Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1775096
Baimondi , 
Marcantonio. 
211) (200) Dieselbe Darstellung, init grösserer Sicherheit und 
Freiheit gestochen, sicher von Marc-Anton selbst, doch mit 
einigen VerE-inderungeny Unten in der Mitte ist liein Täfel- 
chen, über den linken Arm fällt keine Haarloche herab, die 
zwei Bettzipfel sind nicht mit horizontalen Linien bedeckt, 
sondern weiss. Die Grösse beider Blätter ist dieselbe. so wie 
die Seltenheit. Man findet auch Abdrücke, welche oben einen 
Rand Vorl 10 Linien haben. 
A. Es gibt davon eine sehr gute gegenseitige Copie, die Bartsch 
erwähnt. 
B. Eine andere gegenseitige Copie, auf der man links unten 
 das Monogranim MV (verschlungen) 1596 findet. Dieses 
Zeichen ist in dem drei Linien grossen Ünterrande, der 
also abgeschnitten seyn könnte. 
212) (207) Alexander der Grosse verschliesst die Bücher des Ho- 
mer in den Hastcii des Darius, oder die Sibyllinischen Bii- 
cher im Sarge des Nuina Poiiipilius. Der Iiiinig, gefolgt von 
sechs Soldaten, steht rechts, ein Weiser legt einen Band 
in die Kiste, und sieben andere VVeise nehmen die linke 
Seite ein. Dies ist eines der vullendetsten Blätter dieses 
Meisters, in der Mitte unten mit dem Tiifelclien versehen. 
Die Composition ist von Rafael, eines jener Bilder im Va- 
tikan, welche grau in grau ausgeführt wurden. H. 9 Z.6 L., 
Br. ilt Z. 10 L. Silvestre 556 Fr., Logette 552 Fix. Basan 
126 Fr., Frauenhnlz 17 11., Brandes 5 Thl. 12 gr. Bei Wei- 
gel vor aller Adresse 52 Tlil.  
Bartsch nennt eine gleichseitige, sehr gute anonyme Co- 
pie, wo auf dein Tßifelclien folgende Worte stehen: Ptafa. 
Vrb. inve., Zanetti (Nr- 5384 glaubt dagegen versichern 
zu können, dass diese Copie des Bartsch, falls sie wirklich 
existire, ein Abdruck der Originalplatte sci, die etwas re- 
touchirt, und mit dem Namen des Erfinders bezeichnet wurde. 
Zanetti sah im Cabiiiet Cicognara einen solchen. WG aber 
auf dem Täfelchen folgendes steht: liafa -el Urh.-inve- 
Als Copien gelten demnach folgende, auch von Bartsch er- 
wähnte Blätter: 
A. Sehr gute, originalseitige Copie von einem Ungenannten. 
Im ersten, seltenen Drucke vor der Schrift auf dein Tafel- 
chen, im zweiten mit der Schrift: Piafa. Vrb. inne. H- 
gZ.2xL.,Bi-. 14161,.   
B- Anonyme, gegenseitige Copie, von geringer Bedeutung- 
Nur Alexander und ein Soldat haben Lanzen, während im 
Originale und in der Copie A. neben Alexander vier Sol- 
daten bewalfiiet sind. H. 9 Z- 2 L's BIN Q Z. 2 L. Diß 
spätem Abdrücke haben A. Salamancffs Adresse. 
C. Radirtc, gegenseitige Copie, ohne Zeichen. H. 9 Z. 4 L., 
Br. 14 Z. 8 L. 
213) (200) Die Entführung der Hclenayrßiühß 11ml schöne C0111- 
position von Rafael, von Vasari "bellissimo ratto" genannt- 
H, m Z. 10 L., Br. 15 Z. 6 L. Die spätern, geringem Ab" 
drücke haben Salfltnanctfs Adresse. Noch schwächer sind 
jene, welche rechts unten folgende Inschrift haben: Rafael 
Vrbi. inuen. 
Marco di Ravenna hat diese Darstellung ebenfalls gesto- 
chen, mit einigen Veränderungen. Rechts unten Stellt dfir 
Buchstabe B." E. de Laune lieferte eine verkleinerte Copie
        

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