Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1776477
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Bei chwarf , 
Cornelius. 
Reifenstein , 
dige Auffassung. und grosse Wahrheit der Färbung sich auszeichnen. 
 Ein ausgezeichnetes Bild ist das Portrait der Herzogin VQn (jam. 
bridge, Gemahlin des Vice-Königs von Hannover, 1355 in Lebens- 
grösse gemalt, Dieses Bildniss ist von ansserordexitlicher charak- 
teristischer Wahrheit, und täuschend in Nachahmung des Fleisches 
und der Stoffe. Das Hellduulael ist klar und-von grosser Wirkuxrg. 
 An dieses Werk reihen sich noch andere, ausgezeichnet durch Ant'- 
fassung. Aehnlichlteit und Behandlung. Beichmann lebt in Hannover. 
Es finden sich einige radirte Blätter von seiner Hand. 
BBIChWiIPt, 00111811118, 5, nyquart,  
iB-Gld", iilOhann, Iiunsthändler, und wahrscheinlich auch Iiixpfer- 
 stecher. Es findet sich seine Adresse auf Bildnissen von Th. de 
 Leu und auf schlechten Radirungen, blos mit seitiern Namen ver- 
sehen.  
Beider, Franz Seraph. Christoph, Male, zu WM, wurde m9 
 geboren. Er malte Bildnisse und Genrestiiel-te, und starb 1791. 
Beldl, Caspar, Bildhauer), lebte in der ersten Hälfte des u. Jahr- 
hunderts zu Münchem- Er war schon 162g Meister.   
zßeifenstein oder Beifstem, Johann Friedrich, der bekannte 
kaiserlich russische und sachsen-gothaische Hofrath etc., geboren 
zu Ragnit in preussisch Lithauen 171g, wird von einigen Schrift- 
 stellern, wie von Meusel und namentlich in Schlichtegrolhs Ne- 
l-irolog von 1795 I- 5- 17, auch als Künstler gelobt, der sehr artig 
in Miniatur, Oel, Pastell, Aquarell und in Wachsfarhen gemalt, 
 .die Enltaustik vervollkommnet, modellirt und in Iiupfer radirt, 
. unddie Kunst wieder erfunden habe, Glaspasten von Cameen mit 
vielfarhigen Lagen zu machen und dem Glase eine Härte zu geben, 
dass es sich wie der Diamant behandeln und schleifen lässt. Allein 
mit seinen kiunstversilchen war es nie weit her, in so vielen Fächern 
hatte er sich nicht versucht, richtig ist es aber, dass er oft das 
anderen Künstlern gebührende Lob davon getragen hat. So sind 
die enhaustischen Bilder, welche er an den Kaiser von Russland 
schickte, von A. Nesselthaler, Cades und Delera, von ersteren 
auch die Transparentmalereien, mit welchen er bei der Cjrossher- 
zugin von Weimar yrahlte. Dagegen war Reifenstein ein eifriger 
 Iiunstfreund, nach dem Tode seines Freundes Winehelxnann der 
bcredteste und angesehenste Cicerone Ronfs. In alterthüxxilicher 
 Hinsicht betete er dem Winckelmann nach, und Mengs galt ihm 
  _als höchstes Muster in der Malerei. Wer die Antiken nicht nach- 
ahmte, und nicht zur Fahne des philosopischen Malers geschworen 
  hatte, der war nie ßeifensteiüs und Azara's Freund. Diese Männer 
hatten damals an Künstler Gnaden zu vertheilen, und selbst Haclicrt 
 verdankte dem im Uebrigen guten und stets zur Hiilfe bereiten 
Reifenstein Vieles. Er hatte desswegen auch zahlreiche Freunde, 
hohe Gönner, aber auch leidenschaftliche Gegner und Verächter. 
Sein Kunstgeschwätz, besonders wenn er von den Vorzügen der 
  Enlsaustiltgdocirte, soll Vielen Langweile verursacht haben. Er be- 
 sass weder grosse Gelehrsamkeit, noch tüchtige Kenntnisse in der 
Kunst. In GöthdslWinclxelmann ist er vielleicht am richtigsten 
 bellrtheilt. 1m Jahre 179.3 starb er in Rom. Der russische Minister 
, veranstaltete ihm ein prächtiges Leichenbegäxigniss. 
Belfensteln: B's Maler zu Frankfurt am Main , ein 'etzt lebender 
 geschickter Maler, dessen Werke" mit grossem Beifalle aufgenom- 
 man werden. "Er uralt Landschaften und Architelsturstucke.
        

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