Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1773627
Prudhon , 
Pierre 
Paul. 
99 
men. Die Mutter konnte daher wenig zu seiner Erziehung beitra- 
gen, und musste? es dem Himmel danken, dass sich die Mönche 
von Cluny des hnaben annehmen und ihm in ihrer Abtei unent- 
geldlich Unterricht ertheilten. Hier zeigte sich bald seine vorherr- 
sehende Neigung, er beschäftigte sich am liebsten mit Zeichnen, 
Malen und Bossiren. Seine Hefte waren voll Entwürfe mit der 
Feder, das Messer diente ilirn, um aus Seife Fi lh  
  guten ZU SC neidgn 
und die Pflanzen und Blumen boten Stoffe zur Bereitun  
   g seiner 
Farben. Diese gluckliche Anlage konnte nicht verbor bl  
  _ gen eiben, 
de!" Ruf llßS Jungen Malers dran b ld    
 g a bis zu den Ohren des Bischofs 
Moreau von Massun der den Jün 1'  
  v ging unter seinen Schutz nahm 
End ilin_ der Leitung. des M. Dcvosges zu Dijon übergab. Seine 
dgsiälzrglgtäclrlitrsilctieäigreissendglatger esntxglat jetätneinl Umstand ein, 
 i enen iin ie enswur igen unst er sein ganzes 
Leben verluitterte. Sein Hang zur Sinnlichkeit liess ihn zu einer 
Person Neigung fassen, die seiner nicht wcrth war, aber dennoch 
glaubte er gegen die Vorstellungen derjenigen, die sich für sein 
'1a_lent und sein Gliick intcressirten, eine Yerbindung schliessen zu 
mussfll, _die ihm die schonstendahre 05011188 Lebens triibte. Das 
veqrlizmgnissvolle Band war ietzt gelmupft, aber es hinderte den 
Iiunstler nicht, noch ferner den Studien obzuliegen, und er begab 
filCh daher 1780 nach Paris. D_rei Jahre darauf iCDDCUKTlTiO er um. 
beii_ grossen Preis, welchen die Stande von Burgund demjenigen 
estirrimten, der das beste Gemalde lieferte. Es ei-offhete sich die- 
Sein die erfreuliche Aussicht, in Rom die erhabenen Meisterwerke 
Schauen und sich an ihnen erkräftigen zu können. Während er 
arbeitete, horte er seineinNachbar, der ebenfalls Maler war, durch 
urd  Waigild uber die Unzulänglichkeit seiner Kräfte seufzen 
 ru 0n's "erzensgiite beschloss sogleich, denselben zu unter- 
Zilliääg- lär gollendzäte ililtäl sein Gemälde, ohneizu träumen, dass 
urc  em_ an ern en ersten Preis gewinnen helfe. Doch 
säiträs: 2:? Elf?  im,  De" inne eine", e- 
 e_n1u iig iei ru an's, verzichtete auf den Preis 
den er nicht verdient hatte, und die Pension fiel demjenigen zu, 
dem seine Kunst die nächsten Ansprüche darauf gab. i 
Prudhun ging nun nach Italien und wanderte durch die Thore 
d." ewigen Roina. Er hielt sich hier lange auf, aber machte we- 
gxgß Studien, copirte nichts, sondern beschäftigte sich bloss mit 
ngifilchtung der erhabenen Schöpfungen der Kunst, die sich sei- 
da: Auge darbotent Desswegen machte man ihm 'den Vorwurf, 
gereglätdäfagntiklg nicht studirt und seine Zeichnung_darnach nicht 
tät, die e.. och dein Kunstler lag alles an seiner Originali- 
neu er_ einmal behaupten zu mussen glaubte. Er ging ei- 
TalenäanP eigenen Weg, auf dem er nur durch ausgezeichnetes 
konntmslcllähalteng Pnd weder Schüler noch Nachahmer erwerben 
Womit er _lß Genialitat seiner Erfindungen" und die Lebendigkeit, 
in seine Sie ausfuhrte, so wie das eigenthuinlich Anmuthige,_ das 
Auch  P beälfen Gemälden herrscht, machte allen Tadel schweigen. 
In Igeln Ilßpfe sind lieblich, aber sie gleichen sich fast überall. 
und nglänlernte Prudhon den berühmten Bildner Canova lfcnnen, 
Tiodm Can und eine enge Freundschaft verband beide bis zum 
terlanae zu Ovfhqvollte den Freund bereden, Italien illllliüri zum Va- 
 "a 8h doch Prudhon ging 178 wiec er nach Frank- 
 Lvgdelstnfanäs arm und unbekannt legte.  malte in Mi. 
dann Es  Wart einige Zeichnungen, welcheseincu Iluf grun- 
Die R oh älnd dieses drei Stücke, welche Copia gestochen hat: 
a e e!" Ceres, Amors Rückkehr zur Vernunft und das Ge-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.