Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775705
Bauch , 
Christian. 
Bauch , 
Ernst. 
807 
steht einem späteren weit nach, Wßlcbei 1'011 1827 an zu Berlin 
bei Schenk und Gerstiicker erschießt iinter dem Titel: Abbildungen 
der vurziiglichstcn Werke von Cbnstian "Raücll. Bildhauer S. M. 
des Königs von Preussen. _M1t einem erlautcrndenTexte von Dr. 
G. F. Waagen, gr. fol. Die Blafter dieses Werkes_ vefdienen in 
ihrer eigenen kiinstlenechen Efräcisron, und namentlich m der Vul- 
lendung, womit hier die Badirnadel III Verbindung mit dem Gmb- 
stichel den grösseren Theil gegeben hat, das höchste Lob. Es ist 
auch das wohl getroffene, von J. Caspar gestochene Bildniss des 
Meisters beigegeben. 
Bauch, Ernst, Hofkupferstecher zu Darmstadt, geb. daselbst 179.7. 
erhielt den ersten Unterricht bei dem damals in Darmstadt ansäs- 
sigen Kupferstecher Ludwig Portmann, und aus jener Zeit rühren 
Zwei punktirte Blätter her, Christus im Grabe nach A. Carracci, 
und Joseph's Traum nach Agricola. Jetzt veranlassten ihn Zeitver- 
hältnisse, Studium und Fortkommen in selbstständigem Ringen zu 
erstreben, und die Schweiz zum Schauplatze seiner Thiitigkeit zu 
machen. Hier stach er während eines mehrjährigen Aufenthaltes 
eine grosse Anzahl von Blättern in Aquatinta, die im Verlage von 
Lamy zu Basel und Bern erschienen. Später ging Rauch wieder 
in seine Heiniath zuriick, wo er jetzt mehrere kleinere gelungene 
Arbeiten lieferte, wie das Bildniss des Dichters Goecking nach 
Graff, ein Hirtenknabe nach dem in der grossherzoglichen Gallerie 
zu Darmstadt befindlichen Gemälde Correggids, das Grabmal des 
Landgrzifen Heinrich des Eisernen und seiner Gemahlin fiir Mol- 
ler's Denkmale deutscher Baukunst; im Jahre 1822 ging er aber 
nach Paris, um in Hcrsenfs Schule sich als Zeichner auszubilden. 
Der während seines dortigen Aufenthaltes ausgeführte Stich des 
Innern der St. Paulskirche in Rom nach einer Zeichnung von G. 
Lerch, wodurch er nicht allein_seine Existenz sicherte, sondern 
auch in der Kupferstecher-Technik Fertigkeit erlangte, hat damals 
vielfache öffentliche Anerkennung gefunden, zugleich aber seine 
Laufbahn auf viele Jahre mehr dem Fache der Architektur als je- 
nem seiner Neigung zum Figurc-nfache Xzugewendet, indem ihm be- 
deutende derartige Aufträge zu tiameii. Ein umfassendes Werk die-- 
ser Art, welches er 1852 mit L. [lange herausgab, bilden die Ori- 
ginalansicbten der vornehmsten Städte Deutschlands, ihrer wicli- 
tigsten Dome etc. Aiisserclein stach Bauch eine ziemlich bedeutende 
Anzahl Vignetten fiir Alinahache und zur Illustration verschiedener 
Cl-assiker. Im Jahre 1840 übernahm er den Stich des rheinischen 
Iiunstvereinsblattes, welches eine betende italienische Bauernfami- 
llß llaCh C. Schorn vorstellt, und lieferte hierin eines der gelun- 
geusten Grabstichelblättcr der neueren Zeit. Rauch beurkundetc 
damit vollkommene Meisterschaft. und vorzugsweise seinen Beruf 
zum Stiche im historischen Fache. Seine neueste Arbeit ist das 
Portrait des berühmten Chemikers Dr. Liebig, Ylflßh einem Ge- 
mälde TrautsclielrPs. Die Nachrichten über diesen Iiiiiistler und sei- 
nen Bruder Carl verdanken wir der gütigen Mittheilung des gross- 
herzoglichen darmstädtischcn Sekretärs Brurmßf- 
 Ausser den oben genannten kleineren Blättern erwähnen wir 
hier von seinen grösseren folgender: 
1) Die innere Ansieht der St. Paulskirche in 110m. DßCh der 
Zeichnung von G. Lcrch, ein vorzügliches Blatt, s. gr. roy. 
qu. fol. 
2) Der Vorhof" eines ägyptischen Tempels, für das Werk von 
Gau über Nubieii, qu. fol.  
20 ü
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.