Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1774208
Grnnd- und Aufrisse des Gebäudes enthält, und_die dritte Auflage 
ist von 1719, unter dem Titel: Architeeture, peinture et sculpture 
de la maison d'Amsterdam. Begrösentce an 109 ügures en taille- 
duuce avec explication. Vpn diesen 199 Blättern ist ein grosser 
Theil von H. Quellinus ineieterheft radn-t. fol. Es gibt aber noch 
mehrere andere Blätter dieses Iiunstlers, die in einer kühnen und 
breiten Manier radirt sind. Mehrere bezeichnete er mit den Initialen 
seines Namens. Die Buchstaben A.  inv. ct F. auf Blättern im 
Werke über das Amsterdamer Rathhaus bedeuten nur, dass Arthus 
der Erfinder und Fertiger des Bildwerkes , nicht der Radirung sei. 
1) Arthus Quellinus, Bildhauer. Hubertus Quellinus del. et 
sc. fol. 
2) Don F. de Mura Cortereal, Gouverneur von Flandern, nach 
E. Quellinus. gr. fol. 
5) Philippus IV., König von Spanien, auf dem Throne sitzend, 
neben ihm eine kleine Prinzessin, umher mehrer allegori- 
sche Figuren, nach E. Quellinus 1665 gestochen. S. gr. fol. 
4) Amphlon auf dem Delphin, die Lyra spielend, gr. fol. 
5) Bin Hund bei einern getndtcten Menschen am Altare, wo die 
Hand der Nemesis in flammen erscheint. Unten links: B. 
V. 11., rechts H. Q. qu. fol. 
Quellinus, Erasmus, Maler und liupferstecher, geb. zu Antwer- 
pen 1697, widmete sich in seiner Jugend mit Eiter den Wissen- 
schaften, und war auch etliche Jahre Professor der Philosophie als 
er endlich durch den Umgang mit Rubens solche Vorliebefiiii die 
Malerei fasste, dass er ihr zu Gunsten den Lehrstuhl VßTlllESS- Er 
wurde jetzt Rubens Schiller, und machte in kurzer Zeit solche 
Fortschritte, dass man sich Glück wünschte, ihn dem Lehrstuhle 
entzogen zu sehen, und die zahlreichen Aufträge, womit er be- 
ehrt wurde, sind theils Beweise der_Freund_schaft eines Rubens, 
thcils solche eigener Tuchtiglieit. Allein Quellinus isxtsdännoch kein 
Rubens, steht selbst unter J. dordaens, welcher der edeutendste 
unter den Schülern dieses Meisters ist. Diese blieben im Allge- 
meinen mehr bei den ausscrlichen Eigenthumlichkeiten des Mei- 
sters; die Lebensfiille und Frische, den gelstvollen scharfen Aus- 
druck die innerliche Lust und Freude welches Alles den Wer- 
ken des Rubens ihren eigenthiimlichen, Werth gibt, vermochten 
sie nicht zu erreichen. Es finden sich indessen auch von Quelli- 
nus in den vorzüglichsten Gallerien Werke, gewöhnlich histori- 
sche und mythologische Darstellungen, öfter mit Landschaften und 
Architektur geziert. In der letztem Zeit seines Lebens zo er sich 
zu Antwerpen in ein Kloster zurück, und starb daselbst 15:18, nach 
der gewöhnlichen Angabe. P. de Jode stach sein Bildniss, halbe 
Figur im Mantel. 
 Mehrere Bilder dieses Künstlers wurden gestochen, gewöhnlich 
m grossein Formate, auch viele Titelkupfer. Unter dißäeß Blättern 
dürften jene der folgenden Stecher zu den besseren gehören. 
Baillu, P., Christus mit Dornen gekrönt.  
Bßlswei-t, Sch. a., die Communion der heil. Rosa von Lima, 
Fit! Hauptblatt. Copirt von And. Reinliart.  Epithalamium 
m_ Illlptias etc. Wilh. Fred. Coiues Nass.  Maria mit dem 
Kmde, welches den Globus hält. 
Bßrrßkens, lVL, eine Folge von Heiligen.  
Bouchev_ M" dem heil. Thomas von Villanuova erscheint Chri- 
SlllS mit Maria, in Gegenwart vieler Weiber. Copirt von Gmns.
        

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