Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1767612
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Blas 
Perea , 
Peregaux , 
Alexander. 
Perea, B135 dß; Maler und Architekt, der in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts zu Casilla in Portugal lebte. Er stand im 
Ruf eines geschickten Künstlers. F. de Holanda erwähnt seiner 
in seinem Werke: Del sacar del Natural. 
Pereda, Don Antonio de, Maler, wurde 1590 zu Valladolid 
 geboren, und von P. de las Cuevas in den Anfangsgriinden der 
Iiunst unterrichtet. Hierauf fand er durch den Marquis Crescenzi 
Gelegenheit, die Malereien der k. Palläste zu studiren, was dem 
 talentvollen Hiinstler solchen Vorschub gab, dass er schon im acht- 
zehnten Jahre seinen Ruf gründete. Er stellte damals ein Bild der 
Empfängniss Mariii mit einem grussen Engelchore aus, welches so 
schön befunden wurde, dass man den Jüngling nicht fiir den Ver- 
fertiger halten wollte. Nachfolgende VVerhe rechtfertigen aber die 
gute Meinung in immer höherem Grade, und bald zählte man 
Don Antonio zu den vorziiglichsten Meistern der Schule vun Ma- 
drid. Seine Compositionen sind einfach und verstiindig, die Zeich- 
nung COXTGlilZ, und in Glanz und Wahrheit der Färbung hat er 
manchmal den Murillo übertroffen. In Buenretiro ist ein berühm- 
tes ausdrncltsvolles Bild von ihm, welches den Marquis von Santa 
Cruz vorstellt, wie er der Stadt Genua Succurs bringt. Wir wis- 
 sen nicht, ob dieses Bild sich noch an alter Stelle befinde, so wie der 
Besitzer desjenigen, welches er seiner Frau malte, unbekannt ist. 
Diese beklagte sich eines 'l'agcs, dass sie kein Iiamxnermädchen 
habe, worauf Pereda ihr ein solches malte, wie es nühend auf 
dem Stuhle sitzt, aber, dass das Mädchen nach der Thiire des 
Zimmers blielst, und so täuschend, dass viele der Eintretenden 
mit ihr zu reden anfingen. Im k. Museum zu Madrid sind einige 
Gemälde von ihm, im Auslande sind sie aber selten. Die an 
Iiunstschätzeu reiche Pinakothek besitzt vier Bilder von die- 
sem Künstler: eine Gesellschaft beim Kartenspiele; zwei Offiziere 
am Daxnenbrette; eine Zigeunerin, von welcher sich ein Jüngling 
wahrsagen lässt, und ein Bildniss. Im spanischen Museum zu Pa- 
ris ist ein Gemälde mit S. lldefonso, dem die heil. Jungfrau das 
 Messgewand überreicht, und ein Bild des Evangelisten Johannes. 
 Pereda starb zu Madrid 1669- 
Peräe, Jößqllßä LOUIS, Zeichner und Kupferstecher zu Paris, 
wurde 1769 im Departement de_l'Oise geboren, uud von Iiimby 
 und Regnault unterrichtet. Wir halien _von' ihm eine bedeutende 
Anzahl von Blättern, die grösstentheils m Imupferwerlaen vereini- 
get sind, wie: 
1) Die heil. Jungfrau, nach Solimena, mit le Mircffiir das 
Musöe frangais gestochen. 
2) Der Alchimlst, nach Teniers. Mus. franeais. 
3) Die Statue des Nero, nach der A_ntike. Mus. fr. 
4) Der Discuswverfer, in Ruhe und 111 Handlung. Mus. fr. 
" 5) Mehrere Blätter für die Monumens frangais inedits pour 
servir ä l'histoire des arts, 60811111105 etc. 
6) Mehrere Blätter! im grossen Praehtvverke über Aegypten: 
Deseription de PEgyPte. 
Peregaux, Alexander, Elfcnbeinarbeiter, der um 1795 lebte, und 
in MeusePs Miscellen S-SÖÖfU-s der grösstc Künstler seines Favhes 
in ganz Europa gepriesen wud. Er fertigte ganz kleine Arbeiten
        

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