Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775128
Baimondi , 
MarcantoniO. 
249 
Cicngnnra. Bartsch nimmt die Abdrücke mit der genannten 
Inschrift fiir die ersten. 
Marco di Ravenna hat dieses Blatt _copirt, mit so viel 
Flciss und Iiunst, dass man getäuscht werden könnte. Im 
Originale sind die Umrisse des l-linterhauptes und des Na- 
ckens der Göttin, welche rechts oben der Dxana gegenüber 
sitzt, vollkommen sichtbar, während sie in der Copie durch 
den Rand der Platte abgeschnitten erscheinen. In der Copie 
ist der Buchstabe N des Wortes INV'EN unmittelbar unter 
dem Buchstaben R des Wortes VRBI gesetzt, während das 
N im Originale ein wenig mehr zur Linken steht. Ein We- 
sentlicher Unterschied zeigt sich auch in einigen Grashal- 
nicn, rechts unten unter dem linken Iinie des Flussguttes. 
In der Copie sind fünf dieser Halme fast auf gleiche Weise 
gebogen, haben gleiche Länge und sind gleich weit von 
einander entfernt, statt das auf der Originalplattc diese Hal- 
me in Axisehung ihrer Länge, ihrer Gestalt und ihrer Zwi- 
schenräume mehr Abwechslung haben. S. Bartsch Anleitung. 
Fig. 70. Lit.  Man nahm diese Copie fast allgemein für 
die von Villamena retuucliirte Originalplatte. Siehe auch M. 
da Ravenna. 
224) (2117) Der Parnass. nach einer Zeichnung RafaePs zu dem 
beriihnxten Bilde im Vatikan, doch mit Veränderung, wel- 
che hauptsächlich darin besteht, dass im Stiche Marc-Anton's 
Apollo keine Geige, sondern die Lyra hat. In der Mitte 
unten steht: I-{APLIAEL PINXIT IN VATICANO. (MAF. 
verschlungen). Dies ist eines deri schönsten Blätter und ein 
Meistersliick RaimondYs. Er hat es wahrscheinlich kurz vor 
der Ausführung des Gemäldes gestochen, nicht einige Jahre 
später, wie Ottley glaubt. Damals hätte er vermuthlich den 
Stich nach dem Gemälde unternommen, gesetzt auch, dass 
sich die Geige zur Figur eines Apollo nicht gut schickt. H. 
15 Z. 5 L., Br. 17 Z. 6 L. Valois 576 F12, Silvestre 399 Fix, 
Durand 580 Fix, Frauenholz 22 f1., Spekter 15 'l'hl. 
Copien. 
A. Im Sinne des Originals, mit dem Zeichen. Man erkennt 
diese Copie an der Lyra, deren Saiten Apollo anschlägt. 
Man sieht nämlich in der Copie unter dem kleinen Fin- 
ger deren sieben, im Original nur sechl. Die Nasenspitze 
und das Haupthaar des Dichters, der rechts zwischen den 
zwei Lorbeerbäumen sichtbar ist, streift an den linken 
Stamm, wvährend man im Originale einen kleinen Abstand 
bemerkt. ' 
B. Von der Gegenseite, aber nur die mittlere Gruppe: Apollo 
unter den Musen, links zwei Poeten, rechts Homer zwi- 
schen zwei Philosophen, und der schreibende Mann. In 
der Luft sieht man nur drei Genien. Links unten ist ein 
aus AV bestehendes Monogramm. Dann: RAPHAEL VH- 
BIN. HOMA. _ Rossi. H. 6 Z. Q L.. BP- 12 Z- 8 L. 
Die ersten Abdrücke sind ohne Zeichen und ohne Schrift. 
225) (248) Das Bacchanal, ein Opfer an den Priap, nach einem 
antiken Basrelief aus der Iiirche S. Marco in Rom. Links 
an der Terme ist das Zeichen. H. 5 Z- 4 L., Br. tg Z. 
Aeusserst selten. 
216) (249) Dieselbe Darstellung von der Gegenseite, so dass die 
Satyrin vorn an der Terme des Priap auf den Knien links 
des Blattes erscheint. Am Piedestal steht: ROMAE AD. S.
        

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