Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1776538
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Albert. 
Beindcl , 
fünf Sechstheilc des Ganzen neu gemacht wurden. Nnr die Haupt- 
pfeiler blieben bis zur ersten Etage unveprüchr- Von den 24 5m- 
tnen, die den Brunnen zieren. wurden 10 V01! denßilrllwnuerxx von 
Bandel und Burgschmidt, und von Rotermnnd neu gearbeitet, die 
andern ergänzt. Mehreres über diesen Brunnens die Schrift von 
Wilder: der schöne Brunnen in Nürnberg. Andeutungen über seine 
Iiunstwerke etc; Nürnberg 1824. 
Im Jahre 1851 bot sich dem Künstler neue Gelegenheit dar, 
seine Kenntnisse in der Architektur zu zeigen, indem er laeauf- 
tragt wurde, die Kirche des heil. Michaeli zu Fiirth zu restauriren, 
und selbe mit Altar und Kanzel zu zieren, wodurch dieses Gebäude 
ein heiteres und freundliches Aussehen erhielt. Auch die Synagoge 
duselbst. wurde nacli.seitiei' Zeichnung, und unter seiner Leitung, 
ganz unlgesehaifen und xieu eingerichtet. Unter seiner Leitung 
entstand ferner auch das Denkmal des Burggrafcxi von Niirtiliterg, 
Friedriclfs III., welches der 1;, lt. Geheimerath Phi". v. Garnen Stef- 
faneo in der liirche zu Iiluster Heilbronn errichtete. Es besteht 
in einer 'I'nt'el von Marmor mit einer lateinischen Inschrift. wnriihcr 
eine metallene Verzierung sich bt-rfiudet, der Ritterhclm in der 
ÄVIitte, und (lassen Flügel mit dem bürgerlich-niirnhergisehen VVnp- 
pen geziert. Erfindung und Anordnung des Ganzen gehört ganz dem 
Freiherrn an, Pteindel leitete nur die Ausführung an Guss und die 
Aufstellung. Auch der der ltiitiiglichen Freundschaft geheiligte Al- 
tar in derselben Capelle, wu das {Vlonutnent ist, wurde nach Rein- 
del's, Zeichnung [in München gemacht. 
Neben diesen architektonischen Arbeiten fandßeindel auch noch 
immer Zeit zu clmllaugrcxlnhischeu Beschäftigungen. die aber durch 
die Leitung der linnstschtile {in Niirnherg wieder theilweise Unterlire. 
chung erlitten. Erbelsleitletetvun1g11- 181g die Stelle eines Direk- 
tors der dortigen Wlaler-Alaatleniie, und als diese nach seinem vor- 
gelegten Plan von iler lt. bayerischen Regierung umgestaltet wurde, 
und eine zwecltmässigere Einrichtung erhielt, wwurrle er Direhtur 
der bestehenden neuen liunetschule. Die Alsmlctnie der bilden- 
den Künste in München ernannte ihn zum Ehrenmitgliexle, der 
liönig von Bayern schmückte ihn mit der Medaille des Civilver- 
Clienstordens.   
Seinen Ruf verkünden auch zahlreiche Schiiler, von welchen 
die ältern, wie WVeber, Walther, YVagner, Unser, Enzing-lllüller. 
Zwinger, J. G. Wolf, Perlberg u. a, selbst schon zahlreiche Blät- 
ter geliefert haben. Die durch ihn bewirkte verbesserte Einrich- 
tung der Kunstschule und ihres Unterrichtes hat erfreuliche Früchte 
getragene Er übersetzte zum liehufe des Unterrichtes in der Perspek- 
tive 'l'hihziut's Perspective lineaire, die 185i zu Nürnberg bei Schrag 
in roy. 4. erschien, unter dem Titel: J. T. Thibaufs Anwendung 
der Linien-Perspektive auf die zeiclinenclen Künste. Ilernusg. von 
Chnpuis. Uebersetzt von A. Reindel, roy. lt. Schliesslich Fügen 
wir ein Verzeiehniss seiner Iinpferstiche bei, welches ziemlich vull- 
ständig seyn wird. l Diäe glätter gehören zu _rlen xgnrziigliehßtlen 
Werken der deutse ien .10 so ra hie. so wiie sie auei dem n in tß 
nach hohes Interesse gewvähreä. PMehrere sind mit einem WIunu- 
gramrne bezeichnet. läie Nachrichten über die frühere TSildiingS- 
eseliichte dieses Kiinst ers, so wie über einige seiner Werke ver- 
äianken wir zunächst der gütigen Mittheilung des Herrn Pfarrers 
Dr. Lösch in Nürnberg. 1  
1) Lildvvig I. König von Bayern, stehend in ganzer Figur im 
lirönungsornate, nach Stieler 1831i gestochen. und der liuise-
        

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