Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775730
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Banehmiiller , 
Joh. 
BauFEer , 
Franz 
Carl 
VOD. 
meisterhaftem Glicderbau. Am Rhein ist noch immer sein Huf als 
Künstler begründet. Im besonderen Ansehen stand er beim Chur- 
fürsten von der Pfalz, welcher mehrere Elfenbeinarheiten von Rauch- 
müller besass. 
Dann ist er auch als Zeichner zu rühmen. Im Winlslefschen 
Cabinet war von ihm eine figurenreiche Composition, Christus un- 
ter der Last des Kreuzes fallend, mit der Feder und in Tusch 
ausgeführt, gr. ful. Diese Zeichnung war in letzterer Zeit in der 
seit 1859" zerstreuten Sammlung des Gallerie-Direktors J. C. Speng- 
ler in Copeflhagen. Sandrart stach nach ihm den Tod der Sopho- 
nisbe und Cleopatra. Das Todesjahr des Künstlers ist unbekannt. 
Im Jahre 1695 war er noch thätig.  
Es soll auch ein Zeichner und Kupferstecher Johann Rauch- 
miiller gelebt haben, wenn nicht unser Künstler Job. Mathias ge- 
heissen hat. 
Bauchmüller, 
Johann , 
s. den 
obigen Artikel. 
Banden: J- Zaßharlas; Zeichner und Radirer, ist nach seinen Le- 
bensverhältnissen unbekannt. Im Cataloge des B. v. Aretin wird 
ihm folgendes Blatt beigelegt: 
1) Ein Reitergefecht. Ein Reiter, rechts im Galopp, zielt mit 
einer Pistole auf einen andern, der mit einem Inihnteristeu 
kämpft. J. Zacharias Raudell in. et fecit, kl. fol. 
Büllfßf, N-p Bildhauer zu Carlsruhe, ein jetzt lebender Künstler, 
schwang sich vom einfachen Hirtenjungen auf eine bedeutende 
Höhe, zu welcher nur ein entschiedenes Talent gelangt. Dieses er- 
regte die Aufmerksamkeit des Grossherzogs von Baden, durch des- 
 sen Unterstützung der Künstler 1820 in den Stand gesetzt wurde, 
in Rom seine Studien zu vollenden. Im Jahre 1821 bildete er da- 
selhst eine kleine sitzende Psyßhe in Marmor, ein liebliches Bild, 
 noch grösseren Beifall fand aber 1825 eine Madonna mit. dem 
Iiindc, welche er für den Münster in Freiburg in"Marmor aus- 
führte. Dieses Werk ist im einfachen, edlen Style, und mit Ge- 
schmack behandelt. Auf diese Werke folgten verschiedene andere, 
die ein rasches Fortschreiten auf seiner Bahn beurkunden, und 
das Streben, Eigenthümliches zu geben. Darunter sind ausser den 
Statuen auch Basreliefs und Büsten. Von letzteren erregte jene sei- 
nes Grosslterzogs schon frühe grosse Erwartungen. Er fertigte auch 
die Statue des Grossherzogs Ludwig von Baden in Sandstein. Eines 
seiner neuesten uns bekannten Werke ist eine drei Fuss hohe 
sitzende Psyche in carrarischem Marmor, wie sie neugierig die ver- 
hängnissvolle Büchse öffnet, deren Dampf sie in den Todessehlum- 
mer senkt. 
BQUHCP, Franz G311 VOII, Zeichner und Maler, wurde 1727 zu' 
Regensburg geboren, und in den Wissenschaften herangebildet. 
Er wurde zuletzt CabineIs-Sekretär des Churfiirsten Maximilian Ill- 
von Bayern, welcher ihm auch auftrug, schöne Vorschriften für d)? 
Schulen seines Landes zu verfertigen, welche, von Rauffer selbst m 
Kupfer gestochen, den Grund zur Schiinschreibekunsl: in Bayer!) 
legten. [Kanifer war hierin für seine Zeit ein wahrer Künstler, W16 
dic von ihm geschriebenen Statuten des hohen St. GcorgVgltter- 
Ordens und eine Handschrift der Psalmen David's, die elf m? die 
Churfiirstixi Maria Anna fertigte, beweisen. Diese ManüsliYlPle sind 
auch mit lfederzeichnugcn von ihm geziert. Dann Iuillle llauffel
        

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