Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775410
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Bamperl- 
Dumarcst. 
Bamboux , 
Joh. 
Ant. 
grnphirt. Mit Sonetten vun Minna Wine, Hannover 1331, 
rou 4. Der Ertra ( r. Exem l. 5 Th. ß r.) war für die 
3 E? P  P 5 
Armen in Hannover bestimmt. 
Bambcrt - Dumarest , 
Dumarest. 
Bßmbüux, Jßhaflfl Alltßn, Zeichner und Maler, wurde 1790 zu 
Trier geboren, und zu Florenville von A. d' Orval in den An- 
fangsgründen der Kunst unterrichtet, bis er endlich zur weite- 
ren Ausbildung nach Paris sich begab. Hier besuchte er drei 
Jahre das Atelier des berühmten David, und war einer der ei- 
frigsten Schüler jenes Meisters, dessen Streben ihm das höchste 
schien; allein nach seiner 1815 erfolgten Rückreise nach Deutsch- 
land erkannte er hald das einseitige Wesen der französischen 
Schule, und er suchte daher eben-so eifrig alles Französische 
abzustreifen. Er besuchte ein Jahr lan die Akademie der Kün- 
ste in München, ging aber dann nach Rom, wo ihm in kur- 
zer Zeit vollkommen gelang, was er schon in München mit grus- 
sem Gliiclse begonnen hatte. Im Jahre 1818 vollendete er ein Ge- 
mälde. welches als Erguss eines ausgezeichneten Talentes geprie- 
sen wurde. Dieses Bild stellt das erste Menschenpnar vor, und 
daran reihen sich verschiedene andere, die von eben so grosser 
Berleutung sind: wie die Predigt im Coliseum, Christus im Schiffe 
während des Sturmes schlafend, Ugoliuo im Hungerthurme, die 
Scene aus dem Decameron des Boccaccio, eine Gesellschaft von 
jungen Leuten vorstellend, die sich vor der Pest in Florenz auf 
eine benachbarte Villa geflüchtet, 1852 im Carton auf der Kunst- 
ausstellung in München zu sehen, und ein zweiter grosser Carton, 
in dem bezeichneten Jahre in Berlin ausgestellt, stellt in Petrarca 
und Laure den Triumph der Liebe dar, in einer Einfassung von 
kleinen Darstellungen aus dem Gedichte Petrarczfs: l trionfi. Die 
Gemälde dieses Künstlers sind bisher in geringer Anzahl vorhan- 
den, desto zahlreicher aber die Zeichnungen, deren die Stadt Düs- 
seldorf einen Schatz _von mehr als 500 colorirten Blättern besitzt. 
erst seit 1841, wo dieselben für eine namhafte Summe erworben und 
als Eigenthum der Stadt der Kunstakademie überwiesen wurden. 
Diese Sammlung beginnt mit einer Reihe von Nachbildungen der 
wichtigsten Mosaiken zu Ravenna, Rom u. a. O. vom llten Jahr- 
hundert an, und gibt ausser mehreren inneren und äusseren An- 
sichten. besonders merkwürdiger Gebäude, als der Dome zu Or- 
vieto und zu Siena, der Kirche des heil. Franz zu Assisi, der Ba- 
sililaen des heil. Johannes im Lateran und des heil. Petrus in ihrem 
xirsprünglichen Zustande etc. Nachbildungen sowohl von Fresco-. 
als 'l'empera- und Oelbildern, aber vorzugsweise von VVandgemäh 
den. Da begegnen wirden alten Meistern Cimabue, Giunta Pisano, 
Giotto und seinen zahlreichen Schülern, und ausser mehreren un- 
bekannten Meistern finden wir meist mehrfach repräsentirt: B. Bu- 
falmaco, Puccin Campanna, Stefano Fiorentino, Pietro Cavallini, 
Simone und Lipo Memmi, Taddeo und Gio. Gaddi, Tommaso Giot- 
tino, Gio. Melano, Pace da Facnza. Ferner finden wir Copien von 
Malereien in Arezzo und aus S. Benedetto bei Subiaco von Greco. 
Ambruogio Lorenzetti u. A.; in Siena von Taddeo Bartoli; in Orvielo 
von Prete Ilario, von Pietro Lorenzetti, Gio. da Fiesole, Luca Siglw" 
i relli und Benozzo Gozzoli; in Neapel von Zingaro und von Schülern 
des Giotto. Sodann enthält die Sammlung Blätter nach Bildern V03 
Gio. Snnzio in Cogli, von Lionardo da Vinci in S. Onofrio zll nümv 
von Pietro Perugino in Pcrugia, Cittä della Pieve, Montefalcol V0" 
Pinturicchiu in Spellu. Aus der Sixtixla im Vatikan sind mehrere
        

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