Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775875
Ravenna , 
Marco 
M113) Die Königin von Saba mit zahlreichem Gefolge vor 
 Salomon, der links des Blattes auf dem 'I'hrone sitzt, um- 
geben von seinen Ministern. Im Grunde rechts sieht man 
ein grosses Gebäude corinthischer Ordnung, und links ist 
der obere Theil unvollendet. Man sieht da zwei Säulen ohne 
Capitäle. Yasari erwähnt dieses Blattes unter den Gegenstän- 
den, welche Agostino Veneziano und Marco da Ravenna nach 
Rafael gestochen haben, sagt aber nicht, welchem von beiden 
eslangehöre. Unter den neuerenßchriftstellern sind die Mei- 
nungen getheilt. Florent le Comte, welcher in dieser Darstel- 
lung irrig Esther vor Ahasverus vermuthet, legt das Blatt 
dem 'M. A. Baimondi bei, so wie Mariette und Bartsch. 
Heinecke erkennt darin den Styl des Marc-Anton nicht; Zaui 
glaubt, dass es einem der oben genannten Schüler Baimon- 
di's angehörej Zanetti erkennt aber unzweideutig Marco's 
Hand, und erklärt das Blatt als eines der besten unter den- 
jenigen, welche der Iiiinstler ganz allein gestochen hat, ohne 
Einwirkung des Meisters, und zwar gegen Ende seines Le- 
bens, weil es nicht vollendet ist. H. 15 Z., Br. 21 Z. 
Esygibt zweierlei Abdrücke von dieser Platte, Die zweiten 
erscheinen durch die Retouche in den Taillen kräftiger, in 
zwei Blättern bestehend; die zusammengefügt sind. Zani 
glaubt, dass diese Abdrücke von einer anonymen Copie kom- 
men, und bemerktjlann, dass sich in der Dimension ein 
Unterschied zeige, da selbe nur 14 Z. hoch und 20 Z. 11 L. 
breit sei. Einer solchen Copie erwähnt wirklich Vasari, Zani 
scheint aber doch nicht recbtdaran zu glauben, und ausser 
Zanetti schweigt "jeder moderne Schriftsteller davon. Wenn 
nun aber Marco da Ravenna das Blatt eopirt hätte, nach 
 Marc-Antonio oder einem seiner Schüler? 
 Neues Testament.  
5) (15) Die Verkündigung Marirfs, letztere rechts vor dem Bet- 
stuhle, wie sie sich ge en d'en von derlinlien Seite herkom- 
menden Engel" neigt. äben auf einefWollse ist Gott Vater 
mit Engeln, und im Grund rechts ist das Buhebett der Jung- 
frau. Nzich Ratäcln ohge Zeichenz; nach Bärtscli eher von 
Marco as von aimon i. H. 11 . r. g  3 . 
Villamena hat dieses Blatt von derselben Seite copirt, aber 
selbes nicht bezeichnet. Die Halbtinten im Innern des Bet- 
tes sind mit Iireuzstrichen bewirkt, im Original mit einfa- 
chen perpendicularen Linien. Vom Betstuhle bis zum unte- 
ren Rande der Platte zählt man iu der Copie vier, im Ori- 
 ginnle drei Quadrate. In gleicher Grösse. 
6) Der Kindermord, nach Rafael, jene berühmte Darstellung, 
welche mit und eihne B3ilmChGM(ChläOt,BFElCe, Fljlßßflä) 
h nden ist, un einma v arco a avenna erru - 
ist: 3011. Die lllleinüngen sindngetheilt; die Mehrzahl spricht 
sich jetzt dahin aus, dass Marc-Anton beide Blätter gesto- 
chen habe, und so verweisen .wir auf den Artikel Marcell- 
tonio Raimondi, Nr. 88, Wo ausführlich darüber gehandelt ist- 
7) (21) Der Iiindermorcl, nach Baccio Bandinelli. Herodes, be" 
gleitet von drei Offizieren steht auf einer Estrade von mel" 
reren Stufen in Mitte des, Blattes, und zu den Seite" enP 
steht in schönen Gruppen der Kampf der Mütter gegen dle 
Henker. Im Grunde, wo ein Gebäude mit einer ßalu- 
strade zu sehen ist, werden die Unglücklichen Verlobt?-
        

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