Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1776397
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Behberger. 
Behle, 
Johann. 
liess. Als Resultat dieser Bemühungen erschien 1824 folgendes 
Werk: liafael Sanziu aus Urbino. 2 Thcile Text und 2 Tlwilß 
lithogrnphirte Abbildungen, fol. Als der Staatsminister von Alton- 
stein dieses Werk dem Iiiinige im Namen des Iiunstlers überreichte, 
ertheille der Monarch demselben den Auftrag, Anfangsgründe der 
Zeichenhunst in lithographirten Abbildungen herauszugeben. Heh- 
berg suchte diesem Befehle mit Eifer nachzukommen, und so lagen 
bereits 1328 seine Anfangsgründe der Zeichenhunst in lithogra- 
phirtcn Blättern mit Text fertig da. Allein die vollstandigen Ex- 
emplare sind in sehr geringer Anzahl vorhanden, da der Iiunstler 
in einer Anwanillung von Unmuth alle vnrräthigcn Exemplare ver- 
stiimmelte. Ein Gleiches that er mit seinem Werke über Rafael. 
Dagegen bewachte er seine Handzeichuungen, selbst in der driich- 
endeten Lage, auf das treueste, und es fand sich daher in seinem 
Nachlasse ein grusser Schatz solcher Zeichnungen, theils histori- 
schen, theils landschaftlichen Inhalts. Einige dieser schönen Zeich- 
nungen sind in grösstem Formate, die wenigsten in lithograpllirlell 
Nachbildungen vorhanden. Ganz gruss auf Stein gezeichnet ist 
der Brudermörder Iiain, und in neuester Zeit gab Augugte Perl 
die Abbildung einer Rafaehschen Madonna in einem grossen litho- 
graphirten Blatte heraus.  
Dann haben wir aus Iiehbergä friiherer Zeit auch eine Folge 
von sechs radirten Blättern, italienische Gruppen und Figuren, 
Matrosen, Landleute und Kinder vorstellend, mit einem Titel- 
blatte, wo man am Felsblucke liest: Figure prese dal vcro et in- 
cise da Frederieo Behberg- 1795. Der Titel ist in 4., die anderen 
Blätter 8.  
Behbergßr, s. Franz Bechhcrger. 
Rehfflld, Maler, war Schüler von A. Graf? zu Dresden, und gleich 
diesem Bildnissmaler, aber weniger helsannt. 
Kehle, 11011339, Maler und Furmschneider, wurde 1814 zu Neu- 
linrg an der Donau geboren, und in München zum Künstler 
herangebildet, wo er auch bereits seinen Buf begründet hat. Er 
ist Mitglied eines vom Hufrathe von Dcssaucr und dem Maler 
C. Braun urganisirten Institutes zum Behufe der Formschncide- 
 hnnst, und diese Anstalt liefert xylugraphiscbe Arbeiten, die an 
Reinheit und Meisterschaft des Schnittes mit den vortrefflichsten 
Produkten dieser Art wetteifern. Braun und Behle begaben sich 
1858 nach Paris, um unter Breviere in dieser Technik sich auszu- 
bilden, was ihnen bei ihrer tüchtigen Iitmsthilrlung in kurzer Zeit 
,.vollltbmmen gelang. Beweise liefert neben anderen die Prachtaus- 
gabe des Nieliclnngen-Liedes mit Illustrationen nach Schnorfs Corn- 
positionen, welche Striihuber auf die Holzplatten gezeichnet hat. 
Diese Stöcke wurden von Braun und liehlc und unter ihrer Leitung 
geschnitten. Diese herrliche Ausgabe wurde erst in neuester Zeit 
durch die Cuttzfsche Buchhandlung besorgt. Ein anderes VVerh 
mit Hulzsclmittcn aus der Anstalt von Dessauer und Braun ist das 
,Buch der Nachfolge Christi von Giirres übersetzt, wozu Strähuber 
ebenfalls die Zeichnungen gefertiget hat. Dann beabsichtigen diese 
Iiiinstler auch die Herausgabe von Heften mit eigenen Compa- 
sitionen. Im Jahre 185g erschien das erste Heft, worin sichinivht 
nur ein originelles 'I'alent im Erfinden, sondern auch bereits eine 
Meisterschaft des Schnittes ltund gibt, die für jede Aufgabe das 
Höchste erwarten lässt. Siehe auch C. Braun in dcnSupplementcn 
oder in_ einer allentallsigen zweiten Auflage der ersten Bünde CÜCSCS 
allgemeinen liiinstler-Lexicons.
        

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