114 Pujol, Guillaume Jean Marie Valentin. Pulmann, G.
sen, wenn nicht eine Umarbeitung der beiden ersten Bände zu
Stande kommt.
Piuol, Guillaume Jean Marie Valentm , Bildhauer, wurqle
1781 zu Fronsins (Haute-Garonne) geboren, und was er geworden,
verdankt er seinem eigenen Talente. Wir haben von ihm Büsten,
Statuen und Basreliefs, "jedenfalls sehr schätzbare Werke. An der
Fontaine der Bastille sieht man von ihm ein Basrelief, welches
einen Tanz vorstellt. Für- die Fagade des Temyle führte er 1322
die Statue der Marne in Marmor aus. Auf der Bibliothek Maza-
rin sieht man von seiner Hand die Büste von Lagrange; aus Auf-
trag der Stadt Dünlairchen fertigte er jene des Jean Bart u. s. w.
v l
PIUOS, Jean Andre Oder AIIIOII, Zeichner und Maler, wurde
1750 zu Toulouse geboren, und einer der vorziiglichsten Portraiti-
sten seiner Zeit. Er übte seine Kunst in Paris, und zeichnete und
malte da eine grosse Anzahl von Bildnissen berühmter Männer,
deren mehrere in ,Iiu fer gestochen wurden. V. Vangelisty stach
die Bildnisse von Bufixim und Delille, Dupin jenes von La Lande,
"Huet 1a Hai-pc's, Lingöe le Noir's, Maleuvre düälemberfs, Viesac
Mably's etc. Pugos starb zu Toulouse 1788.
Pllllan; 301131111 Güttfrlßd, Maler von Meissen, wurde 1811 ge-
boren, und nachdem er die nöthigen Vorkenntnisse erlangt hatte,
ging er zur weiteren Ausbildung nach Düsseldorf, wo der talent-
volle Künstler sich in kurzer Zeit bemerlslich machte. Er malt
Landschaften und architektonische Ansichten, deren Interesse durch
eine bedeutungsvolle Staffage nur noch erhöht wird. Mehrere sei-
ner effektvollen Gemälde schildern Gegenden und architektonische
Monumente am Rhein, an der Lahn u. s. w. Das Schloss Lim-
bin-g an der-Lahn hat Peschek 1839 fiir den sächsischen Kunstver-
ein in liupfer gestochen.
Pl-lllgO, DOIUBHICO, Maler von Florenz, war Schüler von B. Ghir-
landajo, verdankte aber diesem weniger, als dem Andrea del Sarto,
welcher Bathgeber und Freund unsers Künstlers war. Er nahm
auch vielfach an den Werken Andrea's Theil, wodurch er sich die
Weise desselben so zu eigen machte, dass seine Bilder, nament-
lich mehrfach vorkommende Madonnen und heil. Familien, nicht
selten als Arbeiten del Sarto's galten und noch gelten. Mehrere
dürften indessen von diesem Meister gezeichnet seyn; die eigenen
Compositionen sind gerade in der Zeichnung mangelhaft. Die Fi-
guren sind allzu schlank, mit kleinen Händen und Fiissen verse-
hen, der Faltenwurf ist von jenem del Sedo's verschieden, und
die Umrisse verlieren sich ins Unbestimmte, so dass die Gegen!
stünde in einen dicken Nebel eingehüllt scheinen. Diese Iiennzei
chen gibt Fiorillo an. Colombini stach zweißilder dieses Iiiinst
let's, das eine Maria auf einer Erhöhung mit dem Iiinde stehem
von sechs Heiligen umgeben, das Altarblatt in der Capella Rudi.
zu St. Magdalena de Pazzi zu Florenz; das andere die stehend
Madonna mit dem Iiinde, St. Catharina und einen Heiligen da:
stellend.
Domenico starb 1527 im 52. Jahre.
des 17. Jahrhur
von Oesterreicl
In diesem Jalg:
Pulmann, GBOPg, Bildhauer aus der ersten Hälfte
derts. Er war Hofbildhauer des Erzlxerzogs Carl
welchen er 1628 auch in der Plastik unterrichtete.