Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1773914
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[Pyu-gotelles. 
Pyronxachus. 
stellend, bei Worlidge pl. 35 und 37 abgebildet. In diesem Werke 
werden ihm auch die Bildnisse des Augustus und der Livia zuge- 
schrieben, die nur durch die grobe Unwissenheit eines Falsivieators 
in die Zeit Alexanders hinaufgeriiclst werden konnten. 
Viscenti, Opere var. II. 11g, erwähnt eines 1788 in der Campagna 
di Roman aufgefundenen Carneols, welcher den I'iainpi' des Her. 
lsules mit der Hydra vorstellt, und den Namen des Pyrgoteles trägt. 
Visconti hält dieses Werk für antik und original, Iiaoul-Rochette, 
Lettre im Mir. Schorn p- 50, erkennt aber in der lVlitteh-niissiglaeit 
der Arbeit nur eine Copie, auf welcher der Copist den Namen 
eines beriihmten Lithoglyphen, hier des Pyrgoteles, eingegraben 
hat, welcher indessen diesen Gegenstand vvirlalich geschnitten ha- 
ben könnte. Dass ßopisten den Nennen des Originals eingegraben 
haben, beweisen neben anderen zwei Gemmen mit dem Namen 
JÜDQIIOT im Cabinet des Königs von Frankreich, und einem ande- 
ren Steine, den Bracci bekannt gemacht hat. Clarac, in der Beschrei- 
bung des Pariser Museums p. Li22, hat statt INAIOT IZHAIOT und 
PHi TOT gelesen,- und so erscheint im Verzeichnisse alter Gemmen- 
sehneider von Sillig auch ein Rhcgior  
In der Gothaischexi Miinzsammlung ist ferner eine schöne Silber- 
miinze mit dem Kopfe Alexander's auf der einem, und dem auf ei- 
nem Löwen reitenden Amor auf der anderen Seite. Schläger, De 
numo Alex. M. I. N0. 1, hatte die sonderbare Meinung, hierin 
ein Miinzgelwräge von Pyrgoteles zu sehen; Grenzer, zur Gerinnen- 
ltuncle S. 50, setzt aber diese Münze, so schön sie ist, in die rii- 
mische Zeit. Auf dem" Harnische der Giuslinianisehen Statue des 
liaisers Domitian kommt ein ähnlicher, auf dem Löwen reilender 
Amor vor. 
BYTgOICGlCS, Bildhauer zu Venedig, angeblich aus einer dort unbe- 
kannten Familie Lascaris, blühte gegen Ende des 15. Jahrhunderts. 
 Er war zu seiner Zeit ein Iiiinstler von Bedeutung, da Pomponio 
Gaurico, Sansovino, Sanudo, Battista Gunrixio u. a. mit grussem 
 Lobe seinererwiihnen; dueh nur unter dem Namen Pyrgoteles. 
Guarino machte auf seine Venus flagellilera ein artiges Epigramm. 
Wo diese Venus sich befinde, ist unbekannt; wir wissen nur von 
zwei Bildwerlten, welche ihm zugeschrieben werden. Das eine, 
ein Basrelief über dem Hauptportale della Madonna de" Miracoli, 
stellt die heil. Jungfrau mit dem Iiinde in lebendiger Bewegung, 
das andere die heil. Justina an einem Pfeiler der Hit-ehe S. An- 
tonio di Padova dar. 
Pyrilampes, Bildhauer von Messene, wird von Pausanias unter 
diejenigen gezählt, die Statuen von Siegern In heiligen linlupf- 
spielen fertigten. Die Lebenszeit desselben bestimmt er nicht. 
PYPODIEICIIUS, Bildhauer, lehte zur Zeit der früheren griechischen 
Iiunslbiütixe um Ol. 90. Seiner erwähnt Plinius, er ist aber nicht 
mii: dem folgenden zu verwechseln, den Plixiius bis Ol. 120 her 
abrückt.  
PYTOmüClHJS, Erzgiesser und Maler, ein Künstler, dessen Tlxälig" 
lacit Plinius in Ol. 120 setzt, der aber noch viel später gearbeitet 
haben muss. Seinen Ruhm gründete er in Pergamon, v0 eine be' 
wunderte Statub des ASlilL-pius von ihm war. und zwar in dem 
glänzenden Helligthunne des Gottes in (ler Niilxe jener Stadt, Pw 
libius und Dioclor rühmen diese Statue, und sie wurde vorbildlich
        

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