Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1774306
Quesneatl. 
Quesnel. 
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Quetremont hat auch einige Bildnisse radirt, nach Rubens, van 
Dycls und nach eigenen Gemälden. 
1) D. Fred. de Marselaer Eq. Aur. Toparcha de Parck. etc, P, 
P. Rubens pinx. E collectione P. V. van Vergele Antw. 177?- 
Geistreich radirt und mit dem Monogramm des Meisters ver- 
sehen, fol.   
Quesneau: nuPfeßtechßr, dessen Ganclellini erwähnt, ohne nähere 
Angaben. Er soll nach N, Poussin eine Iireuzabnehmung radirt 
haben. Ist vielleicht aus der Familie der Quesnel, die aus mehre- 
ren Gliedern bestand. 
Quesnßl, Frangols, Maler, Würde 1540 oder 1542 zu Edlnbllrg 
geboren, ging zur weiteren Ausbildung nach Frankreich, und wurde 
zuletzt Hofmaler König Heinrich lII. von Frankreich. Auch Hein- 
rich lV. behielt diesen Künstler in seinen Diensten, und wollte ihn 
zuletzt sogar in den Kittel-stand erheben, was aber dieser aus Be- 
scheidenheit ablehnte. Starb zu Paris 161g. M. Lasne hat das Bild- 
niss dieses Künstler gestochen, und F. Brebiette dessen Brustbild 
mit allegorischem Beiwerllle, ein seltenes Quartblatt. 
Quesnel malte Bildnisse und historische Darstellungen, beson- 
ders aus dem Leben der genannten Könige. Thomas de Leu stach 
die Salbung Ludwig XIIL, wovon die Federzeichnung im Cabinet 
Paignon Dijonval sich befand. Es finden sich in Frankreich noch 
mehrere Zeichnungen von diesem Iiiinstlcr, besonders Bildnisse, 
die er mit schwarzer und rother lireicle trefflich zeichnete. Haelweg 
stach ebenfalls die Salbung Ludwig XIIL, und ein Ungenannter in 
M. de Mathoniere's Verlag diesen König, wie ihm seine Mutter 
Unterricht ertheilt. Th. de Leu, Eclelink, van Schuppen u. a. haben 
Bildnisse nach ihm gestochen. Von ersterem haben wir die Bild- 
nisse der Maria de' Medici und Heinridfs IV. Letzteres ist mit 
dem Namen Quenet bezeichnet; auf andern Bildnissen liest man: 
Frau. Qui. pinxlt. S. auch F. Quenin. 
Quesnel, Augustin, Maler, vielleicht der Sohn  Obigen, blühte 
in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Paris; muss aber auch 
in Italien gewesen seyn, weil Malvasia von ihm Kunde hatte. Gar- 
nier stach nach ihm die Halbügur eines Mannes mit rundem Hute, 
und einen Stock auf der linlien Schulter haltend. Im Rande steht: 
Moy Picart dit le capitaine etc. Au. Quesnel in et exc. etc. Garnier 
sculpsit. C. Goyrand soll ebenfalls nach ihm gestochen haben. 
Auch auf Blättern des P. Brebiette steht der abgekiirzte Name Aug. 
Que. (Ques.) excud. S. auch Anton Quesnel. 
Quesnel, AIIIZOII, ein Künstler, oder vielleicht nur Iiunstverleger, 
der aber älter als der obige Aug. Quesnel seyn dürfte, wenn näm- 
lich die Angabe in'B6snard's Catalog richtig ist. Da ist ein _Blatt 
bemerkt, die sitzende Madonna vorstellend, nach F. Parmeglano, 
und Ant. Quesnel exc. bezeichnet, ohne Namen des Stechers. Wenn 
dieser Quesnel ein Zeitgenosse des Parmegiano. und dieses Blatt 
noch zu Lebzeiten des Letztem mit dieser Adresse versehen wor- 
den ist. so muss es vor 1540 geschehen seyn. Es soll sieben Künst- 
ler dieses Namens gegeben haben.  
Qllßsnel: Modelleur und Metallgiesser, ein jetzt lebender berühmter 
Liüxistlel" zu Paris. Seine Giisse zeichnen sich durch Schärfe und 
Leichtigkeit aus. So wiegt eine lebensgrosse Metallstatue von ÖFuss 
nur 600 llfalll- Pfund. Auch Abgüsse von lebengrossen Thieren hat 
man von lhln.    
        

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