Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1774962
Ra imondi , 
Marcantonio. 
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im Original weissen Rand mit einigen Strichen beschattet. 
Die sieben ersten Knospen, die sich unten an der Aus. 
hauchung herurnziehen, sind im Originale mit schiefen Li- 
nien bedeckt, in der Copie mit horizontalen. In dieser 
hat die-linke Hand der Alten hinter der heil. Jungfrau 
auch einige Lichtstellen, während sie im Originale gleich- 
mässig bedeckt ist. 
Den Urheber dieser ausgezeichneten, gleichgrossen Co- 
pie kennt man nicht. Bartsch JDÖClIiE sie dem Marco di 
Ravenna beilegen, der nach seiner Ansicht auch der Ste- 
cher des Iiinderinordes ohne-Bäumchen ist; allein die Mehr- 
zahl erklärt letztere als eigenhändige Wiederholung des 
lYIarc-Anton, und die VortrelTlichkeit dieser Copie spricht 
sicher auch fiir denselben. 
Die Abdrücke sind nicht alle gleich. schon vorder Re- 
touche viele schwach. Endlich wurde die Platte retouchirt, 
und unten folgendes Gebet hinzugesetzt: Ave Maria Gra- 
tia plena, Dominus tecum etc. Petru. Capritslus formis 
Romae 159g. Unter dem Becken steht: Rafael Vrbin. inven. 
B. Anonyme Copie im Sinne und in der Griisse des Originals, 
mit dem Täfelchen. Der Cupist hatte den Stich des ilVIarc- 
Anton vor sich, nicht die obengenannte amrebliclie Nach- 
bildung, behandelte aber seinen Gegenstand kalt und ge- 
schmaclilos. 
C. Copie nach der sub A. beschriebenen Copie. Sie hat das 
Täfelchen nicht; auch keine anderweitige Bezeichnung. H. 
 
Heilige.  
H2) (61;  76) Jesus Christus und die 12 Apostel, stehend darge- 
stellt, der Name eines jeden irn Heiligenscheine. Nach Ra- 
fael, ohne Zeichen. H. 7 Z. 10-L., Br. 5 I4. 
 Diese 15 Blätter gehören nicht zu den besten VVerlsen des 
Iiiinstlers, und Bartsch glaubt, dass sie Marc-Anton nur auf 
Verlangen der Waler gestochen habe, welchen derlei Blätter 
von Nutzen seyn konnten. Bartsch erklärt daraus auch die ans- 
serordentliche Seltenheit der guten Abdrücke, und dass selbst 
noch von der sehr abgenutzten und zuletzt retouchirtexi Platte 
Abdrücke gemacht werden mussten. Diese letzteren sind rechts 
unten numerirt, die Zahlzeichen erscheinen aber verkehrt. 
Es scheint auch, dass sie lYIarc-Anton zum zweiten Male habe 
stechen wollen, denn Christus und Petrus sind wirklich in 
Wiederholungen vorhanden; allein er gab die Arbeit auf, 
sei es, dass mittlerweile die Stiche des NInrco di Ravenna 
erschienen, oder dass er interessantere Beschäftigung gefun- 
den hatte. Um die Stiche lVIarc-Antoifs von jenen des 
Marco di Ravenna und von den Copien zu unterscheiden. 
bezeichnen wir hier die Stellung der Figuren RaimondPs. 
115) I. Jesus Christus mit der Siegesfahne.  
A- (Öll-l Im früheren Hlatte die Siegesfahne in der Linken 
und mit der andern segnend. Sein Haupt Ist von einem 
_Sterne umgehen, und der Leib von einer Stralilenglorie 
H] ovaler Form. 
B- (77) In der Wiederholung hält er das Pannier in der Rech- 
ten uud segnet mit der Linken. Dieses Blatt ist viel vor- 
züglicher und zarter gestochen als das obige. Die Lage 
der SchraFfiire ist sehr reeelmässi  Ohne Zeichen, in lei- 
 n g g 
cher Grosse,
        

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