Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Poyet, Bernard - Renesse, Daniel
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772497
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772676
Pdzzi , 
Domenico. 
Francesco. 
Pozzi , 
Artis sdulptoriae , 
Titel : 
Gorvinus gestochen Im, unter dem 
"stuccatoriae paradigxnata , 1708. 
"vulgo 
POZZl, DOIIIGXIICO, Maler, 1742 zu Castel St; Pietro geboren, lernte 
 bei seinem Vater Franz und bei G. Baldrighi, und begab sich dann 
 nach Mailand, um auf der Akademie seine Studienfortzusetzen. 
Pozzi machte, sich da zuerst durch ein historisches Bilcl bekannt, 
welches die Verklärung Christi vorstellt, und bei der akademischen 
Beurtheilung als Werk des zweiten Ranges gepriesen wurde. Hie- 
rauf besuchte er Rum, wo er einige Zeit genaue, Studien machte, 
 l- endlich Aabcr ginge er nach Deutschland. .Zu Mannheim malte er 
im Bibliothekzimmer des Grafen 'von Castelli ein schönes Decken- 
; gemälcley Auch im Hause seines Bruders Giuseppe , welches jetzt 
 dem Massimiliano gehört, sieht man mehrere Bilder von seiner 
  Hand. Später arbeitete er in Solothurn, Mendrisio und im Pullaste 
des Marchese Odescalchi. Pozzt besass grosse Geschicklichkeit in 
 der Frescomalerei, doch auch seine, meist in Italien befindlichen, 
 StaHeleibilder sind von Werth. Seine Zeichnuu ist currekt, und 
 die Färbung markig, im Geschmackes der alten ilVIeister. Er starb 
 zu. Mailand 179,6.     
P0131, FPaUCCSCÜ, Stuccatorer, wurde 1700 zu Castel St. Pietro 
in der LaudvogteiMendx-isio geboren. Er hatte den Ruf eines ge- 
"schiclcten Künstlers, und daher arbeitete er in verschiedenen Pal- 
lästen Italiens, in der neuenliirche zu Solnthizrn und an mehre- 
ren Orten Deutschlands. Starb 1784 in seinem Geburtsorte. Giu- 
seppe, Carlo Luca und Dumenico sind seine Söhne. 
P0221; -FI'3HCBSOO, Bupfersteeher, wurde 1750 in Rom geboren, 
und von Rocco Pozzi, seinem Verwandten, in der Kunst unterrich- 
tet. Er übte diese in Rom, und lieferte verschiedene Blätter, von 
denen er mehrere mit antiken Statuen für das Museo Clementinb 
stach. Er bediente sich der Nadel und des Grabstichels, beide 
vereint und einzeln. Dieser Künstler starb um 1805.  
1) Das Bildniss Papst Pius VI., fol.   
2) Die Transfiguration, nach Rafael und P. Panzfs Zeichnung, 
r. fol. 
3) ä- 5) Die Aurora, der Mittag und die Nacht, drei Bilder 
Guido Beni's in der Villa Ludovisi zu Rom, fol. 
6) St. Franz von Assisi, nach Guido Reni, fol. 
7) Maria in Demuth, die Hände auf die Brust gelegt, nach 
G. Heni, h]. fol' 
ß) Maria auf dem halben Monde in einer Engelsglorie mit dem 
Iiinde, nach C. Maratti, lil. fol.  
g) Tobias mit dem Fisch, nach B. Pozzi, kl. fol. 
10) Scenen verschiedener Heiligen, nach Boncalli und Rossi, 
fol. und ß.  
I1)  12) Zwei Büsten aus BafaeTs Disguta genommen, in 
Kreidemanier, qui fol. 
15)  15) Drei schöne Studienkiipfe aus Dominichinds berühm- 
tem Bilde der Marter des heil. Andreas, in lireidemanier, 
gr. qu. fol. 
16) Die Blätter fiir die Bibel des Rafael. Roma, Paolo Mon- 
tagnani 173g, kl. qu. fol. 
17) Der 'I'riumph des Alexander, nach Lairesse , 12 Blätter, mit 
1D. Ilussettiv, Polanzani und Faucci gestochen, qu. fol.
        

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