Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775580
Bapianus. 
Baposi 
Rapus, 
Vittorio Amadeo 
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etwa den Leistungen der Nürnberger Schule zur Seite zu stellen 
seyn möchte. Die Compositiun des Mittelbildes ist etwas überla- 
den, die Köpfe sind in Bezug auf Kraft und Individualität ausge- 
zeichnet; minder in Bezug auf inneres Leben, wie sich solches im 
momentanen Ausdrucke zeigt._ 
Ausser diesem Werke wird von Raphon noch ein Altarbild 
von 1499 angeführt, Welches 1631 aus der Iiirche des lilosters 
VValkeiiricd nach Prag gebracht wurde, wo es aber verschollen ist. 
Dieses Bild hatte die Aufschrift: Praeclarissirnum hoc opus pcrfer- 
tum est procurante Johanne Fiper, Priore oHiciosissimo, Lectore 
insuper promtissimo et Johanne Haphon, quasi Apellc altero pin- 
gente anno Domini IVICCCCXCIX. Andere Werke dieses Meisters 
sind auf der Bibliothek in Göttingen und in der Sammlung des 
l-Irn. Hausmann in Hannover. 
Die Lebensgeschichte dieses Baphon ist ziemlich unbekannt, 
doch fanden weitere Untersuchungen den Künstler unter den De- 
clianten des St. Anrlreasstifts zu Einbeck. Johann Letzener sagt in 
seiner seltenen DasseVschen und Einbeck'scheii Chronik, 1506 fol. 
Tli. I. Ö K. 63. dass, nach dem 1507 erfolgten Tode des Dechants 
Johann Criinenas, Johann Haphun wieder erwählt, und dieser, ein 
überaus kunstreicher guter lVialer gewesen sei, wie Seine Stücke, 
so noch an etlichen Orten vorhanden, solches bezeugen. Dieser 
Raphun ist sicher Eine Person mit unserm Künstler, der sich nach 
Zeitsitte in Raphon latinisirte. 
Auch die Chroniken von Walkenried gedenken des Künstlers. 
Heinrich Eckstorin (Chronicon WValkenreclense 1597 p. 135 Ff. er- 
wähnt eines sehr kostbaren Altarbl-attes, welches gleichfalls Chri- 
stus zwischen den beiden Schiichern ain Kreuze hangend, vorge- 
stellt hatte, wahrscheinlich das Bild, welches nach Prag gebracht 
wurde. Der kleineren auf den Seitenfliigeln zerstreuten Darstel- 
lungen waren noch mehr, als auf derriDombilde zu Halberstadt. 
Das Chronikon meldet ferner: das Gemälde zu Walkenried sei im 
Paulinerkloster zu Göttingen vcrfertiget, und nach Verwüstung des- 
 selben ilort hingebracht werden. Dann lieisst es weiter, der Künst- 
ler habe in dortiger Gegend viele vortreffliche Werke hinterlassen, 
und zurvßelolinung seines Iiunstileisses hätte man ihn 1507 zum 
Dechantcn des Alexandersstiftes zu Einbeck erwählt. Im Jahre 1523 
 lässt Eckstorm den Iiiinstler sterben. Leukfeld (Walkenried'sche 
Chronik, Jena, 1705. II. 123) erwähnt ebenfalls dieses Bildes, sagt 
aber nur, dass der Prior Johannes Piper die Altartafel im hohen 
Chor der grosscn Kirche habe aufstellen lassen, welche aber die 
Mönche in den Kriegsjahren nach Prag gebracht hätten. 
 Brulliot gibt ein Monogramm, welches einige diesem Raphon 
zuschreiben, aber mit Unrecht, da selbes aus den Buchstaben L. 
 B. B. S. besteht, und auf einem Geinälde steht, welches viel älter 
ist, als jene von Raphon. Es ist diess ein Altargemälde mit Flü- 
geln, welches aus der St. Blasiuskirche zu Braunschweig m das 
Museum dieser Stadt gebracht wurde. 
Rapianus, Spottnanie von A. Oudendyck. 
Bapllll, GQBIZQIIO, Architekt und Radirer von Bologna, arbeitete 
um 1750  80.  
 Wir haben von ihm eine schöne Landschaft, fur L. Guidot- 
ti's Sammlung radirt. 
Baposi oder Bapus, VittorimAmadeo, Maler von Turin, war 
Schüler von C. F. Beauinont. Man findet in Kirchen Bilder von 
 ihm, die um 1770 - 90 gefertiget sind.
        

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