Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1774288
Qnercino. 
Q uerfurt , 
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Herkules mit der Keule einen Centauren tödtend. Jiiorinthische Pi- 
laster sondern die Reliefs. Eben daselbst beschreibt della Valle 
einen Candelaber, welchen Jacopo als Gegenstüclreines Antiken 
verfertigte, beide als Piedestale unter Weihkesseln angebracht. Fer- 
ner erwähnt er noch als Arbeiten unsers Meisters eines Triton am 
Brunnen Pantaneto, vom Volke la Vecchia del Pnntaneto genannt, 
und eines Moses im Jndenquartier. Faluschi (Guida di Siena) 
nennt noch leine auf einer Säule stehende Wölfin auf der Piazza 
Postierla, ein hölzernes Crucilix nebst einigen neuerlich angemal- 
ten Terracotta-Figuren in S. Martina (Capella de' Landucci), und 
zwei Statuen am Casino de" Nobili der ehemaligen Loggia de' Uf- 
ficiali, den heil. Ansanus und Victorius vorstellend, welche Mi- 
chel Angela, so oft er nach Siena kam, betrachtet haben soll. 
In der letzten Zeit seines Lebens ernannte ihn die Signoria 
von Siena zum Bitter und bald nachher zum Werkmeister des Do- 
mes, als welcher er aber nur mehr drei Jahre wirkte, wie Vasari 
bemerkt. Letzterer lässt den Meister 64 Jahre alt werden, in Siena 
sterben, in der ersten Ausgabe 1418, und "Bottari wiederholt diess 
trotz der oben angeführten Inschrift von 1422. In der spätem 
Ausgabe nennt Vasari kein Jahr. In der deutschen Ausgabe von 
L. Schorn_wird sein Tod um 142.1 gesetzt, und die Angabe der 
Guida di Bologna 1825, P. 189, wo 141-2 als Sterbejahr gilt, wi- 
dersprochen. Die letztere Angabe ist indessen die richtigere, denn 
der Künstler lebte noch t438._ Dr. Gaye, Carteggio inedito etc. I. 
Nr. 180 gibt das Testament desselben, welches vom 5. Oct. 1453 
datirt ist. Und so könnte Vasari dennoch Hecht haben, wenn er 
den Matteo Civitali zum Schiiler des Jacono della Quercia macht, 
wenn es nämlich wahr ist, dass dieser schon als Knabe von neun 
Jahren einige Bildwerke gefertiget habe. Ein anderer Schüler Ja- 
copds ist Niccolo dell' Arca von Bologna. 
Quercmo, s. Guerciuo.  
Quer-fort, TObIaS, Maler, der ältere dieses Namens, war. um 1630 
bis 1700 Hofmaler des Herzogs von Braunschweig. Er malte "für 
die Schaubühne, dann auch Schlachten und ähnliche Darstellungen. 
Ueberdicss haben wir zwei im Geschmaclte des P. Nolpe radirte 
Blätter von ihm, die in der v. Bliichefschen Auction tiir 4 Thl. 
20 gr. weggingen.  
1) Zwei bewaffnete Reiter, der eine im Vorgruncle, der andere 
links beim Hiigel. Mit einem Monogramrn bezeichnet. qu. 8. 
2) Der Paukenschläger zu Pferd nach linlss gerichtet, hinter 
ihm zwei Reiter, und im Grunde reine Truppe zu Pferd. 
 Mit dem Monogramme. qu. 8. 
fuerfurt, TObiQS, Maler, der Sohn des Obigen , war Schüler sei- 
nes Vaters, und der geringere unter den Iiünstlern dieses Namens. 
Er malte Schlachten, Jagden, Landschaften und andere Darstel- 
lungen in der Manier seines Bruders August, Bilder, die er auch 
häufig unter dem Namen desselben verkaufte. Wir haben von ihm 
auch eine Beschreibung des Schlosses von Salzclahlum. 
iuerfurt: August, Maler, der Sohn des ältern Tobias, wurde 1691 
zu Wulfßllbiitlel geboren, und von seinem Vater in der Zeichen- 
kunst und Anatomie unterrichtet, bis er nach Augsburg sich be- 
äab, um unter Leitung des damals berühmten Schlachtenmalers 
{ugendas seine Studien fortzusetzen. Querfurt malte ebenfalls meh- 
rere Bilder in dcr Weise dieses Meisters, bis er endlich den Bour-
        

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