Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1773743
Puget 
oder 
Pujef, 
Pierre. 
Pllgill 2 
August. 
111 
Puget war der erste Bildhauer seiner Zeit und seines Landes; 
denn in Rücksicht der Energie in der Auflassung, des tiefen Wis- 
sens, der gewissenhaften Durchbildung nimmt er in dieser Zeit 
weit die erste Stelle ein. Er hatte ein grosses Talent, aber zu we- 
nig Geschmeidigkeit, um sich in Paris halten zu können. Er 
wollte auch keinen Nebenbuhler dulden, C. le Brun's und Girardonls 
Despotie konnte er nicht ertragen; da er eifersüchtig auf seinen 
eigenen Ruhm und sein Verdienst war, zog er es vor, in der Ab- 
geschiedenheit zu leben. Auf einem Rebhiigel bei dem Bömerthor 
zu Marseille vvar'seine einsame Behausung, ein Lusthaus, welches 
er selbst gebaut hatte. Ueber dem Eingange stand sein Wahl- 
spruck: Iicine Arbeit ohne Miihe. Er starb auch vergessen von 
seinen Mitbürgern, ohne Auszeichnung, die ihm seine Zeitgenos- 
sen schuldig gewesen wären, dem Künstler, wie dem redlichen 
und wahrhaft religiösen Manne. Erst 1806 stellte das Gouverne- 
ment seine Marmorbüste in der grossen Gallerie des Louvre auf. 
Berard prägte eine Medaille auf diesen Künstler, die in der Gal- 
lerie mctallique enthalten ist. 
Jeaurat stach das von seinem Sohne gemalte eigene Bildniss des 
Künstlers; Coelemans die heil. Jungfrau, welche das Jesuskind le- 
sen lehrt, für das Cabinet d'Aguilles ausgeführt, so wie eine Land- 
schaft mit der heil. Familie, die am Ufer des Flusses nach dem 
Schiffer ruft, um selbe iiberzusetzen; Thomassin die beiden er- 
wähnten grossen Gruppen, und jene des Milon L. Desplaces noch 
besser, beide von Landen umrissen, IX. 85; Coussin die Ansicht 
eines Seehafens; Caylus die Pest von Mailand; Moreau dieselbe 
Darstellung. 
illget, FTQUQOIS, Maler und Sohn des Obigen, erlernte die An- 
fangsgründe der Iiunst von seinem Vater, genoss in Genua auch 
den Unterricht des B. Castiglione, und zu Aix jenen des Malers 
L. Fauchier. Er malte mit Beifall Bildnisse, deren mehrere im 
Iiupferstiche bekannt. sind, wie jenes seines Vaters, welches Jean- 
rat gestochen hat. Starb 1767 im 50. Jahre. 
illgm, AllgllSli, Zeichner, Maler und Architekt zu London, wurde 
um 1780 geboren, und in der erwähnten Stadt zum Künstler ge- 
bildet. Anfangs widmete er sich der Malerei, studirte aber auch 
mit Vorliebe die Architektur, und legte selbst in Gemälden die 
Resultate dieser Bemühungen dar. Sie zeigen demnach äussere 
und innere architektonische Ansichten, noch grösser aber ist 
die Anzahl seiner architektonischen Zeichnungen. Pugin wid- 
mete den öiiientlichen Gebäuden Londons seine Aufmerksam- 
keit, bereiste aber auch die übrigen Gegenden seines Vaterlan- 
des, diese vorzugsweise, um die gothischen Denknfziler einer frü- 
heren Zeit kennen zu lernen, wie die Werke beweisen, welche 
VPH ihm vorliegen. Pugin bereiste aber auch Frankreich, hielt 
{Ich längere Zeit in der Normandie und zu Paris anf, und fertigte 
"Peljall Zeichnungen von interessanten Gegenden und Gebällllßll. 
d"? In Iiupler gestochen, und in eigenen Werken vereiniget wur- 
den. Als praktischer Architekt zeigte er sich mit Morgan durch 
de? P1811 zum Gebäude für das Diorama zu London, welches 1825 
emmletjwurde. Im Jahre 1859 fertigte er den Plan zur katholi- 
sche" Kirche in Manchester, welche mit den schönsten Werken 
d" gothläcben Baukunst in England wetteifern Sell- 
 Pugm lieferte Zeichnungen für J. Britton's Architectural Antiqui- 
ties of Normandy, und zu dessen History und Illustrations of
        

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