Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772753
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Pnadier , 
Charles 
Simon. 
Prmlier, 
James. 
-__fiihrt aber nicht nur den Grabstichel mit Meisterschaft, er ist auch 
als Zeichner zu rühmen. Er arbeitete meistens nach eigenen Zeich- 
nungen". die an und für sich iiusserst liebliche Gemälde bilden. 
Sie sind in Lavisinanier behandelt, und leicht colorirt. Anfangs 
stach er viele Portraite, besonders nach Gerard, und unter diesen 
war es 1810 vornehmlich jenes von Sossure, welches den jungen 
Künstler vurtlieilhaft bekannt machte. Im folgenden Jahre stach er 
das Bilqlniss des Dichters Ducis. womit Pradier ausgezeichneten 
Beifall erhielt, und das Bildniss der Iiönigin Hortense trug ihm 
1812 eine goldene Medaille ein. Der König bewilligte ihm eine 
Pension zur Fortsetzung seiner Studien, und von nun an erschie- 
nen auch mehrere andere umfassendere Werke von ihm, die nicht 
minder ihren Urheber ehrten. Endlich wurde er auch Ritter der 
Ehrenlegion. Von Pradier's Blättern existiren verschiedene Abdrü- 
cke: reine (seltene) Aezdriicke, vollendete Abdrücke vor der Schrift, 
und solche mit der Schrift. 
i) Das Bildniss des Königs von Neapel, nach Gerard, 1814, fol. 
2) Jenes der Königin l-Iortcnse, nach demselben, fol. 
 5) Ilcgnaut de St. Jean-düingely, nach Gerard, Bniestiick, fol. 
4) Das Bilclniss von H, B. de Saussure, in einer Felsenland- 
 schaft. St. Ours, gr. fol. 
5) DasPortrait des Dichters Ducis, nach Gerard, fol. 
6) Jenes des M. de Sicard, meinbre de l'Institut, nach demsel- 
ben, fol.  
-7) Redoute, Maler, nach Gerard, fol. 
8) La vierge am: ruines, nach RafaePs Bild beim Marquis Ma- 
rialva, ein Hauptblatt, s. gr. fol. 
9) Amor und Psyche, nach G_Örard's berühmten Gemälde, mit 
grosser Kraft und Sicherheit gestochen, gr. fol. 
10) Flnre caressäe par Zephyr, nach Gcrard, fol. 
11) Virgil liest dem Augustus die Aeneide vor, Tu Marcellus 
eris etc., nach Görnrd, fol. Preis 25 0.24 lir. 
12) Rafael und die Fornarina, nach lngres, ein Hauptblatt, 
 fÜl-  
15) Antiochus, nach demselben. fol,   
14) Die Erzherzogin Caroline Leopoldine von Ocsterreich zu 
Rio Janeiro, nach Debret, 1822- Ei" Iiüuplblüll, gr. qu. 
fol. 
15) Drei landschaftliche Skizzen; in der einen ist ein Pferd, in 
 der andern ein liegender Hund.  
Pradier, James, Bildhauer, wurde 1794 in Genf eboren, aber zu 
, Paris in Lemofs Schule. zum Iiiinstler herangcbildläet. Dabei unter- 
stützten ihn Fleiss und natürliche Anlage, und so trat er schon 
1315 muthvoll in die Reihe der Goncurrenteu um den grossen 
Preis, mit welchem die Pension zu einer Reise nach Rom verbun- 
den ist. Der junge Pradier trat als Sieger davon , und seit dieser 
Zeit vermehrte er durch immer neue Werlse seinen Ruhm. Pra- 
dier gehört jetzt zu den ausgezeichnetsten Künstlern der neueren 
französischen Schule. Er hat mehrere Werke geliefert, die in 
 Schönheit der Form und in Meisterschaft der Behandlung des Stof. 
fes zu den trefflichsten Werken dieses Faches im Allgemeinen ge- 
hören. Er behandelt das Nackte mit ausserurdentlicher Weichheit, 
auch in der Draperie besitzt er im hohen Grade Geschmack, aber 
schade nur, dass die Köpfe bei aller Schönheit der Form häufig 
leer und ausdruckslos sind. 
 Vlmi Museum zu Röuen ist eines seiner früheren Werke, die
        

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