Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1774945
Baimondi, 
Blarcantonio. 
231 
Die anonyme, genaue Copie hat obenzu beiden Seiten 
einen Cherubiin-Iiopl" und einen Engel, welche Aug. Cnr. 
raeci hinzustach. In der Mitte unten liest man: Rat"; Vrb. in. 
Ohne Täfelchen. In der Grösse des Originals. Heinecke hält 
diese Copie für Original des unter der vorhergehenden Nu- 
nier erwähnten Blattes. Er glaubt, dass Carracci die Platte 
retouchirt, und-bei dieser Gelegenheit die- Cherubim hinzu- 
gesetzt habe. Bartsch beziichtigt ihn des Irrthums. 
106) (54) Die Madonna auf dem Throne, wie ihr der junge To- 
  bias einen Fisch opfert, RaEaeVs berühmte Madonna del 
yesce (la vierge au poisson), aber nach einer Zeichnung 
gestochen, nicht nach dem Gemälde in Spanien. _Von diesem 
Stiche spricht schon Vasari. Er behauptet aber, er sei nach 
dem Gemälde der Dominikaner in Neapel gefertiget, und 
daraufhin hat man wahrscheinlich das Blatt dem Marc-Anton  
beigelegt. Iiartsch möchte es mit Mariette lieber dem Marco 
di Ravenna beilegen, der es demnach unter den Augen Rai- 
mondPs gestochen haben könnte. H. Q Z. Ö L. , Br. 3 Z. 
I. Ohne Täfelchen und ohne andere Bezeichnung, die Platte 
wurde aber schon in diesem Zustande sehr abgenutzt. 
II. Die Platte wurde retouchirt, oder vielmehr ganz überar- 
beitet, aber von ungeschickter Hand. Jetzt wurde links 
unten das 'I'Eit'elchen mit Marc-Antods Adresse hinzuge- 
setzt. Dann gibt es davon Abdrücke ohne und mit der 
Adresse von Salamanca. 
 Die anonyme, niittelmässige Copie hat ebenfalls Sala- 
manrxüs Adresse, man erkennt sie aber an den Aureolen 
der Madonna, des Jesushindes und des heil. Hieronymus, 
  welche im Originale fehlen. H. 10 Z. g L., Br. 8 Z. 
m7) (57) Die Madonna mit dem langen Schenkel. Von Marolles 
zuerst la Vierge ä la grande cuisse, und erst später la vierge 
51 la cuisse longue genannt. Die heil. Jungfrau sitzt rechts 
vor der Wiege, und das Jesuskind streckt die Rechte nach 
der Banclrolle aus, welche ihm der gegenüber kniende Jo- 
hannes reicht. St. Joseph sitzt linlts auf dem Sattel des Esels, 
der hinter ihm mit dem Kopfe sichtbar wird. Im Grunde 
ist eine Ruine. Diess ist eines der besten Blätter, welche 
Marc-Anton nach Rafael gestochen hat. Ottley is-t geneigt, 
dem Giulio Romano die Composition beiiulegen, was auch 
Zanetti nicht unwahrscheinlich iindet, nur stimmt er dem 
Ottley nicht bei, wann dieser behauptet, dass diess eines 
der letzten Blätter Marc-Antods sei. Es trägt allerdings 
die charakteristischen Zeichen seiner letzten Manier, Rai- 
mondi hat aber wahrscheinlich schon einige Zeit vor 1527 
den Stich vollendet, da wir eine trelIliche Wiederholung 
von Marco di Ravenna haben, der in jenem Jahre während 
der Belagerung llonfs starb. Links unten ist das Täfelchen. 
H- 14 Z- 10  Br. g Z. 10 L. Durand 240 F12, Palliere 
129 15-, P1. van Amstel 19 fL, Frauenlwll 11 fl., Winliler 
20 Thl., Brandes 5 Thl. [1 gxy, Spekter 5 Thl- 
Sil. da Ravenna hat dieses Blatt Cvpirl, und sein Zei- 
chen SH. daraufgesetzt. In der Cupie Ilaßh diesem Blatts 
steht das  zweimal.  
108) (59) Die heil. Familie unter dem Gewölbe. Die heil. Jung- 
lrau sitzt linlss mit dem liinde auf dem Boden, St. Joseph 
rechts vor dem Tische unter einem Gewölbe. Nach dem
        

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