Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1773990
12.6 
(luaglio; 
Giulio, 
Qllßglio , 
 Lorenz 
unterbrophener Reihe Ruhmu behauptet. Giulio wurde 1501 gebo- 
ren, wie dies aus der Inschrift auf seinem Bildnisse, im Besitz: 
des Malers Simon Quaglio, erhellet, _wo sich Giulio darstellte, wie 
er, 27 Jahre alt, 4528 seine Frau malt. Er soll sich zur Schule 
des "Yintolrettq gehalten haben, was indessen aus dem oben erwähn- 
ten Bildnisse:niclqttuunbestreitbar hervorgeht, Was sich aber er- 
mitteln lassen würde, wenn man den Altar- und Wandbilclern 
nachspiiren könnte, welche sich in Italien, zu Salzburg und in 
Wien  finden sollen. Hiexrwmwle er vom Kaiser Leopold 
in denWkdelstandi erlauben, mit einer goldenen Iiette und mit einem 
Becher beschenkt, an welchem vorzügliche Bilder des Künstlers 
in Belief dargestellt waren. D'iese"l'ileiliuclien besitzt aber die Fa- 
milie nicht mehr. Das Toclesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. 
Quagho, GIUlIO, IlistnriclnmialerfdveriSohn des obigen Künstlers. 
"wahrseheinlich jener Giulio Quaglia,'_dessexl Lanzi nach G. G". Be- 
 naldis (Delln Pittura friul. saggiodstor. Ucline 1796 und 98) er- 
 "wähnt. Lanzi nennt diesen Quagliäi einen Cumaslser, worunter 
 i_ auch ein Mann aus dem Gehietevon Como verstanden werden 
'  kann, und vuu Lainoi in denNähe des Comersees stammen die 
1' unten erwähnten. Quaglio," deren Namen in Italien häufig Quaglin 
" geschriebctr swird; ,Der jüngere Giulio war als Wandxnaler be- 
 riihmt, wie (wir "iitlliAfilliel "Giuliu Quaglia" bereits bemerkt ha- 
 ben, und zahlreichef_ßilder findet man zu Udine und in andern 
 {Gegenden  malte" er um 1695, noch" in jungen Jahren, 
 und später ging. er nach Deutschland, zunächst nach Wien. Auch 
 im Dome zu Laibäch sind Fresco- und Altarhilder von ihm, die er 
von 1794 an ausführle, und mit dem Namen Juhus Qualeus be- 
zeichneter Zeitweise kehrte der liüustler wieder nach Laino zu- 
 Vrück, svo'er um 1720 gestorben seyn sullf) 
z"   n " u    . 
QUQghO, GIOVEIHHI lllürla V0"; Architekt und Ingenieur, wurde 
' u-nx 1700 zuLainu in Ober-Italien geboren, und in Mailand zum 
swsnliünsller gebildet. Später kam er in kaiserliche Dienste, verlebte 
 mehrere Jahre in Wien, und wurde kaiserlicher General-Inge- 
i v: nieur zur Zeitder Regierung-wzlu liaiserin Maria Theresia. Starb 
 um 1705. 1  J      
QUGgIiO, LOPGDZ VOII, Architekt und Maler, 1750 zu Laino in 
1- IßOber-Italien geboren, erlernte die Anfangsgründe der Kunst von 
  seinem Vater Gio. Maria, undeals er mit diesem nach -Wien ge- 
w "kommen war, setzte er an der Akademie daselbst seine Studien 
 fort. Im Jahre 1750 berief ihn Chur-Fürst Carl Theodor nach 
  Drlannhcim, wn Quaglio bis zum Jahre 1772 verschiedene-Bauun- 
 pternehniungexi leitete, in dem bezeichneten Jahre aber unternahm 
  er eine vReise nach Italien, um in 110m, zu Pompeji etc. die 
.1 Ueberreste der alten römischen Bauwerke zu zeichnen, und dann 
: auch, so wie später in Neapel, die Werke der neueren Baukunst 
 zu st-udircn. Im Jahre 1773 kam er mit seinem Chur-bürsten als 
 Hofarchitekt. nach München, wo er in. der Fol e den Titel eines 
churfiirstiichen Rathes erhielt, in den Adelstang erhoben wvurde, 
und bis 1800 thiitig war. In diesem Jahre frvurde er in den, Ruhe- 
, wästand versetzt, und Julius Quaglio an sune Stelle berxiifen. In! 
'       
1') Ueber nieln-ere der folgenden Künstler gibt Dr. Lucnnus im Kungthlntte 1836 
Nß- 75 "Hi! 72 Nachricht, und Dr. Sültl Im! (ließe Angaben in seiner Schrift 
über die bildende Kunst in München 1842 S. 322 1T. benützt. Wenn wir in den 
 fnlgßlnlcn Artikeln Zusätze geben , 50 haben wir sie aus nrelxivalisphen Papieren 
entnommen, unddureh anderweitige Forücbungeu gewonnen.
        

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