Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1774136
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Qualeus , 
Julius. 
Quarenghi , 
Cav. 
Giacomo. 
QUBIEDS, JUÜUS, s. Giulio Quaglio. Letzterer nennt sich auf ei- 
nigen Werken des Domes in Laibach J. Qualeus und Quallia. 
Quallia g 
Qualeus. 
Quant: Andreas; Maler, arbeitetein der zweiten Hälfte des 17. 
Jahrhunderts zu Copenhrigen. Er malte Bildnisse, deren H, Schag- 
ten um 1675  92 gestochen hat, wie jene des Wigand Michel- 
beelicr, des 1690 verstorbenen Heinrich Sehup und der Gerlrud 
qscrberg.  
Dieser Andreas Quant kann mit jenem Quant, der 1620 auf dem 
Balhhause zu Bremen den Plaloml der sogenannten goldenen Iiam- 
mer, und in Privathäusem andere Declaenstiicke malte, nicht wohl 
Eine Person seyn. 
Quant 2 
in 
Maler 
Bremen 
U11] 
1620, 
den 
obigen Artikel. 
Quanteis , 
D03 s 
Josö Francisco. 
Quaranza, Zeichner, dessen Lebensverhältnisse wir nicht erfahren 
kunntexi. im Cabinet Paigxion Dijuxival sind- zwei aquarellirte Fe- 
derzeichnungen italienischer Landschaften von ihm angezeigt, lind 
der Künstler wird Ved. Dals Quaranza genannt. 
Quarenghi, 051V. GIEICOmO, Maler und Architekt, wurde 1744 
zu Bergamo geboren, wo schon sein QrossvaterdVIaler war, Wg]- 
eher seinen Sohn. den Vater unsers Hunstlers, m gleicher Kunst 
unterwies. Auch Giacomo, das dritte Glied einer sonst wenig be. 
kannten Künstler-Familie , Eiusserte schon in früher Jugend Neigung 
zu den schönen liiinstezi und Wissenschaften, und trieb heide bis 
in sein zwanzigstcs Jahr mit gleichem Eifer, dassier nicht zu wis- 
sen schien, ob er die Iiunst oder die Wissenschaften zur Haupt- 
aufgabe seines Lebens machen sollte. Der VVemlepuukt trat end- 
lieh in Rom ein, wo ihn die Werhe der elassischen Vorzeit mit 
solchem Enthusiasmus erfüllten, dass er beschloss, sich der lVIa- 
lerei ausschliesslich zu widmen. Er besuchte die Schule des he- 
rühmlen B. Mengs, welcher selbst eine hohe lYIcinung von dem 
Talente seines Zöglings hatte; allein der Unterricht dauerte nur 
kurze Zeit, indem lldengs dein liufe nach Spanien folgte. Qua- 
renghi musste sich jetzt an andere lYIeister anschliessen, und unter 
diesen war auch St. Puzzi, welcher aber dem Schüler eine solche 
Liebe zur Architektur einflösste, dass dieser zuletzt die Baukunst 
mit der Malerei vertauschte. Quarcnghi studirte jetzt mit Eifer 
den Palludio, untersuchte aber auch die Ueberreste der alten Baw 
ltunst, zeichnete und vermass eine bedeutende Anzahl derselben, 
und hatte auf solche Weise bald. den Ruf eines verständigen und 
geschmackvollen Architekten gegründet. Und Quarenghi verdient 
dieses Loh auch vor vielen Baumeistern seiner Zeit. Er machlß 
sich um die Wiederherstellung eines besseren Geschmackes Verdient, 
strebte nach Würde und Einfachheit der Form, uhne ins Steife 
und Mvnctone zu fallen, und sah vnr allein auch auf Festigkeit 
und Zweclsmiissiglteit. Proben seiner Iiunst und seines geliiutertcn 
Geschmackes sind zu St. Petersburg, zu dessen Zierde Quarenghl 
vieles beitrug. 
Die Kaiserin Catharina ll. berief ihn nach St. Petersburg, und 
da nun gewann Quarenghi das weiteste Feld zur glanzvollen Dar-
        

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