Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772727
Andrea. 
P0210, 
Giovanni 
Batista. 
es-luusste alles schnell von der Hand gehen, und so muss "man 
c Vieles vermissen, was die Meister der triilleren Zeit streng beach- 
teten. Seine besseren Bilder in Oel sind vielleicht die vier Bege- 
benheiten aus dem Beben Jesu, die er für die Börse zuvTurin 
malte, im Geschmacke des P. P. Rubens, den er öfter nachzuah- 
xnen strebte. In S. Laurenzo daselbst ist ein Crucifix mit Maria, 
Johannes und Magdalena. Pozzi malte auch einige Bildnisse, 
 ebenfalls in der hlirzesten Zeit. So trug ihm einmal ein Cardinal 
den Tag vor seiner Abreise nach Deutschland auf, sein Bildniss 
1-11 11311101), und in vier Stunden war es fertig. Diese unglaubliche 
  Fertlglreltsetzte ihn auch in den Stand, eine Theaterdecoration 
 z? fßvhgsn, bis die Probe des Stückes vorbei war. Diese Dekora- 
 tlonen stellten Prachtsäle, Colonnaden. Palläste u. s. w. in täu- 
 sehender Wahrheit dar. Es riihlnten sich deren mehrere italieni- 
sche Bühnen. Doch auch in Deutschland hinterliess. Pozzi Proben 
seiner liunst. In Wien malte er die Jesuilenlsirche in Fresco aus, 
und alle Altarblätter. Bei den Franzishanern daselbst ist das Hoch- 
altarblatt sein Werk, und eine Probe seiner Plafondmnlerei gibt 
der grosse Saal der Gallerie Lichtenstcin. In der Ursulinerkirche 
zu Innsbruck ist das Seitenaltarhlatt des heil. Joseph von seiner 
Hand. Auch in der ehemaligen Jßälliiellliifßhß zu Bamberg malte 
er das Hochaltarblatt und die Kuppel, wovon Jäcls inl Pantheon 
 behauptet, dass Pozzi die grösste Harmonie zwischen dem vollen- 
deten Baumeister und Maler in einer Person hergestellt habe. 
Die Architektur war indessen Pozzi's grösste Stärke nicht, denn 
er ist hierin im hohen Grade ausschweifend. Milizzia sagt, dass 
nur derjenige seiner Lehre und seinem Beispiele folgen dürfe, der 
die Architektur auf den Iiopf stellen wolle. In Wien baute er die 
Professhäuser seines Ordens, dann della Misericordia, della Bis- 
catto, della Mercede etc. Er fertigte auch die Zeichnung zum Al- 
tare des heil. Ignaz in der Jesuslsirche zu Rom, an welchem er 
allen Reichthum seiner ausschweifenden llfhantasie verschwendete. 
Ein anderers Muster dieser Art ist der Altar des heil. Ludwig Gon- 
zaga in S. Ignazio zu Rom. Frezza stach den grossen Plafoxlil 
der St. Ignatiuskirche und drei andere geistliche Gegenstände, Th. 
Iiriiger hat einige seiner architektonischen Erfindungen gestochen, 
N. Dorigny den Altar im Collegio Romano zu Rom, und eine 
These, Mariotti den Altar des heil. I_ natius, und viele andere 
Iiunstgrillen dieses sonst so guten, gefiildigen und liebenswürdigen 
 Bruders findet man in dessen eigenem Werke über Perspektive flir 
Maler und Baumeister, unter folgendem Titel: A Putei perspectiva 
plctorum et architectorum, 2 Vol. Boma 1693  1700, fvl. Mit 
 ePgllSCllEm Texte zu London 1707, mit deutschem Augsburg 1706 
bß 9. 1703  19, 1800.  , 
VPOZZÜ, Darlo, Maler von Verona, wurdeuni 15'152 gebqren- VE? 
malte wenige, aber gute Bilder, ist aber noch mehr als Meister 
des C. Itidzilfi bekannt. Im Jahre 1652 starb er, nicht 1652. wie 
man auch angegeben findet.        
POZZO, Glüvanlll BBÜSIEI, Medailleur von Mailand, arbeitete ge- 
gelrEude des 16. Jahrhunderts in Rom. Er fertigte eine Fnlgß 
von Medaillen mit den Bilclnissen der Päbste von St. Peter an. 
aber mit kaum handwerksmässiger Geschiclslichkeit.  
PüzzÜpGlüvatlni Batista, Merlailleur, lebte im 11.. Jahrhunderte 
zu Rom, als Zeitgenosse der Hanierani. Er fertigte Bildnisse. wie
        

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