Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775642
Raiti, 
Giov. 
Agost. 
- Batti , 
Cav, 
Carlo 
Gius. 
301 
widmete "sich unter der Leitung dieses Meisters der Hislorienma- 
lerei, malte aber in der Folge lieber Genrebiliier! komischen In. 
halts und Theaterdecorationen. _In S. ('i_lnvanni' zu Szuiona sinä 
von ihm Bilder aus dem Leben dwses Heiligen, unter welchen die 
Enthauptung besonclers gelobt wurde. Bei den Theresianegkslklon. 
nen zu Genua ist ein schones Bild der Geburt Christi. _.In allen 
diesen Gemälden ist Luti's {Schiiler zu erkennen. Auch in Frescn 
malt-e er einiges, und "auf Majolica. Im k. Nluseum zu Berlin ist 
das Mittelfeld einer Schüssel, auf welches Batti 11720 die Toilette 
der Venus malte. Damals war in Savona eine Mujolica-Fabrik, 
Ratti starb 1775 zu Genua.    " 
YVir haben von diesem Künstler auch einige raclirte Blätter, 
darunter solche mit Darstellungen komischen Inhalts, und ernst- 
hafte Gegenstände "   
1) David in halber Figur, mit dem linken Arme auf ein Piede- 
-stal gelehnt, dabei (las Haugt desGoliath. Agost. Ratti in. 
et fecit. Octogun, qu. 12. Selten.  ä,  i. 
2)_Eliezaif und Rebecca am Brunnen, halbe Figupen, nach C. 
Maratti, gr. qu. 8.   ; 
5) Eine heilige Familie, nach demselben,-3.    
 4) Die heil. Jungfrau mit dem Binde, "halbe Figur,- nach F. 
Vieira. Oval, 12.  
5) Phalaris lässt den Perillus im ehernenOchsen bratcnF, nach 
demselben , 8. 
Battl, Cav- Carlo Gluseppe, der Sohn des- Obigen, war eben- 
falls Maler, und nicht so unbedeutend, als einige frühere Schrift. 
steiler ihn gemacht haben. Lanzi. vertheidiget- ihn gegen die"vie- 
len Ausfälle, und behauptet imiGegentheile dass, er fücseine 
Zeit ein sehr lobenswerther Künstler" gewesen. Er lebte zu Rom 
vier Jahre im Hause des berühmten Mengs, und führte da meh- 
rere Bilder nach Entwürfen des Meisters aus, die dieser dann über- 
 ging, wie eine Geburt Christi, die nach Barcellona kam, und" die 
heil. Catharina von Genua, welche in der Kirche der Heiligen-auf- 
gestellt wurde. Der Kopf ist von Mengs gemalt, und auch die 
 übrigen fTheile retouchirt. Dass aber Batti nicht untüchtiggVwar, 
beweiset wohl der Umstand, dass rlllengs und Batoni ihn empfah- 
 le-n, ialsimßk. Pallaste zu Genua Vaterländische ßeschichten dar- 
gestellt werden sollten. Ratti löste seine Aufgabe auf lobenswerthe 
Weise, und Lßnzi sagt, Einsichtige hätten in diesen Bildern et- 
-was mehr, als Nachahmung guter Meister gefunden. Ratti benutzte 
gerne fremde Stiche oder Gemälde. Als Copist dürfte er aber sehr 
gut gewesen seyn, da Mengs ein in Parma von Ratt-i gemaltes 
 Nachbild des hl. Hieronymus kaufen wollte. Menge ermunterte den 
Künstler auch, über Malerei zu schreiben, es scheinen aber die {mei- 
sten Notizen verloren gegangen zu seyn, welche er während seines 
Aufenthaltes bei Mengs gesammelt hatte. Sein Leben Correggitfs 
Sir-schien mit einigen Nachbesserungen" als Mengsens Wßrliu Wie 
 in der Vertheidigung iiatti": (Difesa o-Letlerß ad 11H anlico) be- 
hauptet wird, und was Lmnzi bestätiget fand. Den Namen des 
Verfassers tragen später cliewNotizie storiche sincere mtorno 1a vita 
e le opere del etc. Correggio. Finale 173-1. Dann schrieb Ratti 
auch „Vita del Cav. Meugs, 177g", und mehrere andere Bei- 
träge zur Lebensgeschichte der Maler sind in seiner neuen Auf- 
lage von Sopranfs Werk: Vite de' pittori, scultori ed architetti 
Genovesi. In questa seconda edizione rivedute, accresciute ed arric- 
chite di nute da G. G. Batti. Mit Bildnissen. Genova, 1768, gr. 4.
        

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