s. w. 
Laurentz, J. E. Haid, Caylus, C. F. Boetius, C. Baillie, 
etc. stachen andere Facsimiles. 
 Busch ätzte eine Folge von 28 Blättern, 20 Köpfe und 8 
historische Darstellungen. 
M. Pool stach: Verscheyde Gedachten ßlC. 42 Blätter nach 
Zeichnungen und Skizzen.  
Iiupferstiche. 
d_ Anllllenialirandltgsdßemälde und_Zeichnungen reihen sich 
ie zfii 1'011. ien  a irungen, worin er in malerischer und 
teehnischer Hinsicht _ebenso _originell_. und bewunderungs- 
fvurdig erscheint, _wie in seinen Gemalden._ Als Verächter 
jeder bestehenden Iliunstrergel verfuhr er dabei nach gewohn- 
ter Liiunenhsttigkeit, erlaubte sich jede Richtung und Kreu- 
wng de!" Slrlclle, wendete das Scheidewasser an, nah_m die 
Nadel und den Grebstichel. liess die Bauhheiten stehen, und 
erreichte durch dieses gelieiinnissvolle Machwei-k gewöhn- 
lwll den gewunschten nusdruck und eine hewundcrnngs. 
wurdige Ijraft und Wirkung des Helldunkels. Er ist der 
Erfinder einer Art des Sticlies, welche man die Freie Radirung 
nennt, worin Rembrandt, und mieund nach ihm" mehrere 
Meister _der holländischen Schule, viel Ausgezeichnetes und. 
Schunes in der Radirkiinst geliefert hahen. Einige Schrift. 
steller wollten den Rembrandt auch fixr dennErflnnler der 
lSVehabliunst erklaren, indem siebenqseiner Blatter (Bausch 
doeuvre de lleinbrandt N_r. 46. 5d. 30. Q6, 105, 148 und 27?) 
Ben Anschein von_ Erstlingen dieser liunst heben. Allem 
ertsch (l. c. miknleitung etc. I._255) bßhauPtßb die Platten Seien 
Fest mit der Wiege zubereitet, sondern auf die gewöhn. 
Säle Weise r3Cllft"WOl'dGIl,' und der getuschte Tun und die 
Eetartige Schwarze. welche inan aut den Abdrücken be- 
Eer i. sei nur das Ergehniss eine: besonderen, bei dem 
Bruc en angewandten Mittels, Welßhes ilai-in bestehe, das; 
embrandt selbst die DTucl-terschwarze auf diePlatte auftrug, 
23 '
        

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