Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775685
Bauch," 
Christian. 
305 
Mieczislaus und Boleslaus für die Hauptkirche in Posen ausgeführt. 
Den Plan zu diesem Monumente machte Schinkel nach der von dem 
Fürsten Anton Radziwill und dem Erzhischofe von Gnesen angegebe- 
nen Idee. Der erstere dieser Heiligen ist mit dem Kreuze, König B0- 
lestaus mit dem Schwerte dargestellt, beide von A. Heiiidl gestochen. 
Im Jahre 1333 vollendete Rauch die erste der colossalen Victn. 
rienstatuen in lYIarmor, welche die VValhalla zieren, und im fol- 
genden Jahre waren zwei andere im lYIodelle fertig. In diesem 
Jahre begann er auch die Vorarbeiten zum Denhmale des Fürsten 
Wrede in ltliinchen, so wie zum lebensgrossen Denhbilde des Feld- 
marschalls Gncisenau, die beide in Marmor ausgeführt wurden. 
Ein anderes ÖIIonument, welches 185i auf dem Iiirchhofe der In- 
validen zu Berlin gesetzt wurde, gehört ihm nur tlieilwcise an. 
Es ist dicss das Denkmal des Generals von Scharnhorst, nach Schiii- 
helhs Entwurf, mit Basreliefs am Sarltophage, weiche in historischen 
Darstellungfen die bedcutendlsten lYIorncnLe aus Scharnhorsfs Leben 
enthalten. Auch der Löwe ist nach Bauclfs Modell in Eisen gegos- 
sen. In demselben Jahre ging ein kleineres VVerl-z des laeriihintetl 
Rauch (illIFClIIGCSClIQUlK des Kronprinzen und der Mitglieder des 
preussischen Stnatsininisteriuins an ileirNlinistcr Grafen von Wyl- 
lich und Lottum iiber, Es ist ilicss die Statue einer Victoria init 
Iiriinzen in Marmor. An diese XVerlie reiht sich wieder ein grnss- 
artiges liiiiiigsiliinhinal. im Jahre 1855 wurde zu Üulnbimteu die 
cnlossale Statue Friedrich VVilhelnUs I. errichtet. ein VVeihgoschenli 
des [iiinigs von Preusscn. Fiir den Kaiser von Russland fertigte 
er zu jener Zeit die lebcnsgrossc Statue einer Niajmle, fast ganz. 
entbliisst auf einem Steine sitzend, den rechten Fuss vorgesetzt." 
und mit der Linken die am rechten Schenkel abwärts gelegte Urne 
fassend. Diese Najcide enthüllt die zartestcn, vqllendetsten For- 
men, und gibt von jedem Standpunkte aus ein vollkommen hnr- 
monisches Bild. Ein anderes liebliches Bild, einer neuem Le- 
gende entnommen, ist die kleine Statue der Jungfrau Lorenz, von 
längermiintle auf dem Riiclien eines I-Iirsches.  Dieses Weil; ist 
seit 1356 durch Wiederholungen in Bronze, Eisen und Gyps bc- 
kannt. Zur Ausführung in {Vlarinor bestimmt war 1837 ein Bund. 
bild der Eurilice, wie sie auf den von ferne herdringenden Ges 
sang des Orpheus aufmerksam wviril. Dieses Werk Äkain in den [Se- 
sitz des Herzogs von Orleans, und zwei andere Bilder, eine [ina- 
bengestalt, und eine Statue in Nlarinor bestellte Graf Dernidotf. 
um damit einen Speisesaal zu zieren. Mittlerweile gingen auch 
die Victorien, welche Rauch für die Walhalla ausführen musste, 
der Vollendung entgegen. Es sind dicss vier jugendliche Göttin- 
nen, zwei aufgerichtet, und zwei sitzend, wovon die erste schon 
 in Marmor vollendet war. Die eine der stehenden Victorien 
Schfßilßl majestätisch dem Glücklichen entgegen, den Kranz in der 
nach oben gebogenen Rechten haltend, die andcre,_riiel_ir stehend, 
Wißgl! in den leicht geiitfnetenArmen die Kränze. Die eine der si- 
tzenden Gestalten hält die Iiriinze in den inlissig nach oben geho- 
genen Armen vor sich, und die andere, auf einem Steine sitzend, 
liiilt beide Arme mit den Hränzen nach links niedßf- Zwei notiere 
Victurien dieses Meisters, welche 1837 der König von Preussen in 
Bronze bestellte, sieht man seit 1810 auf Piedestaleir vor dem lilel. 
nen Pavillon im Garten zu Charlottenburg. An diese genannten 
VVßrliß reihen sich noch verschiedene Büsten und Basreliefs. Un- 
ter den letzteren ist eines seiner neuesten, 1358 in Nlarinor ausge- 
führt, eines der vortrefflichsten Werke des MCiSlers. Es zeigt auf 
einer 5,3 Fuss langen Platte zwei weibliche und eine mjnnliche 
Figur, wie sie einen Panther tränken. Von ßiisten haben wir 
lYuglerÄi Künstler-Lear. Bei. XII. 20
        

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