Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775389
Bamberg, 
Johann 
Heinrich. 
zis 
M R. B. Mnlrirz 
Pictor fecit. 
kommen lässt, bezeichnet: 
theus Rambauzek Bohemus 
1593 v 
lMat- 
Bamberg, Johann Heinrich, Zeichner, Maler und Kupferste. 
eher, ein origineller und fruchtbarer liiinstler, wurde 1765 _zu Han- 
nover geboren, und da er schon in iruher Jugend ungewöhnliche 
Anlage zur Kunst verrieth, so suchte ihm sein Vater, der churfiirst- 
liche Hofrath Bamberg, allen möglichen Vorschub zu geben. An- 
fangs zeichnete er nach den damals gewöhnlichen Mustcrbliittern, 
 doch ohne sich sklavisch daran zu halten, und auch die Blätter von 
le Prince, so wie die Zeichnungen von la Fage, deren ihm später 
vorgelegt wurden, benutzte er nur als Mittel, um zu grösserer 
Selbstständigkeit zu gelangen. Er verschmolz die Manieren dieser 
damals hochgeschätzten beiden Meister in eine einzige. und schuf 
schon als Knabe originelle Bilder. Es ist ein charakteristischer 
Zug im Leben dieses Künstlers, dass er nie zum Copiren gezwun- 
gen werden konnte, seine lebendige Einbildungslsraft trieb ihn 
aber gleich an, auf die blosse Schilderung eines Gemäldes hin, ein 
ähnliches Bild ZUXCOIDPODIPOD: Auch beim Zeichnen nacli den be- 
sten Gypsabgiissen hielt er_sich nicht lange auf, eben so wenig 
gestattete ihm seine Lebendigkeit ein strenges Studium nach der 
Natur; allein dafur blieb seine Zeichnung stets etwas manierirt. 
In seinem eilften Jahre fing er auch in Ocl zu malen an. Der Ab- 
schied und der Tod des Germanicus, und ein anderes Bild, I:lero 
und Leander vorstellend, sind die ersten Proben seiner Kunst iu 
Oel zu malen. Doch fuhr er auch fort, Zeichnungen zu entwer- 
fen, und seine malerischen Ansichten des Harzgebirges, deren er 
1780 in wenigen Tagen mehr als ein Dutzend in Bister zeichnete, 
waren esydie ihm durch den hannoveranischen Gesandten in Lon- 
 don die Gunst des Königs von England erwarben. Der Monarch 
gab ihm eine Stelle in der Akademie zu London, und da nun lag 
Bamberg neun Jahre seiner Ausbildung ob. Er fertigte während 
dieser Zeit eine Menge Zeichnungen, die von den besten Kupfer- 
stechern damaliger Zeit, von Bartulozzi, Murphy, und andern ge- 
stochen wurden. Bamberg malte in London auch mehrere Bilder 
in Oel, einige religiöse Darstellungen fur die Capelle zu St. Jamßß. 
von welchen Murphy Christus am Oelberg und die Auferstehung 
in Mezzotinto gestochen hat, Scenen aus Shakespearcfs dramati- 
schen Werlsen für die bekannte Shakespeare-Gallery des Alderman 
Boydell, andere fiir-den Poetensaal, und ein grosses Bild für Car- 
letonhouse, Alexander's Uebergang über den Granicus vorstellend. 
L. Neumann schrieb darüber eine eigene Abhandlung: Rambergä 
Gemälde vom Zuge Alexander's durch den Granicus. resden 1797. 
In England zeichnete er auch mehrere Bildnisse hoher Personen. 
Jene der Königin und der Prinzessinnen wurden von verschiede- 
nen Meistern gestochen. lxn Jahre 1788 reiste er mit Unterstützung 
des Königs nach den Niederlanden und nach Italien. Bei dieser 
Gelegenheit besuchte er in den Niederlanden alle Städte, WO Mei- 
sterwerke der Malerei zu treffen waren, so wie in Deutsch- 
lanrl- In Leipzig malte er das Bildniss des Dichters Gleim, wel- 
ches Schulz in Kupfer gestochen hatfauch zu Prag und in Wien 
hielt er sich einige Zeit auf, endlich aber konnte ihn nichts mehr 
von seiner Reise nach Italien abhalten. In Vßlllßllig traf er den 
später als General-Direktor der französischen Museen berühmten 
Denen, dessen IBiIdniss er malte, während Denen das Portrait 
Rambergfs stach. Hierauf begab er sich nach Bologna und Parrna, 
und nachdem er auch in Rom und Neapel längere Zeit verweilt 
hatte, kehrte er endlich nach Hannover zurück, wo ihm jetzt der 
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