Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775841
Ravenna , 
Mnrco 
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 eh) besteht, und kein M. enthälbi Dieses Monogramm erkläre 
Rlarolles auf Silvester Ravennas, und Andere schrieben ihm nach, 
Die Mehrzahl liest aber Havennas sculpsit, so wie das einzelne 
B. Ravignano bedeutet. Zani Enc. Mct. V. 2. p. 514. allein macht 
eine Ausnahlne, indem er sagt, das Monogramm müsse in SlL, 
und nicht iu ES. aufgelöst werden, eine Behauptung, worauf sein 
Motto Passt: Sustinete, evt ego loquar; et post mea, si videbitur, 
verba ridete. Diese beirlen Zeichen, besonders das Monogramrp 
RS. kummen gewöhnlich vor. Vasari sagt aber auch, dass einige 
seiner Blätter das Zeichen MR. (Marco ßavignano) tragen; allein 
nur Christ, Heinecke, Huber und Malpe erwähnen ein Baccha- 
nale mit MR, welches aber weder Bartseh noch Brulliot aulfin- 
den konnten.  
Von den auf Marolles folgenden Schriftstellern ist Ph. Baldi- 
nucci (Cominciamento e Progressi dell' arte dintagliare in rarne. 
Fifßllle 1686) derjenlgßywelchen die Behauptung lllarolles, und 
das Monograrnm "des M. Dente verleitetegeincn Marco und Sil- 
wrestro -de Ravenna anzunehmen, welche nach seiner Ansicht mit 
i Agostino Venezianq von 1535 -'15'60 fast alle Werke RnfaeYs ge- 
stochen llätten. Die Angabe der Zeit ist ervveisbar falsch; und 
auch Silvester von Ravenna nur eingeschoben. Orlandi ("Abbeee- 
dario pittorico, Bolog. 170i, Venezia 1755) ist ebenfalls unsicher. Er 
sagt, dass lVIarco seine Blätter mit M. R. bezeichnet habe, und auf 
tav. D. N. 10 gibt er ein aus J. S. R. bestehendes'Monogramm, 
welchernnch seiner Ansicht dem Silvester von Ravenna angchüret, 
dem Schiiler und Nachahmer des Marc-Anton, der 1555  1560 
nach RataePs und Giulio Romamfs Werken gestochen haben sull. 
Mariette, im Cataloge der Kupferstichsammlung des Prinzen 
Engen von Savoyen, der handschriftlich auf der h. k. Bibliothek in 
Wien aufbewahrt wird, legtalle mit R. S. bezeichneten Blätter 
dem Silvester von Ravenna bei, später aber, in einem Briefe an 
N. Gaburi (Lettere pitt. II.  277) zweifelte eran der Existenz 
eines solchen Künstlers; in der Folge kam er wieder auf seine lalte 
Meinung, bis er zuletzt (Traite des pierres gravees. Paris 1750) 
auf die Autorität des Pumpunius Gauriscus hin" alle mit R. S. he- 
zeichneten Blätter dem Severus von Ravenna beilegen wollte. Die- 
ses glaubt auch Giulianelli, der in seinen Memoiren über die mu- 
derne Steinschneidelsunst, Livorno 1755, fast nur Mariettds Traitc 
in Uebersetzung gab, unterschreiben zu müssen.  
 Gori Gandellini (Notizie istor. degl' intagiiatori, Siena, 1777, 
III. p. 110) zieht zwar den angeblichen Silvester von Ravenna nicht 
hinein,.er ist sich aber in seiner Sache nicht klar. Nach seiner 
Ansicht sollte das Monogrnmm SH. Rota Sebensanus, oder Ruola 
Sabinese oder Ravignano Sculpsit bedeuten. .Dabei aber hatte Gan- 
dellini den Marco di Ravenna noch nicht im Sinne, und als er 
von diesem spricht, bemerkt er erst, daSS Seine Blätter mit Sli, 
mit MB, oder mit R5, RLVI oder R bezeichnet seyen. Der. Fort- 
setzer von GandellinPs Werk, de AngeliS, Endet es sundßfbaf, 
dass der Iiiinstler den Anfangsbuchstaben seines Geburtsortes mit 
dem ersten Buchstaben des ProfessionLWox-tes Sculpsit verbunden 
hfihe; allein dieses erregt jedenfalls weniger Bßllelllilicltkeit. als 
die wahllose Coxnpilation des M. de Angclis. Den Silvester de Ra- 
venna Will er zwar nicht an Mama's Stelle setzen, aber ein Zeit- 
genosse könnte er gewesen seyn.  
Zanl. in seiner Enciclopedia rnetodica, behauptet anfangs, der's 
die mit  bezeichneten Blätter dem Severus nicht angehören: 
können, Weil man auf keinem Blatte seinen Namen findet, und 
Naglefs Iiüvzstler-Lcx- Bd. XII. 21
        

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