Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1774010
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Quagliß 1 
Giuseppe. 
Quaglio , 
Giulio. 
Anfangsgründen der Kunst unterrichtet, worauf er nach Mailand 
und zuletzt nach Salzburg nncl Wien sich begab. Er malte Bild- 
nisse und historische Darstellungen, welche zu den besseren Wer- 
ken damaliger Zeit gehören. Starb um 1760. 
Qll3gll0, GIUSBPPB, Architekt und. Maler, Domenicds ältester 
Sohn, wurde 1747 zu Lainu geboren, und von seinem Vater un- 
terrichtet, bis er nach Wien sich begab, um unter Lorenz von 
Qnaglio sich weiter auszubilden. Später besuchte er zu gleichem 
Zwecke Italien, durchreiste auch einen grossen Theil von Deutsch- 
Iand, und fertigte überall Zeichnungen von interessanten Gebäuden 
und Ansichten, deren er bei seinen zahlreichen Decorationen aul 
mannigfaltige tVeise benutzte. Er malte solche für die Theater in 
Mannheim. W11 er W110" 1770 in churfürstliche Dienste kam, zu 
Frankfurt, Schwetzingen, Ludwigsburg, Spcier und besonders zu 
München, wo Quaglio 1801 an die Stelle seines Bruders Juliu: 
 zum Holtheaterarchitekten ernannt wurde, mit der Verpflichtung 
 Zeichnungen zu Decorationen zu machen und selbst solche zu ma 
len; dies mit Beihülfe GasparVs. Joseph hatte schon in Mannheim 
und besonders auch zu Frankfurt a. M. bei den Feierlichkeiter 
der Kaiserkrönung sein grosses Talent für Decoration erprobt; ix 
München zuerst 1785 durch die Festdccorationen in der alten Reit 
schule, und hierauf durch zahlreiche Decorationen der, Schau 
_bühne, durch welche er die Decorationsmalerei zu einer ungewöhn 
liehen Hunststufe erhoben hatte. Er war nicht allein ein treffliche 
Maler und ein rein gebildeter Architekt, sondern auch vollkom 
mener Meister in der Perspektive, wodurch er, so wie durch seim 
künstliche Beleuchtung, das Publikum nicht selten in Erstaunen 
setzte. In der Construktiorn wendete er die von ihm erfunden 
Dreipunktpcrspektive an. Seine Vorgänger hatten nach der Weis 
 der Alten Perspektive und Beleuchtung noch immer vom Mittel 
punkte aus berechnet, wodurch sie nie einen solchen Effekt er 
 reichten, wie unser Künstler, der seine Beleuchtung so gab, wi 
 es in der Oelmalerei üblich ist, wodurch seinc Decorationen Z1 
  wahren Bildern wurden. Ueberdiess finden sich viele perspekti 
 yiscbe Zeichnungen in Aquarell und Gouache von seiner Haut 
 Dieser Künstler starb 1828 zu München. 
Folgende Blätter gehören ihm vermuthlich ebenfalls an; wenig 
stens fanden wir No.,1 dem Joseph Quaglio beigelegt. 
1) Das Innere einer Kirche, 8. In Aquatinta. 
 2) Das Innere eines Schlosshofes. J. Quaglio f., gr. 8. I 
Lavismanier. 
Qllaghü; ATWQUIO, Architekturmaler, der Bruder des Joseph Quag 
lio, wurde 374g zu Laino geboren, und in Mailand herangebi 
 (Ilet. Später kam er nach St. Petersburg, wo er im kaiserliche 
  "Winterpailaste historische Bilder inFrcsko ausführtc. Nach Vu 
lendung dieser Werke begab er sich in die Heimath zurück, u: 
 endlich nach Spanien, wo seine ganze Spur verschwindet. 
Qllagllß, Gmlw! Architekt und Maler, 1764 in Laino gebore 
 i-dep Bruder des Obigen, erlernte von diesem die Aufängsgriint 
der Kunst, und unternahm schon in jungen Jahren Reisen dun 
Deutschland und nach Italien. Er besuchte Mailand, Venedig u: 
Genua, studirte vorzugsweise die Werke der Baukunst, und hal 
es in kurzer Zeit zu ziemlicher Vollkommenheit gebracht. De: 
wegen wurde er 178g als Hufarehitelxt in Mannheim angestel
        

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