Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1773723
Puga , 
Antonio. 
oder 
 Puget 
Plljet: 
Pierre. 
109 
Pllgü, AIIEOIIIO, Maler, bildete sich zu Madrid unter Velasqucz, 
und ahrnte diesen Meister genau nach. Von seinen Werken, die 
ihm 1655 einen Namen machten, nennt man besonders sechs Bil- 
der, welche Don Silvester Cullar y Castro erhielt. In Gallerien. 
scheint er wenig vorzukommen. ln der kaiserlichen Eremitage zu 
St. Petersburg ist ein Gemälde der treuen Wirklichkeit, die Bude 
eines Schleifers. 
Puget oder Pll)6l?, Pierre, Bildhauer, Maler und Architekt, ge- 
boren zu Marseille 1622, gestorben daselbst 1694. Sein Vater Si- 
mon, einbBildschnitzer, gab ihn einem gewissen Roman, dei; (ia- 
leeren er aute, und schnitzte, in die Lehre, da aber der Sciü er 
den Meister bald übertroffen hatte, drängte es ihn, Italien und 
Iiom zu schauen. Er kam als Hjähriger Jüngling nach Florenz, 
und ohne Mittel und Freunde musste er hier jedwede Arbeit su- 
chen, um nur sein Leben zu fristen. Nach Verlauf einer Jahres- 
 frist ging er nach Rom. Hier ergriff er, von BerrettinPs Ruf an- 
gereizt, den Pinsel, ignäldmärchtleliauch in _der lgflqalerei so iüäissende 
 Fortschritte dass er a ie anier seines eisters vü i inne 
hatte." Man versichernsogar, dass eines seiner Gemäldengeinige 
Zeit fur Cortonsfs Arbeit galt. Im Jahre 1642, nach zweijahrigein 
Aufenthalte in Rom, rief ihn Berrettini nach Florenz, wo dieser 
Meister die Päifobnds (llßSlPllitl. zu iäialen cäendAuftrag-d erhalte; hatte, 
al e' t ie nie it an e in ieser 'ta t son ern e rte ins 
Viitiaiilaliildgäurücls. Zuerst gging er nach Touliin, und wendetelda 
seine Kunst zur iiussern Verzierunc der SchiFfe an, leistete s: bst 
vieles iin Schiffbau und erfand ZWgCliIIIäSSlgC Maschinen, die bei 
demselben verwendet wurden. Der Admiral, Herzog von Breze, 
trug ihm auf, das Modell zu einem prächtigen liriegsschilTe zu 
fertigen, und dabei erfand er jene herrlichen Gallerien, die be- 
wundert und nachgeahmt wurden. Hierauf ging Pnget wieder nach 
Italien, und zeichnete während eines sechsjährigen Aufenthaltes in 
Rum fast alle Merkwürdigkeiten jener Stadt. Nach seiner Rücklicht 
(1653) beschäftigte er sich dann meist mit der Malerei, bis endlich 
1657 eine Krankheit die Veranlassung gab, davon abzulassen. 
Die Gemälde Puget_'s_ sind ausser seinem yaterlandefvenig be- 
kannt. Fur die Honigin Anna von Oesterreich verfertigte er ein 
gegiiilde von 12 Schuh Grösse, welches ein von ihm errichtetes 
e äude vorstellt bekannt unter demNamen: la Reine. Für die 
Jesuiten zu Aix inalte er eine Verkündigung und eine Heimsu- 
ebene, von denen die erste später in das Cabinet des H. de Fens- 
Culuinbe kam. Die drei Gemälde, die ehemals die Catheclrale zu 
 Marseille zierten, sind jetzt im Museum der Stadt. Sie stellen die 
Taufe Constantin's und Clodwigks, und einen Christus mit Engeln 
dar. Dann finden sich auch mehrere Stalifeleigemiilde von ihm. 
Als Architekt hatte der Künstler eine hohexMeinung von sich. 
E? glaubte mit den Werken des klassischen Alterthums wetteifern 
zu können, wenn er Architekt des Königs Wäre- Dann lfällmlc 
e" allcli von einer neuen Säulenordnung. Puget fand auch Gele- 
äenhelti bei verschiedenen Bauten sein Talent als Architekt gel- 
end zu Imachen, bewies aber damit, dass sein Eigendiinkel viel 
z" 43'085 war. Er gab den Plan zum Rennplatze in Marseille, und 
Woutßmdenselben mit einem Triumphbogen zieren, der aber nicht 
ausgetuhrt wurde. Auch das Stadthaus dieser Stadt wurde nach 
Seinem Plane erbaut, und mehrere Privnthäuser zu Aix und Tou- 
 10H verdanken ihm ihren" Ursprung. Die Kirchen der Charite und 
d" haPullllßr zu Marseille wurden von ihm zu bauen begonnen,
        

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